Münchner Monstranz soll zum Eucharistischen Kongress einladen
Münchner Monstranz soll zum Eucharistischen Kongress einladen
Msgr. Robert Kleine
Msgr. Robert Kleine

10.04.2013

Monsignore Kleine zum Eucharistischen Kongress Monstranz auf Deutschlandreise

Eine Monstranz reist zurzeit durch alle deutschen Bistümer und wirbt für den Eucharistischen Kongress im Juni in Köln. Monsignore Robert Kleine ist für die Organisation des Glaubensfestes zuständig.

domradio.de: Wo befindet sich denn diese Monstranz gerade?

Dom- und Stadtdechant Monsignore Robert Kleine: Sie ist auf ihrem Weg durch die deutschen Diözesen im Moment in der Diözese Münster angekommen. Dort werden eine Woche lang Gottesdienste gefeiert, wo diese Monstranz genutzt wird, wo es Aussetzungen gibt, eucharistische Anbetungen. In der Woche vor dem Kongress wird sie dann in Köln sein und natürlich auch während der Kongresstage.

domradio.de: Warum trägt sie denn den Namen "Münchner Monstranz"? Monsignore Kleine: Diese Monstranz ist geschaffen worden 1960 für den Eucharistischen Weltkongress, der in München stattgefunden hat. Sie ist ein Erinnerungsstück, das in der Erzdiözese München verblieben ist. Wir haben uns überlegt, schlagen wir einen Bogen von dem letzten internationalen Eucharistischen Kongress zum ersten nationalen deutschsprachigen und schicken wir diese Monstranz auf eine Reise vom ersten Advent an bis zum Eucharistischen Kongress im Juni hier bei uns in Köln durch ganz Deutschland.

domradio.de: Wie hilft uns dieses äußere Zeichen dabei Glauben und Kirche zu spüren?

Monsignore Kleine: Dadurch, dass diese Monstranz in allen deutschen Diözesen gebraucht wird, wird noch einmal sichtbar, dass es sich um ein Fest des Glaubens der ganzen deutschen Kirche handelt. Es ist keine Kölner Veranstaltung, sondern es ist ein Treffen der Diözesen Deutschlands. Und es geht um Christus. Das Weltjugendtagkreuz war ein Symbol für Christus selbst, das ist begrüßt worden, das ist verabschiedet worden. Bei der Monstranz ist es etwas anderes. Da wird eine äußere Hülle verschickt, ein Instrument, eine Zeigewerkzeug - so heißt ja Monstranz übersetzt - und DER Eigentliche ist ja Jesus Christus, der dann jeweils im Allerheiligsten im Gottesdienst eingesetzt wird, aber der äußere Rahmen wandert durch Deutschland, um zu sagen, am Ende geht es um ihn, der unsere Mitte ist.

domradio.de: Die Eucharistie, wir kennen das aus Gottesdiensten, das ist das Geheimnis unseres Glaubens. Die Wandlung von Wein und Brot in Blut und Leib Christi. Warum steht genau das theologisch hinter dem Eucharistischen Kongress?

Monsignore Kleine: Wir feiern diesen Eucharistischen Kongress und dieses Fest des Glaubens in dem Jahr, wo vor 50 Jahren während des Zweiten Vatikanischen Konzils besonders die Liturgie in den Blick genommen wurde: Wie feiern wir Gottesdienst, vorallem auch, wie feiern wir die Heilige Messe, die Eucharistiefeier. Daran erinnern wir uns und das Konzil hat gesagt, die Eucharistie also auch die Begegnung mit Jesus Christus in der Gestalt von Brot und Wein ist Mitte, Quelle und Höhepunkt unseres Lebens als Christen. Vielleicht ist es gut, sich 50 Jahre danach noch einmal zu fragen, ist das wirklich so? Was und wen feiern wir da? Wie kann dies geschehen und dass wir nicht nur über Christus sprechen, sondern vorallem auch in den Gottesdiensten mit ihm.

domradio.de: „Herr, zu wem sollen wir gehen?" – das ist das Leitwort des Eucharistischen Kongresses in Köln, weil viele Menschen auf der Suche sind?

Monsignore Kleine: Ja, es ist ja eine Situation in der damals das Wort gesprochen wurde von Petrus. Viele hatten sich damals von Christus abgekehrt und dann fragt er die Jünger "Wollt auch ihr gehen?" und dann antwortet Petrus "Zu wem sollen wir gehen?". Er hat erkannt, dass Jesus ohne Alternative ist, dass wer zu Jesus kommt, Sinn findet. Das soll in diesen Tagen hier auch in Köln im Mittelpunkt stehen. Dass Christen zusammenkommen, dass sie sich begegnen, dass sie sich austauschen, dass sie miteinander Gottesdienst feiern, aber auch sonst miteinander feiern, dass sie in Musik, in Konzerten, in Lesungen erfahren. Christus ist die Mitte, Christus gibt Sinn für unser Leben und das drückt sich in Musik aus, in Kunstwerken, in bildender Kunst. Ich glaube, wer im Juni nach Köln kommt, erfährt wirklich, dass Jesus Christus der ist, zu dem wir kommen können und gehen sollen.

Das Interview führte Verena Tröster

(dr)

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