Das Ende der Ebola-Epedemie ist in Sicht
Das Ende der Ebola-Epedemie ist in Sicht

14.08.2015

WHO erhofft Sieg über Ebola-Epidemie bis Jahresende "Die Lage hat sich stark verbessert"

Mehr als 11.000 Menschen sind in Westafrika seit Ende 2013 an Ebola gestorben. Nun glaubt die Weltgesundheitsorganisation, die Epidemie bis zum Jahresende besiegen zu können. Die Bundesregierung gibt derweil Hilfe für andere Teile Afrikas frei.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält ein baldiges Ende der Ebola-Epidemie in Westafrika für möglich. Wenn weiter so intensiv nach Infizierten gesucht und Neuansteckungen verhindert würden wie momentan, könne das Virus bis Jahresende besiegt werden, sagten führende WHO-Vertreter vor dem UN-Sicherheitsrat in New York. Deutschland stellte unterdessen fünf ostafrikanischen Staaten 30 Millionen Euro zur Bekämpfung von Tropenkrankheiten bereit.

In den westafrikanischen Ländern Liberia, Sierra Leone und Guinea haben sich seit Ende 2013 bei dem größten bislang bekannt gewordenen Ebola-Ausbruch rund 27.800 Menschen mit dem Virus infiziert. Mehr als 11.200 Menschen starben. Gegen die Infektion gibt es noch keine zugelassenen Heilmittel, an Impfstoffen wird geforscht.

Internationale Gemeinschaft arbeitete eng zusammen

WHO-Generaldirektorin Margaret Chan lobte in New York die Verbesserung von Kontrollmethoden und Leistungsfähigkeit der internationalen Helfer. Im Vergleich zur Situation vor noch nicht einmal einem Jahr sprach sie von einem "Unterschied wie Tag und Nacht". Die beispiellose Reaktion von internationaler Gemeinschaft und nationalen Regierungen habe ermöglicht, die Krankheit in den Griff zu bekommen. Das Ziel, die Epidemie bis Jahresende zu besiegen, bedeute konkret, die Fallzahlen auf null zu senken "und auf null zu bleiben", erklärte Chan.

Um auf künftige Epidemien besser vorbereitet zu sein, stellte die Generalsekretärin eine Reihe von Reformen in Aussicht. So soll bei der WHO unter anderem eine globale Arbeitsgruppe für Gesundheitsnotfälle geschaffen werden. Zudem will Chan Richtwerte einführen, um die Effektivität von Hilfseinsätzen zu messen. Auch die Suche nach Geldgebern will sie verbessern.

Deutschland sagt Ostafrika finanzielle Hilfen zu

Das Bundesentwicklungsministerium in Berlin sagte der Ostafrikanischen Gemeinschaft 30 Millionen Euro für den Kampf gegen Tropenkrankheiten zu. Damit würden Beschlüsse des G-7-Gipfels vom Juni im oberbayerischen Elmau umgesetzt, teilte das Ministerium am Freitag mit. Der Gemeinschaft gehören die Länder Kenia, Tansania, Uganda, Ruanda und Burundi an.

Demnach sollen mit zwei Dritteln des Geldes Impfstoffe gekauft werden. Die restlichen zehn Millionen Euro dienen der Verbesserung von Lieferketten. So verderben in Ostafrika den Angaben nach häufig Impfstoffe, weil sie nicht ausreichend gekühlt werden.

Die Staats- und Regierungschefs der G-7-Staaten hatten in ihrer Abschlusserklärung zugesagt, den Kampf gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten zu unterstützen. Laut dem Dokument sollte vor allem die Forschung an neuen Impfstoffen gefördert werden.

 

(epd)

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