Antisemitismus in Schulen lässt sich nicht wegwischen
Antisemitismus in Schulen lässt sich nicht wegwischen
Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung: Felix Klein
Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung: Felix Klein

05.05.2018

Meldesystem für antisemitische Vorfälle an Schulen gefordert "Wir dürfen die Schulen damit nicht allein lassen"

Felix Klein sieht weiteren Schritt gegen Antisemitismus Der Antisemitismusbeauftragte der Regierung will ein Meldesystem einführen und Schulen stärker unterstützen. Auch muslimischen Gemeinden und Verbände sollen sich stärker einsetzen.

Der neue Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, fordert ein Meldesystem für antisemitische Vorfälle an Schulen. "Man müsste das verzahnen mit einem allgemeinen bundesweiten Meldesystem", sagte Klein der "Frankfurter Rundschau" am Samstag. Es sei verständlich, aber der falsche Weg, wenn Schulen Angst davor hätten, dass antisemitische Vorfälle bekannt würden: "Wir müssen ein Klima herstellen, in dem klar wird, dass es inakzeptabel ist, wenn auf dem Schulhof beispielsweise Morddrohungen ausgesprochen werden, weil ein Kind jüdisch ist."

Beim Kampf gegen Antisemitismus müssten Schulen und Lehrer besser unterstützt und vorbereitet werden, so Klein weiter. "Wir dürfen die Schulen damit nicht allein lassen. Dafür müssen auch die notwendigen Mittel bereitgestellt werden." Die bisherigen Konzepte beim Kampf gegen Antisemitismus und bei der Vermittlung der Bedeutung von jüdischem Leben in Deutschland reichten nicht aus. "Wir müssen neue Formen entwickeln, um muslimische Jugendliche anders an das Thema Holocaust heranzuführen."Das gelte aber auch für alle anderen Jugendlichen in Deutschland.

Bestes Mittel rasche Integration

Klein sagte, das beste Mittel gegen den von muslimischen Flüchtlingen importierten Antisemitismus sei eine rasche Integration. "Es ist eine Integrationsaufgabe zu vermitteln, dass Antisemitismus in Deutschland nicht geduldet wird." Klein sprach sich auch dafür aus, dass Besuche in Holocaust-Gedenkstätten für Schüler die Regel sein sollten. "Ich halte solche Besuche auf jeden Fall für sinnvoll", sagte Klein. "Sie müssen aber gut vor- und nachbereitet werden."

In der "Berliner Zeitung" am Samstag forderte Klein auch die muslimischen Gemeinden und Verbände in Deutschland dazu auf, sich stärker im Kampf gegen Antisemitismus zu engagieren: "Sie würden damit ein positives Signal setzen, dass Antisemitismus für die große Mehrheit der in Deutschland lebenden Muslime tabu ist."

Als größtes Problem bezeichnete der Diplomat, der seit Dienstag im Amt ist, dass Antisemitismus wieder in der Mitte der Gesellschaft hoffähig werde. Dazu trage auch eine Partei wie die AfD bei, "wenn führende Vertreter eine 'erinnerungspolitische Wende um 180 Grad' fordern". Klein nannte es nicht glaubwürdig, wenn AfD-Parteichef Alexander Gauland das besondere Verhältnis Deutschlands zu Israel betone, gleichzeitig aber zulasse, dass solche "skandalösen Äußerungen" geduldet würden.

(KNA)

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