Eucharistischer Kongress in Trier vorgestellt
Msgr. Kleine und Kardinal Meisner in Trier
Msgr. Kleine und Kardinal Meisner in Trier

19.02.2013

Katholikentreffen in Köln mit Prominenz aus Kirche und Kultur Glaubensfest in schweren Zeiten

Premiere in Köln: Zum ersten nationalen "Eucharistischen Kongress" erwarten die deutschen katholischen Bischöfe Anfang Juni mehrere Zehntausend Menschen in der Domstadt.

"Eucharistischer Kongress" - das klingt etwas sperrig und wenig massenkompatibel. Und dennoch wollen die katholischen Bischöfe in Deutschland mit dem seit langem angekündigten Treffen in Köln die Menschen mobilisieren. Mehrere Zehntausend Katholiken aus nah und fern werden vom 5. bis 9. Juni in der Domstadt erwartet, wie die Veranstalter am Dienstag auf der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Trier mitteilten. Es handelt sich um eine Premiere im Schatten des Kölner Doms: Nach den beiden Eucharistischen Weltkongressen 1909 - ebenfalls in Köln - und 1960 in München, findet nun zum ersten Mal eine nationale Zusammenkunft dieser Art in Deutschland statt.

Zu der Veranstaltung unter dem Leitwort "Herr, zu wem sollen wir gehen?" hätten sich bereits Zehntausend Besucher angemeldet, teilte Kongress-Sekretär Robert Kleine in Trier mit. Allein für den "Schülertag" (6. Juni), zu dem bundesweit eingeladen wurde, gebe es nahezu 4.000 Anmeldungen. Ziel ist es, die Bedeutung der Eucharistie im Leben der Kirche auf neue Weise bewusst machen. Der Kölner Kardinal Joachim Meisner spricht von einem "Fest des Glaubens". Der Bischofskonferenz-Vorsitzende, Erzbischof Robert Zollitsch, sieht in dem Kongress "eine große Chance, in Zeiten hektischer Betriebsamkeit und mancher Unruhe in der Kirche zu einer gewissen Ruhe und Besinnung zurückzufinden".

Kern des katholischen Selbstverständnisses

Die Eucharistie, also die in der Gestalt von Brot und Wein gefeierte sakramentale Gegenwart Gottes unter den Menschen, gehört zum Kern des katholischen Selbstverständnisses. Dies auch den Katholiken im 21. Jahrhundert wieder in Erinnerung zu rufen, sehen die Bischöfe angesichts sinkender Zahlen von Gottesdienstbesuchern als eine vorrangige Aufgabe der Kirche. Dem Glaubensleben ferner Stehende zieht es vielleicht auch des kulturellen Beiprogramms wegen nach Köln. Die Schriftsteller Martin Mosebach und Navid Kermani sind angefragt, ebenso wie SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles, der Musiker Giora Feidman sowie die Kölner Mundartgruppe Bläck Fööss.

Eröffnet wird das Treffen mit einem Gottesdienst unter freiem Himmel am Mittwochabend am Kölner Tanzbrunnen, dem sich eine Prozession zum Dom anschließt. An den Folgetagen sind gottesdienstliche Angebote, Podien, theologische Vorträge sowie Kirchenführungen und Abendgebete geplant. Spezielle Angebote richten sich an Jugendliche und Familien. Nach einer "Nacht des Lichts" am Samstagabend geht der Kongress am Sonntagmorgen mit einem Pontifikalamt im Rhein-Energie-Stadion zu Ende.

Der Eucharistische Kongress ist Teil des von den deutschen Bischöfen beschlossenen Gesprächprozesses, der 2010 nach dem Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche gestartet worden ist. Er soll dem Austausch, der Glaubensvertiefung und Begegnung dienen. Anstehende Fragen oder Probleme sollen nicht verdrängt oder ausgeblendet werden. Vielmehr gehe es darum, "neue innere geistliche Kraft" zu schöpfen, so Zollitsch. Im Jahr des Glaubens biete der Kongress eine Gelegenheit, Orientierung zu erfahren und zur Mitte des Glaubens zu finden, ergänzte der Kölner Kardinal Joachim Meisner als Gastgeber.

(epd, KNA)

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