03.01.2013

Richard Williamson muss wieder vor Gericht Wegen Volksverhetzung

Der britische Holocaust-Leugner und Traditionalisten-Bischof Richard Williamson muss sich im Januar erneut in Deutschland wegen Volksverhetzung vor Gericht verantworten. Die Verhandlung am Amtsgericht Regensburg ist für den 16. Januar angesetzt.

Das Amtsgericht Regensburg erließ Anfang Oktober 2012 einen Strafbefehl gegen den Bischof und verhängte eine Geldstrafe von 100 Tagessätzen. Williamson erhob dagegen Einspruch. In der nun stattfindenden Hauptverhandlung werden dem Gericht zufolge sowohl ermittelnde Polizeibeamte als auch die schwedischen Journalisten als Zeugen geladen. Ob der Angeklagte selbst anwesend sein wird, ist unklar. Er müsse nicht persönlich erscheinen, erklärte der Gerichtssprecher. Der Anwalt des Bischofs war nicht zu erreichen.

Am 1. November 2008 hatte Williamson in einem in Zaitzkofen bei Regensburg geführten Interview mit einem schwedischen Fernsehsender die Zahl der von den Nazis ermordeten Juden auf höchstens 300.000 beziffert und die Existenz von Gaskammern bestritten.

Weltweite Schlagzeilen zum Jahresbeginn 2009

Notwendig ist die erneute juristische Auseinandersetzung, da das Oberlandesgericht (OLG) Nürnberg im Februar 2012 eine erste Verurteilung Williamsons zu einer Geldstrafe wegen eines Verfahrensfehlers kassiert hatte. Nach Auffassung des OLG hatte das Regensburger Amtsgericht seinem Urteil lediglich eine «Vorbereitungshandlung und demnach ein (noch) nicht strafbares Verhalten» zugrundegelegt. Entscheidend sei aber, wo und wie der Inhalt des Interviews veröffentlicht und auch in Deutschland bekanntgeworden sei.

Weltweite Schlagzeilen gab es zu Jahresbeginn 2009, als Papst Benedikt XVI. wenige Tage nach der Veröffentlichung des Interviews die Exkommunikation der vier Bischöfe der traditionalistischen Priesterbruderschaft Papst Pius X. aufhob, zu denen auch Williamson damals zählte. Erst später stellte der Vatikan klar, dass der Papst Williamsons Äußerungen zum Holocaust nicht gekannt habe und dass die vier Bischöfe weiterhin von den kirchlichen Ämtern suspendiert seien.

Mittlerweile hat die Piusbruderschaft Williamson aus ihrer Gemeinschaft ausgeschlossen. Er habe sich «seit mehreren Jahren von der Führung und Leitung der Priesterbruderschaft entfernt und sich geweigert, den Respekt und den Gehorsam zu bezeigen, den er seinen rechtmäßigen Oberen schuldet», begründete sie im Oktober vergangenen Jahres den Ausschluss. Der Vatikan führte seit Ende 2009 Gespräche mit den Piusbrüdern über eine mögliche Einigung. Eine Entscheidung über die Rückkehr zur katholischen Kirche ist weiterhin offen.

 

(KNA)

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