07.03.2019

Fasten liegt offenbar im Trend Bewusster Umgang mit Lebensmitteln

Die Fastenzeit hat begonnen – und Fasten liegt offenbar im Trend, wie aktuelle Umfragewerte bestätigen. Hoch im Kurs steht dabei der Verzicht auf manche Lebensmittel. Auch die Tafeln regen einen bewussten Umgang mit der Ware Essen an.

Zum Beginn der Fastenzeit rufen die Tafeln zu einem bewussteren Umgang mit Lebensmitteln auf. Verbraucher sollten ihr Konsumverhalten hinterfragen, sagte der Vorsitzende des Vereins Tafel Deutschland, Jochen Brühl, in Berlin. "Die Wochen vor Ostern sollten zum Anlass genommen werden, die Verschwendung von Lebensmitteln zu reduzieren."

Der größte Teil falle beim Verbraucher selbst an: Im Schnitt schmeiße er im Jahr 82 Kilogramm genießbare Lebensmittel in den Müll. Darunter seien vor allem Obst und Gemüse, selbst Gekochtes sowie Brot und Backwaren.

Die gemeinnützigen Tafeln sammeln einwandfreie überschüssige Lebensmittel von Herstellern und Händlern und verteilen diese nach eigenen Angaben regelmäßig an etwa 1,5 Millionen bedürftige Menschen in Deutschland.

Immer mehr Menschen halten Fasten für sinnvoll

Fasten liegt offenbar im Trend: 63 Prozent der Deutschen halten den Verzicht einer Umfrage zufolge für gesundheitlich sinnvoll. Das sind 10 Prozent mehr als vor 7 Jahren, wie die Krankenkasse DAK unter Berufung auf eine repräsentative Forsa-Umfrage in Hamburg mitteilte.

Rund 73 Prozent der Fasten-Fans möchten demnach in den kommenden Wochen dem Alkohol widerstehen. Auch der Verzicht auf Süßigkeiten (67 Prozent) und Fleisch (46 Prozent) steht hoch im Kurs. Fast jeder Dritte (29 Prozent) möchte Internet- oder Computer-Fasten. Jeder Fünfte der Befragten (20 Prozent) will auf das Auto verzichten. Die Fastenzeit, auch österliche Bußzeit genannt, dauert 40 Tage, beginnt am Aschermittwoch und endet an Ostern.

Vor allem junge Leute wollen fasten

Mit 81 Prozent finden sich die meisten Fasten-Befürworter in der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen. Von den über 60-Jährigen hielten dagegen nur 54 Prozent die Abstinenz für sinnvoll.

Unterschiede zwischen Männern und Frauen zeigen sich laut Umfrage beim Fasten vor allem in Sachen Ernährung: So gaben Frauen häufiger als Männer an, auf Süßigkeiten (Frauen: 70 Prozent, Männer: 63 Prozent) oder auf Fleisch (Frauen 50 Prozent, Männer: 42 Prozent) verzichten zu wollen. Bei Männern steht Alkohol (Männer: 77 Prozent, Frauen: 69 Prozent) ganz oben auf der Fasten-Liste.

(KNA)

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