Hochwasser in Magdeburg
Hochwasser in Magdeburg
Bischof Feige
Bischof Gerhard Feige

07.06.2013

Bischof Feige bleibt wegen des Hochwassers dem Eucharistischen Kongress fern Magdeburg statt Köln

In Magdeburg ist der Pegelstand der Elbe bereits höher als 2002. Damals musste Bischof Feige seine Wohnung verlassen. Auch diesmal bereitet er sich darauf vor. Im domradio.de-Interview beschreibt er die "eigenartige Stimmung" in seinem Bistum.

domradio.de: Wie sieht es aktuell aus?

Feige: Einige katastrophale Situationen gibt es bereits im Bistum. Beispielsweise in Mühlberg an der Elbe ganz weit im Osten unseres Bistums. Da wurde die Innenstadt evakuiert, und damit auch die Ordensniederlassung der Claretiner und ein kleines geistliches Zentrum. Dann sieht es in Bitterfeld sehr schlimm aus, wo derzeit das Altenpflegeheim evakuiert wird. Der Pfarrer wurde schon vor Tagen in einen Nachbarort evakuiert. Auch Halle, von wo ich stamme, ist betroffen. Dennoch fällt es mir schwer vorzustellen, wo überall Wasser zu finden ist.

domradio.de: Wie wird sich die Situation entwickeln?

Feige: In Magdeburg steht wahrscheinlich der Höchststand am Wochenende bevor, ein Stand von 7,20 Meter wird erwartet. Bei der letzten großen Flut im Jahr 2002 waren es 6,74 Meter. Es wird also stärker sein als damals. Dennoch sind Oberbürgermeister und Krisenstäbe vorsichtig optimistisch, dass Magdeburg doch evtl. alles im Griff behalten kann.

domradio.de: Müssen Sie selber auch Ihr Haus verlassen?

Feige: 2002 musste ich das. Damals war ich zu der Zeit aber in Litauen, da hat eine persönliche Referentin das organisiert. Diesmal ist es so, dass einige Teile der Wohnung in höhere Etagen transportiert wurden. Der Keller ist geräumt. Aber ich muss mich auch darauf vorbereiten, woanders hinzuziehen, meinen Koffer habe ich schon gepackt. Im Moment sieht es aber noch nicht danach aus, wir müssen abwarten. Das ist eine ganz eigenartige Stimmung: Herrliches Sommerwetter, aber man merkt, dass Ungewöhnliches passiert.

domradio.de: Eigentlich wollten Sie auch zum Eucharistischen Kongress nach Köln kommen. Verhindert das Hochwasser Ihre Anreise?

Feige: Ja, ich habe schon vor zwei Tagen abgesagt, weil ich nicht in der Gemütsverfassung bin und auch meine Aufgabe hier in Magdeburg sehe.

domradio.de: Sie haben zur Hilfe für das Bistum aufgerufen. Was genau wird benötigt?

Feige: Momentan helfen Organisationen wie die Malteser und Einzelne, Mitarbeiter kirchlicher Einrichtungen, die selber in Not geraten sind oder einfach nur helfen wollen. Was nach der Flut kommt, müssen wir noch sehen. Geplant ist jedenfalls, dass die 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend sich dieser Aufgabe widmen wird - und weniger andere, bereits geplante Aktionen durchführt.

Das Gespräch führte Hilde Regeniter.

(dr)

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