04.10.2017

Abtreibungsgesetz in den USA nimmt erste Hürde Abtreibung nach 20 Wochen soll strafbar werden

Ein neues Abtreibungsgesetz hat in den USA die erste parlamentarische Hürde genommen. Im Repräsentantenhaus stimmten 237 Abgeordnete für ein Abtreibungsverbot nach der 20. Schwangerschaftswoche.

Das US-Repräsentantenhaus hat sich für einen Gesetzentwurf ausgesprochen, demzufolge Abtreibungen nach der 20. Schwangerschaftswoche unter Strafe gestellt werden sollen. Am Dienstag (Ortszeit) stimmten 237 Abgeordnete für und 189 gegen das Vorhaben. Ärzten, die nach der 20. Woche Abtreibungen vornehmen, drohen dem Gesetzentwurf zufolge fünf Jahre Gefängnis. Beinahe alle republikanischen Abgeordneten votierten dafür, fast alle demokratischen dagegen. Präsident Donald Trump befürwortet den Entwurf.

Das Repräsentantenhaus hatte bereits 2013 und 2015 ähnliche Gesetze beschlossen. Beide Male scheiterten die Vorlagen im Senat. Dort benötigen solche Gesetze die Zustimmung von 60 der 100 Senatoren. Der neue Entwurf des Repräsentantenhauses habe keine Chance, sagte die demokratische Senatorin Patty Murray der "Washington Post".

Schmerzempfinden der Föten schon vorhanden

Befürworter des Verbots argumentieren, dass Föten nach der 20. Schwangerschaftswoche Schmerzen empfänden. Das Repräsentantenhaus habe "einen gigantischen Schritt" gemacht, um die "verabscheuenswürdigen" Spätabtreibungen zu stoppen, lobte der konservative Verband "Koalition für Glaube und Freiheit". Die Familienplanungsorganisation Planned Parenthood Action hingegen erklärte, der Entwurf sei Teil des konservativen Vorhabens, alle Abtreibungen zu verbieten. 99 Prozent aller Abbrüche würden vor der 21. Schwangerschaftswoche vorgenommen. Nach Darstellung des US-amerikanischen Verbandes der Frauenärzte können Föten frühestens nach 24 Wochen Schmerz empfinden. Zuvor habe der Fötus "nicht die physiologische Kapazität, Schmerz zu fühlen".

Laut dem Familienplanungsinstitut Guttmacher Institute wurden in den USA im Jahr 2014 rund 926.200 Schwangerschaften abgebrochen. Die Abtreibungsrate sei mit 14,6 Abbrüchen je 1.000 Frauen zwischen 15 und 44 Jahren niedriger gewesen als jemals zuvor seit 1973. Rund 45 Prozent der Schwangerschaften in den USA seien ungeplant. 40 Prozent dieser Schwangerschaften endeten mit einer Abtreibung.

(epd)

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