MOAS-Mitarbeiter werfen von einem Beiboot aus Flüchtlingen Wasserflaschen zu
MOAS-Mitarbeiter werfen von einem Beiboot aus Flüchtlingen Wasserflaschen zu
Hanzar (2 Wo. alt) und Pfarrer Regamy
Hanzar (2 Wo. alt) und Pfarrer Regamy
Simar, syrisches Baby mit der Mutter auf der Flucht
Simar, syrisches Baby mit der Mutter auf der Flucht
Rettung naht
Rettung naht
Blick aufs Rettungsboot
Blick aufs Rettungsboot
Pfr. Regamy Thillainathan
Pfr. Regamy Thillainathan
Pfarrer Regamy Thillainathan auf dem Schiff der MOAS
Pfarrer Regamy Thillainathan auf dem Schiff der MOAS
Pfarrer Regamy Thillainathan in Schutzkleidung
Pfarrer Regamy Thillainathan in Schutzkleidung
Mitgebracht: Ein Kreuz aus Köln
Mitgebracht: Ein Kreuz aus Köln
Leichensäcke auf dem Rettungsboot
Leichensäcke auf dem Rettungsboot

21.04.2017

Tagebuch vom Flüchtlingsschiff Ostern bei der Seenotrettung

Pfarrer Regamy Thillainathan begleitet über Ostern Helfer der Seenotrettungsorganisation MOAS auf dem Mittelmeer. Hier hält er seine persönlichen Eindrücke fest.

19. April

Als wir die Hafenstadt Augusta (Sizilien) zum ersten Mal gegen 6 Uhr morgens erblicken, sehe ich in die Gesichter der Geretteten: einige können es nicht fassen, dass sie es tatsächlich geschafft haben; einige schauen verängstigt, weil ein Großaufgebot der Polizei auf uns wartet; einige schauen neugierig: so sieht also Europa, so sieht ihre Zukunft aus...

Zuerst kommen die MitarbeiterInnen vom Gesundheitsamt an Bord wir alle werden untersucht. Erst nach Stunden gibt es grünes Licht für das Verlassen des Schiffes.
Jeweils 50 Menschen dürfen auf einmal vom Schiff runter. Dort werden sie noch ein weiteres Mal vom Roten Kreuz untersucht und von der Polizei durchsucht und gehen dann gemeinsam zum Auffanglager, wo dann die Registrierung und die Erstversorgung stattfinden. Die MitarbeiterInnen von diversen Hilfsorganisationen und den regionalen Behörden sind sehr bemüht, aber dennoch ist die Registrierung mit den europäischen Behörden nicht ganz problemfrei. Es zieht sich elendig hin und erst um 18:30 Uhr dürfen die Letzten vom Schiff runter.

Unter den Letzten ist ein Freund: ein tunesischer Student, der uns wirklich eine Hilfe gewesen ist. Er durchbricht für einen kurzen Augenblick die Polizeikette: ein fester Händedruck, eine Umarmung, ein "Danke" und ein "Gott segne Dich". Dann wird er in die Gruppe zurückgedrängt. Er geht weiter. Lächelnd und mit Tränen in den Augen geht er seinen Weg einer ungewissen Zukunft entgegen - ich hoffe, es erwartet ihn eine menschenfreundliche Zukunft.

18. April

So sieht Glück, so sieht Wunder aus. Darf ich vorstellen: Hazar. Knappe zwei Wochen alt! (s.Foto)

Als ich abends noch die Nachrichten und sozialen Medien durchforste, entdecke ich unter dem Artikel beim domradio ein Kommentar von einer Frau Kornelia Paculla: "Lasst das schwarze Pack ersaufen"
Zuerst bin ich wütend über diese armselige Kommentierung. Direkt vor meiner Kajüte liegen sieben Menschen von "diesem schwarzen Pack, das ersoffen ist". Vielleicht sollte ich Frau Paculla einladen, diesen Menschen mal ins Gesicht zu blicken?

