Impfzentrum Köln
Impfzentrum Köln
Mit ihrem neuen Impf-Begleitdienst 80plus möchten die Malteser bewegungseingeschränkten Senioren mehr Sicherheit geben.
Mit ihrem neuen Impf-Begleitdienst 80plus möchten die Malteser bewegungseingeschränkten Senioren mehr Sicherheit geben.

26.02.2021

Kölner Malteser bieten Impfservice für über 80-Jährige an Der große Knackpunkt sind die Termine

Nicht jeder Über-80-Jährige ist mobil genug, um selbst zum Impfzentrum zu kommen oder sich dort zurecht zu finden. Die Kölner Malteser bieten deshalb Hilfe an: Von der Terminbuchung über den Transfer bis zur Begleitung im Impfzentrum. 

DOMRADIO.DE: Woher kam diese Idee für einen Impf-Begleitservice für über 80-Jährige?

Andrea Ferger-Heiter (Stadtgeschäftsführerin der Malteser Köln): Die Idee ist schon Anfang Januar entstanden, als klar war, dass das Impfzentrum öffnen wird. Wir wissen, dass es sehr groß ist und dass die Über-80-Jährigen dort hinfahren müssen, um sich impfen lassen zu können. Bei den Hausärzten ist es ja im Moment noch nicht möglich. Da wir einige Projekte für und mit älteren Menschen haben, haben wir uns relativ schnell gedacht, dass das für einige schwierig werden könnte.

DOMRADIO.DE: Das große Impfzentrum ist in den Kölner Messehallen. Da muss man sich auch erst einmal zurechtfinden, oder?

Ferger-Heiter: Es ist zwar alles sehr gut organisiert, aber es sind natürlich lange Wege zurückzulegen. Ganz am Anfang hieß es, dass man gar keine Begleitperson mitnehmen darf. Das hat sich zum Glück geändert. Eine Begleitperson darf jetzt den kompletten Impfprozess begleiten. Das ist schon für viele Ältere eine große Sicherheit, wenn jemand mitgehen kann.

DOMRADIO.DE: Sind Sie bei der Termin-Buchung auch schon mit im Boot?

Ferger-Heiter: Im Grunde ist unsere Hauptidee, dass wir drei bis vier Personen aus einem Stadtbezirk bündeln. So wird das für unsere Ehrenamtlichen, die begleiten und das Auto fahren, und auch für die Gäste, die mitfahren, machbar. Sonst braucht es einfach viel zu viel Zeit, wenn wir vom Norden erst in den Süden fahren, um die Personen abzuholen. Wir sammeln also erst ein paar Tage, bündeln dann im Stadtbezirk und organisieren dann an einem Tag die Impftermine für diese drei bis vier Personen.

DOMRADIO.DE: Ist es für Sie als Hilfsdienst schwierig, beim Impfzentrum vier Termine auf einmal zu bekommen?

Ferger-Heiter: Bei Ehepaaren geht es inzwischen gut, vor allem wenn man telefonisch Termine vereinbart. Digital ist das Problem, dass man für jede Anmeldung eine eigene E-Mail-Adresse braucht. Seit kurzem kann man auch zwei Personen anmelden. Wir können mir unserem Service jetzt erst starten, weil wir sehr lange mit der Kassenärztlichen Vereinigung in Düsseldorf überlegt haben, wie wir das hinbekommen können. Da haben wir jetzt eine Lösung gefunden, sodass wir tatsächlich für drei bis vier Personen einen Tag zum Impfen erhalten können.

DOMRADIO.DE: Wie machen Sie das mit einem corona-konformen Transport?

Ferger-Heiter: Unsere Transporter sind normalerweise 9-Sitzer. Wir nehmen jetzt maximal drei bis vier Gäste mit, plus Fahrer und einer Begleitperson. Wir haben die Fahrzeuge mit Trennscheiben ausgestattet. Die Gäste haben entweder schon FFP2-Masken dabei oder bekommen sie von uns und werden dann mit Abstand gesetzt. Sofern möglich werden auch die Fenster ein Stück weit geöffnet. Nach jeder Fahrt wird desinfiziert. Unsere Ehrenamtler sind alle entsprechend geschult. Wir haben ja monatelange Erfahrungen damit, weil wir ja auch einen Einkaufsservice anbieten. Das klappt ziemlich gut bis jetzt und bisher ist auch nichts passiert.

Wir möchten besonders die Menschen ansprechen, die eine Hilfe brauchen, weil sie nicht mehr so gut laufen können, einen Rollator haben oder auch einen Rollstuhl. Am besten ist natürlich, wenn man sie noch ins Fahrzeug setzen kann. Wir haben aber auch ein Fahrzeug, in dem man einen Rollstuhl befestigen kann. Mit Rollator ist es gar kein Problem. Wir haben auch einen Leih-Rollstuhl, den wir mitnehmen können. Im Impfzentrum selbst gibt es auch Rollstühle.

DOMRADIO.DE: Gibt es in anderen Städten vergleichbare Angebote?

Ferger-Heiter: Es gibt noch nicht so viele Angebote, weil die Terminvergabe der riesen Knackpunkt ist. Das gestaltet sich ja inzwischen etwas besser.

Ich weiß aus unserer Erzdiözese Köln, dass in Engelskirchen ein Projekt an den Start gegangen ist. Das ist ein Kooperationsprojekt mit der Gemeinde. Die Gemeinde hat die Koordination und die Malteser unterstützen. In Köln gibt es auch viele Hilfsangebote von Nachbarschaften, von Bürgerzentren. Aber das ist nicht die Rundum-Begleitung, die wir jetzt anbieten.

DOMRADIO.DE: Erwarten Sie eine hohe Nachfrage?

Ferger-Heiter: Wir haben es breit gestreut und wir haben ganz, ganz viele positive Rückmeldungen bekommen, dass das eine sehr gute Idee ist. Ich hatte beim Gesundheitsamt Köln nachgefragt und es ist so, dass in Köln noch über 20.000 Personen über 80 Jahren zu impfen sind. 

Das Interview führte Uta Vorbrodt. 

(DR)

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