MOAS-Mitarbeiter werfen von einem Beiboot aus Flüchtlingen Wasserflaschen zu
MOAS-Mitarbeiter werfen von einem Beiboot aus Flüchtlingen Wasserflaschen zu
Pfr. Regamy Thillainathan
Pfr. Regamy Thillainathan

12.04.2017

Zu Ostern auf dem Flüchtlingsschiff Zwischen Seenotrettung und Seekrankheit

Ostern ist das Fest der Auferstehung - auch für diejenigen, die an den Festtagen denen helfen, die aus ihrer Heimat geflohen sind. Pfarrer Regamy Thillainathan ist zu Ostern auf einem Flüchtlingsschiff der Seenotrettungsorganisation MOAS.

domradio.de: Wie haben Sie sich auf dem Boot eingelebt?

Pfarrer Regamy Thillainathan (Leiter der Diözesanstelle "Berufe der Kirche" im Erzbistum Köln): Besser als ich dachte: Es war wirklich ein großes Entgegenkommen von der Crew, sie waren sehr interessiert und auch überrascht, dass da ein Priester an Bord ist, weil sie das noch nicht erlebt haben, Man kommt hier ganz schnell in Begegnung und zu Gesprächen, und ich habe auch gestern Abend die Möglichkeit genutzt, um die Crewmitglieder kennenzulernen, mit dem einen oder anderen persönlich zu sprechen und ich fühle mich sehr wohl.

domradio.de: Wie geht es Ihnen auf dem Schiff? Sind Sie ein bisschen seekrank?

Pfarrer Thillainathan: Gestern Abend hatte ich so gegen Ende einige Schwierigkeiten und mir war ein bisschen schwindelig mit leichter Überlkeit, aber heute morgen ist wieder alles gut.

domradio.de: Wie steht es um das Wetter?

Pfarrer Thillainathan: Wettermäßig sieht es erst einmal toll aus: Die Sonne scheint und es ist auch recht angenehm warm, aber draußen auf dem Meer sind die Wellen noch hoch, dennoch soll es bald losgehen, wir werden dann ausfahren in Richtung libysche Küste.

domradio.de: Was sind denn im Moment Ihre Tätigkeiten?

Pfarrer Thillainathan: Ich bin die ganze Zeit beschäftigt mit Übungen und Einweisungen, wie die Rettung vonstatten geht, wo ich meinen Platz finden werde und wo ich helfen soll und wo ich auch aufpassen muss, dass ich nicht im Weg stehe. Jetzt kommen noch weitere Sicherheitsübungen, etwa zur Evakuierung des Schiffes und der Menschen, falls etwas geschieht.

domradio.de: Wo ist Ihr Platz an Bord?

Pfarrer Thillainathan: Ich werde hier einige Stationen durchlaufen, je nachdem, wo dringend jemand gebraucht wird. Momentan bin ich eher in der Betreuung, wenn die Leute an Bord angekommen sind, um sie zu versorgen und zu registrieren. Ob es zu einem Einsatz auf dem Schnellboot kommt, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Das hängt viel davon ab, wie es mir körperlich geht und was ich mir zutrauen kann und will.

Das Gespräch führte Silvia Ochlast
(dr)

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