Was ist das, wovor wir Angst haben? Reicht das, was wir haben, nicht für uns alle? Und falls es nicht reichen würde, haben wir nicht die Verantwortung, gemeinsam nach Lösungen zu suchen? Ich sehe gerade die Packungen von CARE hier liegen. Über 100 Millionen CARE-Pakete wurden nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges im Rahmen von amerikanischen Hilfsprogrammen nach Europa geschickt. Gute zehn Millionen Pakete erreichten Westdeutschland.
Wenn ich schon nicht großzügig und barmherzig sein kann, dann kann ich zumindest etwas wieder zurückgeben, was ich selbst mal empfangen habe.

Während ich diese Zeilen schreibe, verschwindet mein Ärger und ich erinnere mich an die Feier der Osternacht, genauer gesagt an die siebte Lesung aus dem Buch Ezechiel: “Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. Ich nehme das Herz von Stein aus eurer Brust und gebe euch ein Herz von Fleisch." (Ez 36,26)
Das wünsche ich uns allen in diesen österlichen Tagen - heute mehr als je zuvor!

Heute bin ich durchgehend auf der Krankenstation. Viele Babys, die alle möglichen medizinischen Untersuchungen und Medikamente brauchen. Hier ist Simar (s. Foto, das ältere Baby), geboren in Syrien und mit der Mutter auf der Flucht. Der Vater hat ihn noch nie gesehen.

Ostermontag

Die Anstrengungen der letzten Tage sind bei uns allen zu spüren und die bis zu zweieinhalb Meter hohen Wellen machen uns zu schaffen. Überall ist Wasser. Fast alle Geretteten sind so seekrank, dass wir nicht mal mehr Kotztüten haben und uns anderweitig helfen müssen. Dazu kommen bei einigen die traumatischen Erlebnisse der letzten Tage hoch. Als einmal die Welle auf der Bugseite uns eiskalt erwischt, hält sich einer der jungen Männer heulend an meinem Bein fest und bittet mich, ihn nicht oben allein zu lassen.
Auf der Krankenstation, wo ich in diesen Tagen aushelfe, haben wir alle Hände voll zu tun. Ich habe selten so viele heulende, erwachsene Menschen auf einmal gesehen und die Schwangeren an Bord machen uns Sorgen. Wir werden bis Mittwoch ausharren müssen und in einigen Fällen beginnt langsam ein Wettlauf mit der Zeit.
Zur Nacht hin wird alles ruhiger, das Meer und die Menschen. Um 20 Uhr können wir endlich mit Verspätung die Osternacht feiern. Es ist eine sehr dichte Stimmung während der Feier. Ich darf freimütig bekennen: noch nie habe ich bei mir selbst und bei den Mitfeiernden eine solche Andacht und Konzentration gespürt. Für viele ist es die Osternacht nach vielen Jahren auf Rettungseinsätzen und mit Blick auf die vergangenen Tagen wirkt diese Feier so, als würden wir dieser Welt der Gleichgültigkeit trotzen wollen. Nach der Osternacht wird entschieden, dass die große Osterkerze in dieser Nacht weiterbrennen soll und weiterbrennen muss. Die Dunkelheit darf schließlich nicht siegen!

Ostersonntag

Heute Morgen dann ein weiterer Hilferuf. Ein NGO-Schiff von Juventa war schon dort und wir kamen dazu, weil ein Gummiboot unterging und Menschen zu ertrinken drohten. Leider hat diese Reise für viele hier ein dramatisches Ende gefunden. Sieben Leichensäcke haben wir jetzt an Bord: Frauen und Männer und vor allem ein kleiner Junge, der vielleicht sechs oder sieben Jahre alt geworden ist. Jedesmal wenn wir einen Leichensack zugemacht haben, hielten wir inne und ich konnte in Ruhe für diesen Menschen beten. Bei dem kleinen Jungen kamen wir aber doch alle an unsere Grenzen. Niemand hat verdient, so zu sterben. Es sind heute aber viel mehr Menschen als diese sieben gestorben, aber deren Leichen konnten wir nicht bergen. Zwei Menschen haben unsere Rettungsteams noch versucht, herauszuziehen, aber leider haben sie es nicht mehr schaffen können und sahen wie diese starben. Die Betreuung der HelferInnen stand somit heute auch irgendwie im Fokus.
Wir versuchen gerade weitere 500 Menschen auf ein Handelsschiff zu bringen, aber die hohen Wellen zehren an unseren Kräften und Nerven...
Ich habe bei meinen Weihen versprochen, den Armen und Kranken beizustehen und den Heimatlosen und Notleidenden zu helfen. An diesem Ostersonntag merke ich ziemlich intensiv, was das letztendlich bedeuten kann und wie sehr dies schmerzen kann. Wenn man in das Gesicht des kleinen ertrunkenen Jungen schaut und in dessen Angesicht den Gekreuzigten entdeckt, dann wartet man noch sehnsüchtiger auf Ostern!

