Ostergottesdienst im Autokino Düsseldorf
Ostergottesdienst im Autokino Düsseldorf
Pfarrer Frank Heidkamp
Pfarrer Frank Heidkamp

13.04.2020

Wie war der Ostergottesdienst im Düsseldorfer Autokino? Spontanes Hupkonzert zum Friedensgruß

In rund 500 Fahrzeugen wurde am Ostersonntag ein Gottesdienst im Düsseldorfer Autokino gefeiert. Der designierte Düsseldorfer Stadtdechant Frank Heidkamp zeigt sich beeindruckt vom Gemeinschaftsgefühl, dass in kürzester Zeit entstanden ist.

DOMRADIO.DE: Ein Gottesdienst im Autokino. Wie war das für Sie?

Pfarrer Frank Heidkamp (Zukünftiger Düsseldorfer Stadtdechant): Ich hatte im Vorhinein ein ganz ungutes Gefühl. Wie schafft man es, Kontakt zu Menschen zu bekommen, die im Auto sitzen – und dann auch noch mit 500 Autos? Das ist schon eine Wegstrecke, um alle erreichen zu können. Aber es hat sich gezeigt: es war eine ganz tolle Erfahrung. Ganz viele hatten sich Osterkerzen mitgebracht, die Liedzettel aus dem Internet wurden mitgebracht, sie haben mitgesungen und mitgebetet. Es war eine tolle Gemeinschaft.

DOMRADIO.DE: Wie muss man sich das Ganze denn technisch vorstellen? Wie wurde das umgesetzt?

Heidkamp: Die Autokino-Leinwand konnte leider nicht genutzt werden, weil man am helllichten Tag viel zu wenig sehen kann. Aber es wurde eine Bühne aufgebaut und davor wurden 500 Autos postiert. Die Autoinsassen konnten über Autoradio diesen Gottesdienst verfolgen, beziehungsweise die ersten zehn Reihen konnten natürlich noch ganz gut etwas sehen und haben dann vielleicht auch ohne Radio mitgebetet, gesungen und mitgefeiert.

DOMRADIO.DE: Wie kam der Kontakt denn untereinander zu Stande? Die Kommunion oder der Friedensgruß sind ja in Zeiten von Corona nicht möglich.

Heidkamp: Nein, die Kommunionausteilung war natürlich nicht möglich. Beim Friedensgruß haben sich die Menschen selber etwas überlegt. Denn als wir eingeladen haben, sich gegenseitig mit den anderen Autos zuzunicken oder zuzuwinken, gab es ein Hupkonzert. Um zu zeigem, wir sind gemeinsam als Glaubende auf dem Weg.

DOMRADIO.DE: Warum war es Ihnen trotzdem wichtig, diesen Gottesdienst zu feiern? Welches Symbol, welches Zeichen ging von dieser Feier aus?

Heidkamp: Ich glaube, ganz viele Menschen haben die Sehnsucht im Moment nach Gemeinschaft, nach einem Miteinander. In Zeiten der Pandemie ist vieles nicht möglich. In einem solchen Autokino ist man eine kleine Gebetsgemeinschaft und das haben die Leute sich gewünscht. Ich glaube, da ist auch etwas rübergekommen.

DOMRADIO.DE: Wie kam der besondere Gottesdienst bei den Gläubigen an? Haben Sie da schon eine erste Resonanz erhalten?

Heidkamp: Es gab ganz tolle Resonanzen. Die erste Resonanz war am Ende des Gottesdienstes nochmal ein spontanes Hupkonzert, um Danke zu sagen. Aber es gab auch schon im Internet viele positive Rückmeldungen. Deshalb habe ich den Eindruck, es war so, wie wir uns das vorgestellt und gewünscht haben: eine wunderschöne Gemeinschaft.

Das Interview führte Moritz Dege.

(DR)

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