Trauer und Entsetzen nach Amoklauf in einer Schule in Florida
Trauer und Entsetzen nach Amoklauf in einer Schule in Florida
Daniel Nicholas Kardinal DiNardo
Daniel Nicholas Kardinal DiNardo

15.02.2018

Papst und US-Bischöfe bestürzt über Amoklauf in Florida Trauer und Entsetzen

Ein 19-Jähriger schießt an einer High School in Florida um sich. 17 Menschen sterben, darunter auch Schüler. Der Täter ist gefasst. Der Papst und die US-amerikanischen Bischöfe verurteilen den Amoklauf und rufen zum Gebet für die Opfer auf.

Der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz der USA, Kardinal Daniel N. DiNardo, verurteilte in einer Stellungnahme aus der Nacht zum Donnerstag zudem "sinnlose Schusswaffengewalt".

Papst Franziskus zeigte sich "tief betrübt" und versicherte alle Betroffenen seiner geistlichen Nähe. Er hoffe auf ein Ende dieser "sinnlosen Gewaltakte, heißt es in einem von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterzeichneten Telegramm an Miamis Erzbischof Thomas Wenski.

Erzbischof Thomas G. Wenski aus Miami erklärte, es sei erschütternd, "wenn unschuldige Kinder sinnloser Gewalt zum Opfer fallen". Nun gelte es, in Zeiten der Trauer zusammen zu stehen. DiNardo rief zudem zum gemeinschaftlichen Einsatz für eine Gesellschaft auf, in der weniger Tragödien durch Waffengewalt verursacht werden.

17 Tote nach Schüssen an Schule in Florida

17 Menschen haben durch die Schüsse eines 19-Jährigen an einer High School in Parkland im US-Bundesstaat Florida ihr Leben verloren. Mindestens ein Dutzend weitere sind zum Teil schwer verletzt worden, sagte der zuständige Bezirkssheriff Scott Israel nur Stunden nach der Tat. Nach Krankenhausangaben werden noch 14 Menschen stationär behandelt, drei von ihnen seien im kritischen Zustand.

Der Schütze wurde anschließend festgenommen und abgeführt. Er habe sich ohne Widerstand festnehmen lassen. In sozialen Netzwerken machten Bilder die Runde, auf denen ein Mann zu sehen ist, der von Polizisten in Handschellen abgeführt wird.

Täter war von Schule verwiesen worden

"Es handelt sich nicht um einen derzeit an der Schule befindlichen Schüler", betonte Israel. Allerdings sei der junge Mann früher an der Schule gewesen und aus disziplinarischen Gründen der Einrichtung verwiesen worden. Genaue Gründe für die Maßnahme nannte der Sheriff nicht. Ein Lehrer hatte Medienvertretern gesagt, der Junge sei als Sicherheitsrisiko angesehen worden und habe schon vor seiner Entlassung das Gelände nicht mit einem Rucksack betreten dürfen.

An der Schule spielten sich nach den Schüssen entsetzliche Szenen ab. Fernsehbilder zeigten, wie Rettungskräfte Verletzte auf Tragen zu Krankenwagen transportierten. "Es ist chaotisch", schrieb Sheriff Israel auf Twitter. Nach seinen Angaben wurden 13 Menschen im Schulgebäude und zwei weitere auf der Straße vor dem Gebäude erschossen. Zwei weitere Menschen seien im Krankenhaus ihren Schussverletzungen erlegen.

Der Täter habe große Mengen Munition bei sich gehabt. Nach Medienberichten benutzte er eine halbautomatische Waffe des Typs AR-15 - oder einen Nachbau dieses Modells. Diese Waffe wurde auch bei anderen Aufsehen erregenden Bluttaten benutzt, etwa im vergangenen Jahr in Las Vegas, als bei einem Massaker 59 Menschen starben.

Viele der insgesamt mehr als 3000 Schüler der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland verließen die Schule unverletzt. Die Schülergruppen wurden von bewaffneten Polizisten begleitet. Augenzeugen berichteten, im Schulhaus der Highschool sei "eine Menge Blut" zu sehen gewesen.

Präsident Trump informiert

Am Rande des weiträumig abgesperrten Areals warteten Eltern voller Sorge auf ihre Kinder. Die Schule wird von Schülern der Jahrgänge neun bis zwölf besucht, sie gilt als angesehen. Viele Schüler schrieben aus dem Schulgebäude SMS-Nachrichten an ihre Eltern und fragten nach Rat, da sie Schüsse gehört hätten.

US-Präsident Donald Trump ließ sich nach Angaben des Weißen Hauses über die Lage in Florida unterrichten. "Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Betroffenen", hieß es in einer Stellungnahme. Das Weiße Haus sagte wegen der Entwicklung in Florida die täglich stattfindende Pressekonferenz mit Regierungssprecherin Sarah Sanders ab.

Erst vor drei Wochen waren in Kentucky zwei Schüler durch Kugeln ums Leben gekommen. Regierung und Parlament haben Forderungen nach einer Verschärfung von Waffengesetzen bisher stets eine Absage erteilt. Das republikanisch regierte Florida gehört zu den Bundesstaaten mit eher laxen Waffengesetzen.

(KNA, dpa)

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