Erzbischof Ludwig Schick
Erzbischof Ludwig Schick

20.06.2016

Erzbischof Schick fordert mehr Engagement für Integration Bischöflicher Appell zum Weltflüchtlingstag

Zum Weltflüchtlingstag hat der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick mehr Engagement für die Integration angemahnt. Er wünsche sich von den Menschen "ein echtes Interesse daran, die zu uns Gekommenen bei ihrem Weg in unsere Gesellschaft zu unterstützen."

Das sagte Schick, der auch Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz ist, am Montag in Bamberg. Da die Zahl der nach Deutschland einreisenden Flüchtlinge zumindest vorübergehend kleiner geworden sei, müsse man Kräfte auf die Integration lenken.

Integration als Lernprozess

Auch wenn weniger Hilfesuchende die europäischen Grenzen passierten, heiße das nicht, dass die nach wie vor akute Flüchtlingskrise aus den Augen verloren werden dürfe, betonte der Erzbischof. "Integration ist ein Lernprozess, an dem sich alle beteiligen müssen." Gelinge sie, werde Zuwanderung zu einer steten Bereicherung.

Forderung nach Beendigung des Syrienkonflikts

Schick rief zudem dazu auf, den Syrienkonflikt zu beenden. Dazu seien schärfere Kontrollen von Waffenlieferungen aus Deutschland nötig. "Es darf nicht sein, dass wir dabei zusehen, wie Profitgier das Leben von Millionen von Menschen bedroht." Als weitere Faktoren nannte der Erzbischof den durch mangelnden Umweltschutz hervorgerufenen Klimawandel, der zu Dürre und Hunger führe. - Nach Angaben der Welthungerhilfe leiden gegenwärtig 795 Millionen Menschen an Hunger, alle zehn Sekunden sterbe ein Kind an den Folgen von Mangel- und Unterernährung.

65,3 Millionen Menschen auf der Flucht

Weltweit sind laut UN-Angaben 65,3 Millionen Menschen auf der Flucht, mehr als je zuvor. Mehr als 20 Millionen sind aus ihren Heimatländern geflohen. Die Zahl der Binnenvertriebenen liegt bei über 38 Millionen. Das UN-Flüchtlingswerk UNHCR spricht von einem traurigen Rekord. Statistisch gesehen sucht damit jeder 113. Mensch auf der Erde Asyl, ist Flüchtling oder Binnenvertriebener.

Der Weltflüchtlingstag am 20. Juni wurde von den Vereinten Nationen im Jahr 2001 ausgerufen. Das soll die Verbundenheit der Weltgemeinschaft mit den afrikanischen Staaten symbolisieren, die diesen Tag zuvor bereits zum Gedenken für Flüchtlinge bestimmt hatten.

(KNA)

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