Ich durfte einen jungen Mann aus dem Wasser ziehen. Hier leiste ich erste Hilfe und Betreuung bis Ärzte von einem Notfall zurückkehren. Ja, jetzt ist Ostern. Christus ist wahrhaft für uns alle auferstanden. Halleluja!

In der Nacht:

Für mich wird es in diesem Jahr keine Osternacht geben, aber ich hoffe auf einen Ostermorgen!

Eine weitere Hilfsorganisation hat ein Boot gerettet, aber es warten noch an die 1000 Menschen auf Rettung. Wir erwarten ein Handelsschiff um eins - dann müssen wir weiter schauen und hoffen. Der Herr ist mit uns. Er ist treu! Daraus lebe ich!

Karsamstag

Am Samstagmorgen um 02:30 Uhr wurden wir geweckt. Ein orientierungsloses Gummiboot mit ungefähr 140 Menschen wurde gesichtet und weil wir am nächsten dran  waren, wurden wir dorthin gerufen. Als wir gerade damit fertig waren, die Menschen auf unser Schiff zu evakuieren, wurden wir um neun Uhr zu einem anderen Holzboot gesendet - vermutlich mit über 500 Menschen an Bord. Einige konnten wir evakuieren - vor allem alle Frauen, Kinder und Verletzte. Währenddessen wurde immer mehr deutlich, dass viel mehr Menschen sich auf dieser gefährlichen Reise befanden und wir so ziemlich alleine auf dem Mittelmeer sind: acht Gummiboote und zwei hölzerne Boote mit mehr als 1500 Menschen und wir mittendrin mit einer überreizten Kapazität. Auf unsere Hilferufe hat sich keine staatliche Seite gemeldet. Verschiedene Schiffe waren unterwegs, aber keiner wollte in dieser Notsituation eingreifen. Wir haben stundenlang inmitten dieser vielen Boote und der verzweifelten  Menschen ausgeharrt, sie mit Wasser und Rettungswesten versorgt und immer wieder die Verletzten aufs Schiff geholt. Gegen Nachmittag kamen Handelsschiffe und weitere NGOs, die unsere Hilferufe vernommen haben. Die Rettungsaktion hat letztendlich bis heute Morgen gedauert.

Karfreitag

Heute früh haben unsere Radare etwas Verdächtiges entdeckt. Als unser Rettungsboot dann letztlich das vollkommen überfüllte Gummiboot erreichte, waren schon die ersten im Wasser und drohten zu ertrinken. Nur dem schnellen Rettungsschwimmer Paul war es zu verdanken, dass bei dieser Rettung niemand gestorben ist. Die Gesichter der 134 Menschen, die gerettet wurden, kann man nicht so schnell vergessen: die panischen Gesichter derjenigen, die im Wasser zu ertrinken drohten; die vollkommen abwesenden Gesichter derjenigen, die von vielen Stunden auf dem Mittelmeer ohne Wasser und Nahrung traumatisiert waren; die frohen Gesichter derjenigen, die verstanden haben, dass sie nun gerettet sind.

Eine schwangere Frau, bei der das Geld nicht für die Überfahrt ihres Ehemannes ins "gelobte Land" gereicht hat, war genauso mit an Bord wie Alesain, ein junger Senegalese, der während der ganzen Rettung anderen geholfen hat, die Rettungswesten anzuziehen und zu übersetzen und darauf bestand, als Letzter das Gummiboot zu verlassen, um uns weiter vor Ort helfen zu können.

Heute Nachmittag kam dann direkt ein zweiter Einsatz. Wir haben weitere 140 Menschen gefunden, die vollkommen verloren auf dem Meer herumirrten. Es stank furchtbar nach Diesel auf diesem überfüllten Boot. Wir haben ihnen Rettungswesten gegeben und mit ihnen gewartet, bis die italienische Küstenwache sie an Bord holen konnte. Unsere 134 Flüchtlinge haben sie ebenfalls auf ihr Schiff geholt.

