Einschulung in der Kölner Domsingschule
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14.08.2020

Einschulung in Corona-Zeiten ​Unter Gottes Schutz und Schirm

Abstandsregeln, Hygienevorschriften und kein Chorgesang – die Einschulungen fanden in diesem Jahr unter ganz neuen Vorzeichen statt. Auch in der Kölner Domsingschule. Feierlich war es für die Erstklässler trotzdem, vor allem der traditionelle Auftakt im Dom.

Es ist ein buntes Bild – wie in jedem Jahr. Und doch so ganz anders als sonst üblich. Vor dem Dom bildet sich am Morgen eine lange Schlange mit aufgeregten Erstklässlern, die es kaum erwarten können, ihre großen Schultüten im Arm halten und nur von ihren Eltern und eventuell noch ihren Geschwistern begleitet werden. Großeltern, Paten und Freunde, die diesen feierlichen Schritt in einen neuen Lebensabschnitt auch gerne begleiten würden, sind in diesem Jahr beim Einschulungsgottesdienst der Kölner Domsingschule nämlich nicht zugelassen. Die für Gottesdienste geltenden Hygiene- und Abstandsregeln werden auch an diesem besonderen Festtag von den Verantwortlichen im Dom ernst genommen und lassen keine Ausnahme zu. Dazu gehört auch, dass jeder beim Betreten des Domes einen Mundschutz tragen muss und diesen erst an seinem Platz abnehmen darf.

Domschweizer Fabian Frerich kontrolliert anhand einer Liste, dass auch wirklich nur die den Dom betreten, die über die Schulleitung zu dieser Feier angemeldet worden sind. Eine genaue Sitzordnung wurde im Vorfeld festgelegt. Und ein Häkchen macht Frerich erst auf dem Papier, wenn er die angegebene Personenzahl mit seinen Vorgaben abgeglichen hat. Und das dauert. Denn freundlich fragt er zunächst jedes Kind nach seinem Namen, erklärt, dass unmittelbar beim Eintritt in die Kirche Schulleiterin Gertrud Trebels und Konrektorin Annette Riehm die Familie dann abholen und ihr die entsprechende Bankreihe zuweisen – wohlgemerkt mit dem nötigen Abstand von zwei Metern nach allen Seiten – und wünscht den noch schüchtern wirkenden I-Dötzchen einen tollen Tag.

Erster Schultag beginnt traditionell mit Gottesdienst im Dom

Schulseelsorger Burkhard Hofer gibt sich alle Mühe, unter diesen Bedingungen dennoch so viel Normalität wie möglich herzustellen und die für ihn auch sonst wichtigen Elemente eines solchen Einschulungsgottesdienstes seinen kleinen Zuhörern und deren Eltern verständlich zu erklären. Was fehlt – zu Nicht-Corona-Zeiten aber wesentlicher Bestandteil dieser Feier ist – sind der Chorgesang der Schüler aus den zweiten, dritten und Schuljahre, mit denen die Älteren den Erstklässlern zeigen wollen, dass Singen in der Domsingschule etwas ganz Elementares ist. Und auch der persönliche Segen in der Vierung für jedes einzelne Kind, den der Seelsorger ebenfalls diesmal aus Hygienegründen nicht erteilen kann. Stattdessen bittet er die Eltern, zunächst ihre Hände schützend über den Kopf ihres Kindes zu halten und ihnen dann ein Kreuz auf die Stirn zu zeichnen.

Bei all dem steht Hofer mitten in der Vierung, um auch für die Kinder in den hinteren Reihen gut sichtbar zu sein. Schließlich haben die Sechsjährigen noch Schwierigkeiten, gerade so eben über die hohen braunen Holzbänke hinwegzuschauen und nicht ganz in ihnen zu verschwinden. An diesem Morgen sind es ohnehin die großen, mit viel Phantasie gebastelten Schultüten, hinter denen sich mancher Erstklässler schüchtern verschanzt und die in ihrer Farbenpracht mit samt den vielen unterschiedlichen Ornamenten um die Wette leuchten. Auch das eigentlich wie in jedem Jahr – wenn traditionell im Kölner Dom der erste Schultag für die Schulanfänger der Kölner Domsingschule mit einer liturgischen Feier beginnt.

