Bildungsmesse didacta öffnet ihre Türen
Bildungsmesse didacta öffnet ihre Türen

16.02.2016

Bei Bildungsmesse didacta werden 100.000 Besucher erwartet Neue Lernwege und Lernräume

Köln wird ab Dienstag zur Anlaufstelle der Bildung. Mehr als 100.000 Besucher werden zur Bildungsmesse didacta erwartet. Im Mittelpunkt steht die Integration von Flüchtlingen - auch für die Kirchen und Entwicklungsorganisationen.

Die Integration von Hunderttausenden Flüchtlingen steht im Mittelpunkt der europaweit größten Bildungsmesse didacta, die am Dienstag in Köln beginnt. Doch auch die Besonderheiten des digitalen Lehrens und Lernens, die Lernatmosphäre sowie das Selbstverständnis von Erzieherinnen, Lehrkräften, Aus- und Weiterbildern werden bei den weit über 1.000 Foren, Workshops und Podiumsdiskussionen thematisiert. Erwartet werden mehr als 100.000 Besucher in den Kölner Messehallen.

Bildungssystem in Deutschland steht vor Umwälzungen

Mehr als 800 Aussteller aus 40 Ländern präsentieren fünf Tage lang ihre Angebote rund um Kita, Schule, Hochschule, Aus- und Weiterbildung. Dazu zählten alle namhaften Verlage und die führenden Soft- und Hardware-Unternehmen sowie Medienproduzenten, Bildungseinrichtungen und Verbände. Den Umsatz der Branche schätzt der Verband Bildungsmedien auf 550 Millionen Euro.

Nach den Worten des Präsidenten des Didacta-Verbandes der Bildungswirtschaft, Wassilios E. Fthenakis, steht das Bildungssystem in Deutschland vor gravierenden Umwälzungen. Nicht nur die Integration der Flüchtlinge, sondern auch die Digitalisierung veränderten das Lernen und erforderten neue Lernwege und Lernräume.

Jedes Jahr zeichnet der Didacta Verband Persönlichkeiten, die sich besonders für Bildung, Kinder und Jugendliche stark machen, als "didacta Bildungsbotschafter" aus. In diesem Jahr steht die Preisvergabe ganz im Zeichen von Flucht und Integration: Bildungsbotschafter werden die Journalistin und Moderatorin Dunja Hayali sowie der Kölner Verein Arsch Huh, der zu Zivilcourage und multikulturellem Zusammenwachsen ermuntert.

Kindergärten und Schulen bei Integration von Flüchtlingen gefordert

Keine Frage: Kindergärten und Schulen sind bei der Integration der Flüchtlinge besonders gefordert. Allein 2014 sind knapp 100.000 Kinder und Jugendliche im schulpflichtigen Alter nach Deutschland zugewandert; für 2015 belaufen sich die Schätzungen auf rund 200.000. "Das allgemeinbildende und das berufsbildende Schulwesen steht insbesondere in Ballungsregionen rein quantitativ vor gigantischen Herausforderungen. Kulturell, strukturell und qualitativ ohnehin!", schrieb kürzlich der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus.

Der Vorsitzende des Verbandes Bildungsmedien, Wilmar Diepgrond, sagte dazu, bereits jetzt gebe es eine verstärkte Nachfrage in den Bereichen Deutsch als Fremdsprache und Deutsch als Zweitsprache. Schulen und Bildungseinrichtungen brauchten jedoch mehr Geld, um entsprechende Medien anzuschaffen.

Kaum bekannt ist, welche schulische und berufliche Ausbildung die vielen Flüchtlinge haben. Zudem sind die Schul- und Berufsausbildungen anderer Länder nicht unbedingt mit deutschen Standards vergleichbar. Besonders im frühkindlichen Bereich müssen die Pädagogen sich zunächst einen Eindruck vom Entwicklungsstand der geflüchteten Kinder verschaffen.

Thema Digitalisierung

Doch nicht nur die Integration der Flüchtlinge, sondern auch die Digitalisierung verändere das Lernen, sagte didacta-Verbandschef Fthenakis. Durch Internet und digitale Medien erweitere sich der Lernraum. Diese Revolution habe noch gar nicht richtig begonnen.

Debatten wird es auf der didacta beispielsweise über den Einsatz von Tablets im Unterricht geben. So wird der Blogger und Journalist Sascha Lobo mit dem Chef des Klett-Verlags, Tilo Knoche, diskutieren, ob die Technik wirklich Auswirkungen auf bessere Noten hat oder ob Deutschlands Schulen wegen mangelnder technischer Ausstattung auf eine Bildungsmisere zusteuern.

Kirchen und Entwicklungsorganisationen auch vertreten

Mit eigenen Ständen sind Kirchen und Entwicklungsorganisationen vertreten. Die Kirchen wollen bei 30 Veranstaltungen die Bedeutung christlicher Bildung und religiöser Haltungen für die Wertevermittlung verdeutlichen. Sie laden zum Erfahrungsaustausch über internationale Klassen, Bildungsgerechtigkeit, Inklusion oder bildungsferne Kinder und Jugendliche ein.

Zwölf entwicklungspolitische Organisationen - darunter auch Adveniat, Misereor, Brot für die Welt und das Kindermissionswerk "Die Sternsinger" - wollen mit einem gemeinsamen Stand für globales Lernen im Unterricht werben. Vorgestellt werden Themen wie "Flucht und Asyl", "Nachhaltige Ernährung", "Globalisierung" sowie "Menschen- und Kinderrechte".

Christoph Arens
(KNA)

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