Jetzt feiern wir die Karfreitagsliturgie, während wir wieder Richtung Libyen zurückkehren!

Gründonnerstag

Ich habe schon an vielen Orten und in vielen Ländern Gründonnerstag feiern dürfen. Doch in diesem Jahr war und ist alles anders. Wir waren den ganzen Tag unterwegs. Es gab immer wieder Meldungen und Sichtungen von Gummibooten - auf dem Meer treibend. Niemand war aber zu entdecken. Unsere Radare zeigten verdächtige Bewegungen an, aber da dies in den libyschen Gewässern vonstatten ging, mussten wir weiterhin in den internationalen Gewässern ausharren.

Gegen Nachmittag kam dann die Meldung: fast 100 Menschen kurz vor der libyschen Küste vermisst - was nichts anderes bedeutet als ertrunken! Die Stimmung auf dem Rettungsschiff war dementsprechend bedrückt: wir waren so nah und doch so hilflos.
Mit dieser Stimmung gingen wir in die Feier der Gründonnerstagsliturgie. Alle waren eingeladen mitzufeiern, aber natürlich alles freiwillig.

Mich hat es schon überrascht und berührt, dass alle 24 Crew- und Rettungsteammitglieder geschlossen an der Liturgie teilnehmen wollten. Es war eine sehr dichte Stimmung und vor allem bei der Schweigeminute für die Opfer war diese nahezu greifbar.

Bei der Fußwaschung habe ich drei Personen aus drei verschiedenen Ländern und verschiedenen Teams die Füße gewaschen. An dieser Stelle wurde mir deutlich: ja, hier gehöre ich hin. Die Einsetzung des Priestertums und die Einsetzung der Eucharistie - auf dem Rettungsschiff Phoenix neu entdeckt.

12. April

Gestern war der Tag geprägt von vielen Eindrücken und vielen Begegnungen. Eines vorweg: meine Befürchtung bezüglich meiner Anwesenheit bei der Crew haben sich überhaupt nicht bestätigt. Ich fühle mich gut aufgenommen und ich habe noch sehr lange mit einigen von ihnen zusammengesessen und die Zeit vor dem Einsatz genutzt, um sie kennenzulernen. Sie alle haben ganz unterschiedliche (Lebens-)Geschichten zu erzählen und doch ist allen eines gleich: die Begegnung mit dem Leid anderer Menschen fordert sie heraus, um in unserer Welt etwas Gutes, etwas Schönes, etwas Sinnvolles zu tun.

Ich fühle mich zu Hause. Die anderen drei, mit denen ich die Kajüte teile, sind sehr herzlich. Auch wenn die Kajüten offen sind und wir direkt neben dem Bad gelegen sind, wo durchgehend Licht brennt, habe ich gestern sofort schlafen können. Vielleicht auch weil mir leicht schwindelig war. Mal sehen, wie es sich weiter entwickelt.

11. April

Vor wenigen Stunden habe ich erfahren, dass es doch früher losgeht als geplant. Bis gestern morgen war ich dienstlich nicht zu Hause. Bis noch zwei Stunden vor dem Abflug war ich mit Kofferpacken beschäftigt.
Ich bin froh, dass ich jetzt im Flieger sitze und dass es jetzt endlich irgendwie los geht. Andererseits spüre ich jetzt zum ersten Mal wirklich Aufregung.
Mehrere Fragen beschäftigen mich momentan:
- Werde ich seekrank?
- Wie ist die Stimmung unter den Crewmitgliedern und der Besatzung vor Ort? Ich bin schließlich ein "Fremdkörper" und die Menschen vor Ort haben ihre Erfahrungen oder zumindest ihre Meinungen und Bilder von Priestern...
- Wie werde ich in Extremsituationen reagieren? Hoffentlich stehe ich den HelferInnen nicht im Weg.
- Wie und wo werde ich Gottesdienste feiern (können)?

Ich habe gerade nochmal vor dem Start gebetet und dem Herrn genau diese Fragen und Unsicherheiten dargebracht. Irgendwie musste ich hier an meinen Primizspruch aus dem Buch Jesaja denken: "tecum sum". Ich bin mit dir!

Regamy Thillainathan
(dr)

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