Hofer: Gott ist Wegbegleiter und Freund

Da geht es dann richtig feierlich zu. Denn natürlich ist es dem Lehrpersonal der Domsingschule, zu dem auch Domkapellmeister Eberhard Metternich gehört, wichtig, dass sich die kleinen Besucher in ihrer zukünftigen Wirkungsstätte als baldiger Nachwuchs der Chöre am Dom gleich wohl fühlen und sie die oft erste Kontaktaufnahme mit dem gewaltigen Gotteshaus so unbeschwert wie möglich erleben. Dass dieser Moment zu einem positiven Schlüsselerlebnis werden soll, weiß auch Schulseelsorger Hofer, der alle Kinder zu Beginn erst einmal auffordert, die Schultüten für alle sichtbar in die Höhe zu halten, um auf diese Weise das erste Eis zu brechen. Dann fordert er sie auf, mutig zu Neuem aufzubrechen, betont dabei aber auch: „Bevor Ihr etwas leisten oder lernen müsst, dürft Ihr erfahren, dass Gott euch liebt.“

Später erklärt er den Kindern in seiner Katechese, dass alles Tun – nicht nur das in der Domsingschule – unter dem besonderen Schutz und Schirm Gottes steht, er Wegbegleiter und Freund ist, dem man alles anvertrauen kann. Mit einem großen, in allen Regenbogenfarben schillernden Schirm, den er aufspannt, ist ihm sofort die Aufmerksamkeit seiner jungen Zuhörer sicher. Denn mit Spannung folgen sie seinen Ausführungen, mit denen der Seelsorger den zuvor von Schulleiterin Trebels in kindgerechter Sprache verlesenen Psalm 91 interpretiert. Sprachlich vereinfacht und auf die Kinder zugeschnitten, hatte sie vorgetragen: „Bei Gott finde ich Geborgenheit und Ruhe. Er schenkt mir neue Kraft. Bei Gott bin ich geborgen, auf Gott kann ich mich verlassen, ihm kann ich grenzenlos vertrauen. Er rettet mich aus allen Gefahren des Lebens. Denn er ist bei mir, wenn ich mich allein fühle. Er ist für mich da, wenn in unserer Familie Streit herrscht. Er ist um mich, wenn mir etwas misslingt. Wie ein großer Vogel beschirmt mich Gott, unter seinen Schwingen finde ich Zuflucht, Schirm und Schutz ist mir seine Zuwendung.“

"Gott lässt uns nicht im Regen stehen"

Dann erläutert Hofer, was das für den Alltag bedeuten und wozu ein solcher Schirm nützlich sein kann, wobei er diesmal – auch das Corona geschuldet – darauf verzichten muss, die Kinder mit Fragen in seine Katechese einzubeziehen. Er spricht davon, dass ein Schirm vor Nässe und Wind schützen kann, aber genauso auch vor starker Sonneneinstrahlung und Hitze. Und dass sich das gewählte Bild vor allem auch auf den Segen Gottes beziehen lässt, unter dem jeder Einzelne steht. Diese theologische Botschaft will der Seelsorger den Kindern für die beginnende neue Lebensphase mit auf den Weg geben. Wörtlich sagt er: „Wie uns ein Schirm vor dem schlechten Wetter, der Hitze oder dem Wind beschützt, so beschützt uns Gottes Segen vor dem, was uns im Leben bedrängt und Angst macht. Ganz egal was auf uns niederprasselt in nächster Zeit: alles Neue, was uns Angst macht – davor schützt uns Gottes Schirm: sein Segen.

Nicht dass er das alles wegnimmt, nein, er lässt es uns mutiger und froher angehen, weil wir wissen: Er ist bei uns.“ Gott lasse niemanden im Regen stehen, bleibt Hofer im Bild. „Deshalb schickt er uns Menschen, die uns beschützen: unsere Eltern, Lehrer, Erzieher und Freunde. Gott gibt uns neue Kraft, er lässt uns nicht allein, und er lässt uns nicht traurig sein.“

Gerade in dieser Zeit – wie an allen Tagen des Lebens – sei das eine frohe und tröstliche Botschaft. „Darauf dürfen wir vertrauen.“

Beatrice Tomasetti
(DR)

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