In einem Integrationskurs in Hannover
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03.06.2016

Kommunen: Viel Hilfe für Flüchtlinge Unterstützung gewünscht

In der Flüchtlingshilfe haben die Kommunen einer Studie zufolge viel Unterstützung erhalten, etwa von Privatpersonen und Hilfsorganisationen.

Das ergab eine am Freitag in Berlin veröffentlichte Studie "Kommunale Flüchtlings- und Integrationspolitik" des Instituts für Demokratische Entwicklung und Soziale Integration. Doch die Befragten äußerten auch den Bedarf nach mehr Unterstützung von Ländern und vom Bund.

Das Flüchtlingsengagement von Kirchen und religiösen Organisationen wurde von 61,1 Prozent der Befragten als hoch oder sehr hoch bewertet. Den Einsatz von Einrichtungen der Wohlfahrtsvereine schätzten rund 53 Prozent der Befragten als sehr hoch oder hoch ein.

Muslime und Moscheevereine

Muslime und Moscheevereine sind nach Ansicht der Befragten weniger engagiert: Rund 17 Prozent der Befragten bewerteten den Einsatz von Muslimen und Moscheevereinen als sehr hoch oder hoch; Unternehmen bescheinigten dies 9,5 Prozent.

Als "etwas überraschend" bezeichneten die Ersteller der Studie die "vergleichsweise hohen Werte für Kirchen und religiöse Organisationen sowie die sehr niedrigen Werte für Unternehmen".

Privatpersonen

Das freiwillige Engagement von Privatpersonen wurde von rund 80 Prozent der Befragten als sehr hoch oder hoch eingeschätzt, vor allem das von Erwachsenen zwischen 27 und 65 Jahren (79,4 Prozent). Auch das Engagement der Senioren ab 65 Jahren schätzten rund 68 Prozent.

Junge Menschen unter 27 Jahre zeigten nach Meinung der Befragten dagegen weniger Einsatz: Rund 18 Prozent bewerteten ihn als sehr hoch oder hoch.

Politische Ebene

Trotz der Hilfsbereitschaft gaben die befragten Kommunen an, dass sie auf politischer Ebene mehr Unterstützung bräuchten. So sei zwischen Bund, Ländern und Kommunen eine bessere Koordination der Flüchtlingshilfe nötig. Zudem müssten Städte, Gemeinden und Landkreise besser bei der Erstattung der Kosten durch die Länder unterstützt werden.

Jeweils mehr als 90 Prozent der Befragten halten dies der Studie zufolge für sehr wichtig oder wichtig. Zudem bräuchten sie mehr Unterstützung beim Ausbau von Bildungs-, Betreuungs- und Erziehungseinrichtungen, der Ausweitung des sozialen Wohnungsbaus und der Stärkung von Koordination und Begleitung des Ehrenamts.

Bund, Land und Kommune

Laut Studie gibt es bei den Wünschen nach Unterstützung einige "deutliche Differenzen nach Gemeindegrößen". Von rund 90 Prozent der Groß- und Mittelstädte werde eine bessere Koordination der Flüchtlingspolitik zwischen Bund, Land und Kommune sowie eine verbesserte Kostenerstattung gefordert. Vor allem für Großstädte seien die Ausweitung des sozialen Wohnungsbaus und die Stärkung der Arbeitsmarktintegration wichtig (jeweils 97 Prozent).

Die Befragung zur Studie "Kommunale Flüchtlings- und Integrationspolitik" wurde vom 25. Januar bis 5. März 2016 durchgeführt. Es nahmen 270 Städte, Landkreise und Gemeinden teil.

(KNA)

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