Sängerinnen und Sänger in Jugendchören im Erzbistum Köln in Altenberg
Sängerinnen und Sänger in Jugendchören im Erzbistum Köln in Altenberg

10.09.2019

Ein Besinnungswochenende, wo auch das Handy mal liegen bleibt Wo Musik zum Schlüssel wird

"Music is the key" ist nicht nur ein Popsong von Sarah Connor. So heißt auch ein Wochenende, das Jugendliche regelmäßig in Altenberg nahe Köln verbringen. Am kommenden Wochenende ist es wieder soweit. Und da bleibt auch mal das Handy liegen.

DOMRADIO.DE: "Music is the key" heißt dieses Dankeschön-Wochenende, das die Jugendpastoral und die Kirchenmusik im Erzbistum Köln schon seit 2008 anbieten. Was ist denn so toll an diesen "Music is the key"-Wochenenden?

Jonas Dickopf (Referent für Musik in der Jugendpastoral des Erzbistums Köln): Da kommt ganz viel zusammen. Zunächst einmal ist das Haus Altenberg natürlich ein wunderbarer Ort. Und das nicht nur, weil es frisch renoviert ist. Dort kann man hervorragend Zeit miteinander verbringen, gemeinsam arbeiten, konzentriert gemeinsam beten und vor allem auch gemeinsam feiern.

Dann kommen dort einfach viele Menschen zusammen. In diesem Jahr sind knapp 80 Jugendliche dabei. Zum Teil kennen sich einige aus ihrem Heimatort, zum Teil lernen sie sich eben neu kennenlernen. Denn da kommen einige aus Düsseldorf und die anderen aus Altenkirchen. Dann haben wir natürlich einfach tolle Chorleiter, die mit den Jugendlichen gemeinsam Musik machen.

DOMRADIO.DE: Was passiert denn an so einem Wochenende? Dass Musik gemacht wird, das versteht sich von selbst. Es wird auch ein bisschen gefeiert, das habe ich rausgehört. Es wird allerdings auch besinnlich?

Dickkopf: Genau. "Music ist the key" ist sozusagen der moderne englische Titel - die Untertitelzeile ist "Das Jugendchor-Exerzitien Wochenende" und das meinen wir durchaus ernst. Bei uns wird abends und morgens gemeinsam gebetet. Es gibt Impuls-Zeiten und am Sonntag singen wir mit dem Chor im Hochamt im Altenberger Dom. Das heißt, dieser spirituelle Charakter, der hat für uns einen hohen Stellenwert. Entsprechend gewissenhaft bereiten wir uns darauf auch vor.

Wir suchen uns immer ein schönes Motto, wo wir das Gefühl haben, das Thema betrifft die Jugendlichen. In diesem Jahr ist das nur ein Wort. Es wird um die Macht der Sprache gehen und das segenbringende Wort, das unter Menschen oder von Gott zum Menschen gesprochen wird. Aber natürlich geht es auch um die Kehrseite - nämlich um Fakenews und um das Verletzende, was in unserem Sprechen stecken kann.

DOMRADIO.DE: Man denkt immer, die Jugendlichen hängen nur noch vor den Smartphones oder vor Computern, aber gehen nicht mehr raus oder engagieren sich nicht mehr. Das stimmt so überhaupt nicht, oder? Singen ist noch angesagt?

Dickkopf: Ja, absolut. Wir merken natürlich in den Pausen - gerade jetzt wo es in Haus Altenberg wunderbar funktionierendes WLAN gibt, dass die Handys dann schon gezückt werden. Aber während des Singens steht der Spaß am gemeinsamen Singen im Vordergrund, und auch die Lust, gemeinsam etwas zu leisten. Das heißt, hier wollen die Jugendlichen Teil von etwas sein, das größer ist als die Summe der einzelnen Teile. Da merkt man einfach, dass der Akt des Singens auch ein körperlicher Spaß ist und es auch eine Befriedigung schafft, sich ein bisschen zu strecken, sich ein bisschen anzustrengen und dann aber nachher auch zu merken: Das hat sich gelohnt.

DOMRADIO.DE: Interessant ist ja die Altersspanne. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die dabei sind, sind im Alter von 14 bis 27 Jahren. Da liegen schon Welten etwa zwischen den Interessen und Entwicklungen von so einem 14-Jährigen und einem 27-Jährigen. Finden die denn auch zueinander?

Dickkopf: Das passiert ganz automatisch an so einem Wochenende. Denn man wird selten Jugendchöre finden, wo in einem normalen Jugendchor 14 bis 27-Jährige zusammensitzen. Das ist normalerweise etwas nach Gruppen gestaffelt. Zu uns kommen aber eben Chor-Gruppen von beiden Rändern des Altersspektrums. Die sind dann dort im gemeinsamen Anliegen, dem Singen vereint. Und klar, dass 14-Jährige anders ticken und andere Interessen haben als 27-Jährige. Aber in dem Moment, wo man sich zum Singen, zum Beten, zum Feiern trifft und dann eben auch verrückte Spiele macht und gemeinsam absurde Quizze löst, sind irgendwie doch alle gleich alt.

DOMRADIO.DE: Wozu kann Musik denn der Schlüssel sein? 

Dickkopf: Das ist der Schlüssel zu einem gelingenden Leben, der Schlüssel zum Himmelreich, der Schlüssel zur nie enden wollenden Glückseligkeit. Musik ist einfach der Schlüssel. So ist es.

Das Interview führte Jann Jakob Loos.

(DR)

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