Janus Fröhlich (r.) mit den "Höhnern"
Janus Fröhlich (r.) mit den "Höhnern"

03.06.2013

Höhner-Schlagzeuger freut sich auf "Euko" "Nach innen Stärke gewinnen"

Auch die Höhner sind Teil des Eucharistischen Kongresses, der diese Woche beginnt. Im domradio.de-Interview spricht Janus Fröhlich, Schlagzeuger der Kölner Kultband, über seine Erstkommunion, seinen Glauben und das bevorstehende Fest.

domradio.de: Wie erinnern Sie sich an Ihre Erstkommunion im Kölner Stadtteil Ehrenfeld?

Fröhlich: Wenn ich mit Rad heute quer durch Ehrenfeld fahre, komme ich an meiner Pfarrkirche St. Barbara vorbei. Die Erinnerungen bleiben also lebendig.

domradio.de: Wie haben Sie die Vorbereitungen auf die Erstkommunion in Erinnerung?

Fröhlich: Als eine spannende Zeit. Man muss ja erst mal alles lernen, beispielsweise: Was ist eine Sünde? Was stellt man schon als Neunjähriger an und darunter vor? Was wirklich dahinter steckt, wird einem erst später klar.

domradio.de: Zu Ihrer Zeit waren die Kommunikanten verpflichtet, vor dem Empfang der heiligen Kommunion ab Mitternacht des Tages nüchtern zu bleiben...

Fröhlich: Ja, wir sind ganz bewusst schon um 6 Uhr aufgestanden, um ein wenig zu frühstücken und damit drei Stunden vor Beginn des Gottesdienstes um 10 Uhr nichts mehr zu essen. Das war die kölsche Lösung.

domradio.de: Und dann haben Sie die Mundkommunion erhalten. Haben Sie in der Situation Druck gespürt? Nach dem Motto: Hoffentlich fällt mir Jesus nicht runter!

Fröhlich: Nein. Ich hatte das Glück, in der Knabenschola von St. Barbara zu sein, da wurde der gregorianische Choral jeden Sonntag am Altar gesungen. Deshalb wusste ich genau, was auf mich zukam.

domradio.de: Und dann durften Sie fortan im Kreise der Erwachsenen die Eucharistie feiern...

Fröhlich: Ein tolles Gefühl! Man gehörte jetzt dazu. Dass man - wie heute - schon vorher an der Hand der Eltern nach vorne gehen durfte, gab es damals nicht. Man musste in der Bank sitzen bleiben und warten, bis die Eltern zurückkehrten.

domradio.de: Also alles in allem ein besonderer Moment in Ihrem Leben?

Fröhlich: Es gibt Bilder, die genau das zeigen. Bilder, auf denen ich mit meinem leider inzwischen verstorbenen Kommunionspartner Hand in Hand auf die Kirche zugehe, im blauen Anzug. Andere zeigen mich, wie im Wohnzimmer am Tisch sitze, die Geschenke um mich herum aufgebaut, meine erste eigene Uhr am Arm. Und sie zeigen den Stolz der Familie: dass der Junge jetzt endlich dazugehört. Das sind schon besondere Erinnerungen.

domradio.de: Was bedeutet der Empfang der Kommunion, das eins werden mit Gott?

Fröhlich: Für mich gehört das einfach zur Religion dazu: Man ist im Glauben und empfängt die Kommunion, weil man ein Mitglied der Kirche ist. Und man wiederholt diesen Ritus, weil man immer wieder darin erinnert werden soll, dass man selber auch für diese Kirche steht.

domradio.de: Was bedeutet Ihnen der Eucharistische Kongress, der nun kommt?

Fröhlich: Für mich ist der Kongress sehr wichtig, weil man nach innen Stärke gewinnen muss, damit man nach außen stark auftreten kann. Man kann all den Problemen dieser Welt mit seinem Glauben entgegentreten und sagen: Ich stehe für Menschlichkeit, Brüderlichkeit, für soziales Einstehen.

Das Gespräch führte Birgitt Schippers.

(dr)

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