Kirchenasyl
Kirchenasyl

09.03.2018

Gerichtspräsident verlangt Einschreiten gegen Kirchenasyl "Recht durchsetzen"

Der Präsident des Verwaltungsgerichts Düsseldorf hat die Politik aufgefordert, gegen das Kirchenasyl einzuschreiten. Er kritisiert, dass die Kirchen eine höhere Moral für sich beanspruchten und staatliche Organe rechtswidrig behinderten.

Das erklärte Andres Heusch am Freitag vor Journalisten in Düsseldorf. Hier müsse der Staat endlich "Recht durchsetzen".

Kritik am Kirchenasyl

Die Verwaltungsrichter haben laut Heusch die Erfahrung gemacht, dass immer häufiger Kirchenasyl gewährt werde, um so die gesetzlichen Fristen für eine Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht verstreichen zu lassen. Dies geschehe vor allem in den sogenannten Dublin-Verfahren.

Dabei gehe es um die Feststellung des Erstaufnahmelandes in der EU und eine entsprechende Überführung des Geflüchteten dorthin. Mit wenigen Ausnahmen sei ein Dublin-Verfahren auf sechs Monate befristet. Wenn in diesem Zeitraum vom Verwaltungsgericht keine Entscheidung erfolge, könne der Asylbewerber sein Verfahren in Deutschland durchführen.

Spürbare Zunahme von Kirchenasylfällen?

In anderen Fällen würden durch das Kirchenasyl systematisch gerichtliche Abschiebeentscheidungen torpediert, kritisierte Heusch. Das dürfe ein Rechtsstaat auf Dauer nicht tolerieren. Vielmehr müsse er entschieden dagegen vorgehen. Er könne die Fälle von Kirchenasyl in NRW nicht quantifizieren, stelle in letzter Zeit aber eine spürbare Zunahme fest, erklärte der Gerichtspräsident.

Nach Angaben der ökumenischen Bundesarbeitsgemeinschaft "Asyl in der Kirche" gab es Mitte November vergangenen Jahres 348 Kirchenasylfälle mit 531 Asylsuchenden. In den beiden Jahren zuvor waren bundesweit 692 und 620 Fälle von Kirchenasyl registriert worden. Vor dem Anstieg der Zuwanderung war für Flüchtlinge lediglich in 50 Fällen (2012) und 79 Fällen (2013) Kirchenasyl gewährt worden.

(KNA)

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Mit Schwester Katharina durch die Osterzeit

Schwester Katharina Hartleib aus Olpe begleitet Sie mit spirituellen Impulsen durch die Fasten- und Osterzeit.

Das neue Bischofsquartett

Endlich: Die aktualisierte neue Auflage des Bestsellers ist da! Ab sofort ist das neue Bischofsquartett bestellbar.

Glockenkarte Kölner Dom

Verschicken Sie pünktlich zum Pfingsfest eine ganz besondere Grußkarte mit dem Geläut des Kölner Doms!

Team der Woche

Sie sind ein tolles Team? Sie tun etwas für andere Menschen? Dann werden Sie unser Team der Woche!

DOMRADIO.DE auch auf Alexa

Gottesdienste, Nachrichten und das Evangelium – jetzt täglich auch auf Ihrem Echo und Echo Show!

Der gute Draht nach oben!

Tageskalender

Radioprogramm

  • Tageskalender
  • 26.05.
06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO Der Sonntag

  • Judith Döker - Drei Fragen:Glück
  • KJG und ihre ungewöhnliche Verlosungsaktion
  • Filmfestspiele von Cannes und die Ökumenische Jury
  • Infos aus Äthiopien – Interview mit Erzbischof Heße
  • 40 Jahre Altentheater im Freien Werkstatt Theater zu Köln
07:20 - 07:20 Uhr

WunderBar

07:50 - 07:55 Uhr

Wort des Bischofs

09:40 - 09:45 Uhr

Kirche2Go

11:00 - 18:00 Uhr

DOMRADIO Der Sonntag

11:00 - 18:00 Uhr

DOMRADIO Der Sonntag

12:40 - 12:45 Uhr

WunderBar

16:00 - 17:00 Uhr

DOMRADIO Kopfhörer

17:50 - 17:55 Uhr

Wort des Bischofs

11:00 - 18:00 Uhr

DOMRADIO Der Sonntag

18:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Menschen

19:00 - 20:00 Uhr

DOMRADIO Kopfhörer

20:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Musica

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…

Der tägliche Impuls von Weihbischof Puff