Der Wiener Kardinal Schönborn
Christoph Kardinal Schönborn

31.01.2019

Kardinal Schönborn blickt auf den Missbrauchsgipfel "Keine Wunder erwarten"

Der österreichische Kardinal Christoph Schönborn hat die Erwartungen an das weltweite Bischofstreffen zum Missbrauchsskandal im Februar im Vatikan gedämpft. "Man darf keine Wunder erwarten", sagte er in einem Interview.

"Es wird ein schmerzlicher und langer Prozess." Dass Papst Franziskus darauf setze, einen gemeinsamen Weg zu finden, bezeichnete der Wiener Erzbischof gegenüber dem "Stern" (Donnerstag) jedoch als klug.

Wichtigste Lektion für die Kirche aus dem Missbrauchsskandal sei, dass sie für die Opfer Empathie empfinden müsse, so der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz. "Die Ehre eines Kardinals darf nie über dem Schutz der Betroffenen stehen. Das muss die Leitlinie sein."

Eigenes Verhalten als "naiv" bezeichnet

Dass er seinen Amtsvorgänger Kardinal Hans Hermann Groer (1919-2003) zunächst gegen Missbrauchsvorwürfe verteidigt hatte, nannte Schönborn naiv: "1995 haben uns die Ereignisse überrumpelt, wir waren hilflos. Es dauerte viel zu lange, bis wir erkannten, dass die schonungslose Wahrheit der einzige Weg ist." Groer, der von 1986 bis 1995 Erzbischof von Wien war, wurde des schweren sexuellen Missbrauchs beschuldigt, was zu seinem Rücktritt führte.

Zur gleichgeschlechtlichen Ehe sagte der Kardinal, der Mitglied mehrerer römischer Kurienbehörden ist: "Persönlich finde ich es berührend, dass sich in einer Zeit, in der die Ehe an Strahlkraft verliert, gleichgeschlechtlich empfindende und lebende Paare diese Höchstform der Partnerschaft wünschen." Seine Überzeugung sei dennoch, dass die Ehe "für Mann und Frau ist - jene Beziehung aus der neues Leben entstehen kann".

Abschaffung des Zölibats nicht ausgeschlossen

Eine Abschaffung des Pflichtzölibats für Priester schloss Schönborn nicht aus. Er habe keine eindeutige Antwort auf diese Frage. Allerdings betone Jesus in seinen Reden, dass man die Tradition nicht höher stellen solle als die Nächstenliebe.

In der Flüchtlingsfrage bereite es ihm Sorge, dass in der aktuellen Debatte der humanitäre Aspekt ganz in den Hintergrund trete, so Schönborn. "Wir müssen daran erinnern, dass es sich um Menschen handelt." Die meisten hätten ihre Heimat nicht freiwillig verlassen.

"Aber ich stimme mit Bundeskanzler Sebastian Kurz überein, dass es eines Ordnungsrahmens bedarf."

(KNA)

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