Ein Elektromobil des Start-ups "Enuu" fährt auf einer Straße in der Schweiz
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Präses Manfred Rekowski
Manfred Rekowski

03.10.2019

Präses Rekowski seit zehn Jahren mit Elektroauto unterwegs Zur Bewahrung der Schöpfung

Um zur Bewahrung der Schöpfung beizutragen, fährt Präses Manfred Rekowski ein Elektroauto mit grünem Strom. Und das nicht erst seit der Bekanntheit der Umweltaktivistin Greta Thunberg und "Fridays for Future".

DOMRADIO.DE: Sie machen das nicht erst seit Greta. Sie fahren schon seit rund zehn Jahren einen kleinen gelben Flitzer, der seine PS aus grünem Strom bezieht. Wie sieht das gute Stück aus?

Manfred Rekowski (Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland): Im Prinzip kann man es als Dreirad beschreiben, es ist aus Kunststoff, hat einen Aluminiumrahmen und ist etwa 60 bis 70 Zentimeter hoch. Es fällt also im Stadtbild sehr auf. Ich erlebe, dass Kinder, wenn ich unterwegs bin, schon mal kreischen oder Senioren aufgeschreckt gucken. Das Auto ist auch ein Blickfang. Aber er hat eine Reichweite von 60 Kilometern. Im Stadtverkehr kann ich in Wuppertal damit alles erreichen, was ich erreichen muss.

DOMRADIO.DE: Wie genau funktioniert das jetzt mit dem Strom aus erneuerbarer Energie?

Rekowski: Ich beziehe privat zuhause Ökostrom und ich lade mein E-Auto ganz normal an der Steckdose. Nach vier bis fünf Stunden ist es dann wieder aufgeladen und dann so leistungsfähig, dass ich mich im Stadtverkehr ganz normal mit Tempo 50 bewege.

Die Lebensdauer der Batterien, das sagt der Produzent, beträgt ungefähr sieben Jahre. Ich habe jetzt die zweiten oder dritten und das funktioniert ganz gut.

DOMRADIO.DE: Man kann ihr gelbes E-Mobil googeln im Internet. Wenn man sich das anguckt, dann sieht es schon ein bisschen klein und zerbrechlich aus. Haben Sie nicht manchmal auch ein wenig Angst, wenn Sie da zwischen lauter riesigen SUVs durch die Gegend kurven?

Rekowski: Es ist schon so, dass ich auch versuche für die anderen Verkehrsteilnehmer mitzudenken, schon aus Selbsterhaltungsgründen. Wenn ich auf Höhe eines Lastwagens bin, dann bin ich schon sehr vorsichtig. Gerade wenn es ums Abbiegen geht oder beim Spurwechsel. Aber ich muss sagen, ich bin – abgesehen von einem Unfall, den ich mal hatte, den ich aber gut überstanden habe – in keine prekäre Situation gekommen. Insofern bewege ich mich eigentlich angstfrei im Stadtverkehr.

DOMRADIO.DE: Ihre Botschaft – auch das kann man im Internet sich mal angucken – haben Sie auf das Fahrzeug aufdrucken lassen: "Solarstrom bewegt. Glaube auch!". Werden Sie da manchmal drauf angesprochen?

Rekowski: Ja! Ich sag manchmal, ich kann mich im Stadtverkehr genauso schnell bewegen wie andere Fahrzeuge auch. Aber ich brauche oft mehr Zeit, weil ich, wenn ich aussteige von Menschen angesprochen werde. Wobei sich das meistens darauf bezieht, wie ist der Antrieb? Wie lädt man das Auto? Wie lange halten die Batterien? Aber diesen Spruch, den wir da drauf geschrieben haben, "Solarstrom bewegt. Glaube auch!", der ist natürlich sehr plakativ. Damit will ich aber auch deutlich machen, Bewahrung der Schöpfung hat etwas mit meinem Glauben zu tun. Da dieses Auto eben ein Blickfang ist, ist das dann immer wieder Thema.

DOMRADIO.DE: Viele Menschen stellen sich dann die Frage, was kostet das? Können wir uns das leisten? Wie sieht das Preis-Leistungsverhältnis bei Ihrem E-Mobil aus? Könnte das Modell sein für andere Leute in der Kirche?

Rekowski: Ich glaube, das Fahrzeug hat damals vor 14 Jahren 8.500 Euro gekostet. 8.500 Euro ist für vergleichsweise wenig Auto schon eine Menge Geld. Da ist nicht viel Komfort drin, aber ich sitze im Trockenen und habe alles, was ich für eine Autofahrt brauche. Es hilft mir um von A nach B zu kommen. Mehr Auto brauche ich nicht, ich habe auch noch sehr viel Ladefläche. Ich kann durchaus damit auch den Wochenendeinkauf erledigen. Ich habe damals entschieden, dass ich das entsprechend investiere.

DOMRADIO.DE: Wir haben schon gesagt, Sie machen das schon viel länger als Greta Thunberg bekannt ist. Aber die Leute bringen das spontan miteinander in Verbindung. Sie haben mir gerade von einer ganz lustigen Begegnung erzählt.

Rekowski: Ja, das war ganz nett. Am letzten Samstag hatte ich auf einen Supermarkt-Parkplatz geparkt und da fragte mich ein kleines Mädchen etwas ungläubig, ist das ein Auto? Das hab ich ganz keck mit "Ja" beantwortet, auch wenn manche finden, diese Bezeichnung sei etwas übertrieben. Dann fragte sie, kommt da hinten kein Gas raus? Das hatte ich dann auch bejaht. Und dann schlussfolgerte das Mädchen "Ah, wegen Greta!". Das fand ich ganz nett zu erleben, dass das wofür Greta einsteht, auch bei Grundschulkindern angekommen ist. Das fand ich eine ganz schöne Begebenheit.

Das Gespräch führte Hilde Regeniter.

(DR)

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