Helfer warnen vor Rückkehr nach Syrien
Ankommen in Deutschland

01.03.2018

Zeitung: Griechenland lehnt Rücknahme von Flüchtlingen ab Gekommen, um zu bleiben?

Deutschland möchte, dass Griechenland mehr als 2.000 Flüchtlinge zurücknimmt. Nach europäischem Recht wäre das Land auch dazu verpflichtet. Griechenland aber weigert sich. Was passiert nun mit den Menschen?

Griechenland weigert sich nach einem Zeitungsbericht weiterhin, Flüchtlinge von Deutschland zurückzunehmen, obwohl Athen nach den europäischen Asylregeln für sie zuständig wäre. 2.312 Rücknahmeersuchen hat die Bundesregierung 2017 an Griechenland gestellt. Nur in 81 Fällen erklärte sich Athen für zuständig – zurückgenommen wurde aber kein einziger Flüchtling. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linken-Fraktion hervor, die der "Passauer Neuen Presse" (Donnerstag) vorliegt.

In 2.735 Fällen wäre Athen nach Ansicht des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) nach den sogenannten Dublin-Regeln für in Deutschland lebende Migranten zuständig. Die Dublin-Regeln besagen, dass das Land die Verfahren übernehmen muss, in dem der Flüchtling zuerst EU-Boden betreten hat.

Es geht hin und her

In der Antwort kritisiert das Bundesinnenministerium die hohe Ablehnungsquote von 95,5 Prozent. Warum das Land keinen Dublin-Flüchtling von Deutschland aufgenommen hat, lässt das Ministerium in der Antwort offen. Die Bundesregierung hat laut Zeitungsbericht 2017 hingegen aus Griechenland 3.189 Familienangehörige von in Deutschland lebenden Flüchtlingen aufgenommen. Dabei handelt es sich vor allem um Syrer, Afghanen und Iraker. Insgesamt wollte Athen den Angaben zufolge 5.807 Angehörige an Deutschland überstellen, in 5.310 Fällen erklärte sich das BAMF für zuständig und stimmte der Aufnahme zu.

Insgesamt schickt Deutschland immer mehr Flüchtlinge in andere EU-Mitgliedstaaten zurück, nimmt aber zugleich auch immer mehr Flüchtlinge von diesen auf. Die Zahl der Dublin-Überstellungen hat sich von 3.968 im Jahr 2016 auf 7.102 im vergangenen Jahr fast verdoppelt. Aufgenommen hat die Bundesrepublik 8.754 Dublin-Flüchtlinge.

Ähnliche Schwierigkeiten mit Ungarn

An Ungarn wurde seit Mai 2017 kein Flüchtling überstellt, obwohl die Bundesregierung 3.304 Übernahmeersuchen an Budapest gestellt hat. Grund ist die Weigerung der ungarischen Regierung, rücküberstellte Flüchtlinge entsprechend des EU-Rechts zu behandeln.

Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Links-Fraktion, kritisierte das Dublin-System als "absurd und menschenfeindlich". "Am Ende bleibt nach all der Hin- und Herschieberei von Schutzsuchenden die Zahl der Asylsuchenden in Deutschland ungefähr gleich", sagte sie der Zeitung. Für die Geflüchteten sei dies mit viel Leid verbunden, und für die Behörden bedeute es einen "enormen bürokratischen Aufwand".

(KNA)

Weltjugendtag in Panama

Panama

"Loss mer singe för doheim"

Die große Loss mer singe Radioparty am 25. Januar ab 18 Uhr nur im DOMRADIO!

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

DOMRADIO.DE auch auf Alexa

Gottesdienste, Nachrichten und das Evangelium – jetzt täglich auch auf Ihrem Echo und Echo Show!

Mit Willibert in die Heilige Stadt

Im November 2019 ist es soweit: Erkunden Sie das ehrwürdige Rom auf dieser Pilgereise mit dem Rom-Kenner Willibert Pauels, Karnevalsfreunden und DOMRADIO.DE Besuchern auch bekannt als "ne Bergische Jung"!

Der gute Draht nach oben!

Tageskalender

Radioprogramm

  • Tageskalender
  • 22.01.
06:00 - 06:30 Uhr

DOMRADIO Morgenimpuls

06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO Der Morgen

  • 34. Weltjugendtag in Panama startet
  • Lebensgefährlich: Obdachlose übernachten in der Kälte
  • Macron und Merkel unterzeichnen Freundschaftsvertrag
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Kamp-Lintforter Weltjugendtagspilger erleben mexikanische Gastfreundschaft
  • Bündnis "Niedersachsen für Europa" mit Beteiligung der Kirchen
  • Neue MDG-Studie zum Kirchenverbleib
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Kamp-Lintforter Weltjugendtagspilger erleben mexikanische Gastfreundschaft
  • Bündnis "Niedersachsen für Europa" mit Beteiligung der Kirchen
  • Neue MDG-Studie zum Kirchenverbleib
15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Deutsch-französischer Freundschaftsvertrag unterzeichnet
  • Historikerin über die US-Serie "Holocaust"
  • Der Weltjugendtag 2019 in Panama beginnt
15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Deutsch-französischer Freundschaftsvertrag unterzeichnet
  • Historikerin über die US-Serie "Holocaust"
  • Der Weltjugendtag 2019 in Panama beginnt
19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

  • Bündnis "Niedersachsen für Europa" mit Beteiligung der Kirchen
  • Neue MDG-Studie zum Kirchenverbleib
  • Historikerin über die US-Serie "Holocaust"
22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…

Weihbischof Schwaderlapp beantwortet Glaubensfragen

Der tägliche Impuls von Weihbischof Puff