Archivbild: Marienfeld beim Weltjugendtag in Köln
Archivbild: Marienfeld beim Weltjugendtag in Köln

30.08.2019

WJT-Erinnerungsgottesdienst auf dem Marienfeld Zurück auf dem "Papsthügel"

Es war eine besondere Stimmung auf dem Marienfeld beim Abschlussgottesdienst des Kölner Weltjugendtages 2005. Mit dabei war damals der nun emeritierte Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann. Er feiert am Freitag dort eine Messe.

DOMRADIO.DE: Wenn Sie so zurückdenken an diese Tage vor 14 Jahren beim Weltjugendtag in Köln: Was für Bilder kommen Ihnen da in den Kopf?

Bischof Friedhelm Hofmann (Emeritierter Bischof von Würzburg, ehemaliger Weihbischof in Köln): Vor allen Dingen eine frohe, lebendige Stadt, die sehr jung war. Ich habe Menschen erlebt, die ich auch aus meinen früheren Zeiten kannte, die extra in die Innenstadt gingen, um die jungen Leute zu erleben, die eine Stadt wirklich aufmöbelten und eine Freude verbreiteten, die wir heute so vermissen.

DOMRADIO.DE: Wir erinnern uns: Sie waren Weihbischof in Köln bis 2004, also ein Jahr vor dem Weltjugendtag. Inwiefern haben Sie die Vorbereitungen noch mitbekommen?

Hofmann: Ich habe natürlich einiges davon mitbekommen, aber mich in meiner inneren Konzentration auf Würzburg ausgerichtet. Es war klar, ich musste erst einmal in Würzburg Fuß fassen, um dort die Geschäfte in die Hand zu bekommen und auch die Menschen kennenzulernen und das ganze Umfeld. Ich konnte das aber wieder sehr schön mit dem Weltjugendtag in Köln verbinden. Ich hatte dadurch, dass ich in Köln aufgewachsen war, ja meine Fundamente und konnte unseren Jugendlichen aus Würzburg die Stadt und das Ereignis des Weltjugendtages besonders nahebringen.

DOMRADIO.DE: Was ist das für ein Gefühl, ein Jahr später dann als Gast quasi in seine Heimat zurückzukommen?

Hofmann: Es war schon ein besonderes Gefühl, das muss ich sagen.

DOMRADIO.DE: An diesem Freitag um 18.30 Uhr feiern Sie dann das Pontifikalamt auf dem Marienfeld – auf dem Papsthügel. Das ist auch für Sie als Priester und Bischof nichts Alltägliches. Mit was für Gedanken gehen Sie daran?

Hofmann: Sicherlich mit einer frohen Begeisterung in der Erinnerung dessen, was damals gewesen ist. Hier hatte ja Papst Benedikt XVI. am 21. August 2005 die heilige Abschlussmesse gefeiert. Aber am Abend vorher war eine Vigilfeier, die auch unaussprechlich schön war. Heute erinnern sich noch viele junge Leute daran, wie begeisternd der Glaube die Menschen – über eine Million waren es – zusammenführte.

DOMRADIO.DE: So viele werden es aber heute Abend wahrscheinlich nicht werden.

Hofmann: (lacht) Nein, das denke ich auch. Ich bin mal gespannt, wie viele Leute kommen werden.

DOMRADIO.DE: Wissen Sie denn schon, worüber Sie in der Predigt sprechen? Was haben Sie geplant für den Gottesdienst?

Hofmann: Das habe ich genau geplant. Ich gehe auf die Krise unserer Zeit ein. Was bedrängt die Kirche heute, was macht es uns so schwer und welche Lösungsansätze für die Zukunft haben wir. Da schauen wir zurück auf das Ereignis des Weltjugendtages, ziehen daraus bestimmte Lehren und überlegen uns: Wie können wir für die Zukunft Dinge verbessern.

DOMRADIO.DE: Die Kirche sah vor 14 Jahren, auch wenn es noch nicht so lang her ist, auch noch ein bisschen anders aus als heute. Was können wir uns denn noch für Lehren von damals mit in die Zukunft nehmen?

Hofmann: Wir müssen sehen, dass die Kirche sich auf Christus konzentriert. Es wird vieles im Umfeld diskutiert, aber das Entscheidende ist eben das, was auf der Hochzeit zu Kanaa passiert ist, nämlich dass aus Wasser Wein geworden ist, dass aus dem Wasser unseres guten Willens auch der Wein der Sendung Gottes wird, dass sich das umdreht, dass wir Mut haben, auch unseren Glauben öffentlich zu bekennen, uns nicht zurückdrängen lassen in die Sakristeien oder Kirchen, sondern dass wir in die Gesellschaft hineingehen. Das, was heute Abend hoffentlich auch passiert.

Das Interview führte Renardo Schlegelmilch.

(DR)

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