Verbalattacken auf Flüchtlingshelfer nehmen zu
Verbalattacken auf Flüchtlingshelfer nehmen zu
Büro der Caritas in St. Petersburg durchsucht
Jacken von Caritas-Mitarbeitern

14.06.2016

Caritas beklagt Zunahme von Anfeindungen gegen Flüchtlingshelfer Training gegen Stammtischparolen

Die Caritas im Bistum Essen startet als Pilotprojekt ein "Argumentationstraining gegen Stammtischparolen". Helfer werden zunehmend für Tätigkeiten verbal attackiert, die sie zur Unterstützung von Flüchtlingen und Schutzsuchenden leisten.

"Viele Menschen engagieren sich in Projekten, Einrichtungen und Diensten für Flüchtlinge und Zugewanderte und zeigen das freundliche Gesicht Deutschlands, aber sie werden immer häufiger dafür angefeindet", erklärte Abteilungsleiter bei Caritasverband für das Ruhrbistum, Jürgen Holtkamp, am Dienstag in Essen.

Anfeindungen nehmen zu

Populistische Parolen und menschenverachtende Äußerungen gegen Angehörige anderer Religionen, Hautfarbe oder Nationalität haben laut Holtkamp zugenommen. "Die Caritas steht für eine offene Gesellschaft. Wir finden es wichtig, dass auch unsere Mitarbeitenden Rede und Antwort stehen können und so einen Teil zu einem toleranten, christlichen Miteinander beitragen."

Sprüche wie "Das sind doch alles Wirtschaftsflüchtlinge, die uns die Arbeit wegnehmen" kämen auch von "eigentlich netten" Kollegen, Freunden und Bekannten. Hier seien Gegenfragen wie "Wie kommst Du da drauf? Kennst Du jemanden, der das schon so erlebt hat? Wie kannst Du das belegen?" ein probates Mittel, so Dara Franjic, Referentin für Migration und Expertin für Anti-Diskriminierungsarbeit bei der Caritas im Bistum Essen. "Das Wichtigste ist, ins Gespräch zu kommen. Schweigen ist das Schlimmste, das deuten die meisten als Zustimmung", sagte Franjic.

Antwortenkatalog online

Laut Trainer Sebastian Hammer von der Bochumer Akademie für interkulturelle Handlungskompetenzen (IFAK) kommt es bei solchen Gesprächen auf Mut, Einfühlungsvermögen und Durchsetzungskraft an. "Wichtig sind natürlich auch die sachlichen Argumente", so Hammer.

Etwa, warum überwiegend Männer fliehen, viele Flüchtlinge Handys haben und warum Asylbewerber Deutschen keine Arbeitsplätze wegnehmen. Hierzu fänden sich unter caritas-essen.de/fluechtlinge hilfreiche Links. Weitere Trainings für Multiplikatoren in der Flüchtlingsarbeit sind laut Caritas geplant.

(KNA)

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