Neue Nachbarn im Erzbistum Köln
Neue Nachbarn im Erzbistum Köln
Gruppenfoto mit Weihbischof Ansgar Puff und dem Caritasdirektor im Erzbistum Köln, Dr. Frank Johannes Hensel
Gruppenfoto mit Weihbischof Ansgar Puff und dem Caritasdirektor im Erzbistum Köln, Dr. Frank Johannes Hensel

21.07.2019

Neue Integrationsbeauftragte für das Erzbistum Köln Brückenbauer für die Integration

"Sie sind wichtiger als Sie ahnen. Sie sind ein Segen", so hat Weihbischof Ansgar Puff die 22 neuen Integrationsbeauftragten gewürdigt. Sie wurden für das Erzbistum Köln feierlich in ihre Tätigkeit entsendet. 

DOMRADIO.DE: Die Bundesregierung hat genau eine Integrationsbeauftragte. Das Erzbistum Köln hat gleich 22 Beauftragte für Integration. Warum?

Chiara Battaglia (Integrationsbeauftragte vom Gesamtverband der katholischen Kirchengemeinden​): Das Erzbistum ist ja groß und wir haben überall "neue Nachbarn". Deshalb ist es wichtig, dass wir in jedem Gebiet des Bistums auch eine Integrationsbeauftragte oder einen Integrationsbeauftragten haben. So können wir vor Ort ganz niederschwellig das Ehrenamt unterstützen.

DOMRADIO.DE: Welche Aufgaben fallen so einem Integrationsbeauftragten denn ganz konkret zu?

Battaglia: Wir sind einerseits große Vernetzer, wir kümmern uns darum, dass wir uns mit Ehrenamtlichen an einen Tisch setzen und gucken, wo die Probleme und Herausforderungen sind. Wir schauen aber auch, wo ihre Arbeit gut läuft und wo sich neue Ehrenamtliche einsetzen können. Wir schauen, dass sich die Ehrenamtlichen auch mit Hauptamtlichen in der Arbeit mit Geflüchteten zusammenbringen und sie sich gegenseitig unterstützen können.

DOMRADIO.DE: Wie sieht die Arbeit der Ehrenamtler aus?

Battaglia: Die Ehrenamtler bringen ihre Ideen überall in Projekte ein. Es kann sein, dass sie mit jungen Geflüchteten Fußball spielen, sie Nähcafés für junge Mütter oder Kinderbetreuungen eingerichtet haben. Wir haben viele, die Nachhilfe in Deutsch geben oder auch mit den kleinen Kindern spielen. Da, wo Potenziale sind, werden sie eingesetzt und so entstehen viele kreative Projekte.

DOMRADIO.DE: Sie übernehmen also als Integrationsbeauftragte eine übergeordnete und organisatorische Rolle?

Battaglia: Ja, das kann man so sagen. Diese Projekte sind in vielen Kirchengemeinden entstanden. Das war der Anknüpfungspunkt für uns. Wir haben geguckt, wie können diese Projekte überhaupt entstehen und haben in der organisatorischen und logistischen Entwicklung geholfen. Das läuft jetzt eigentlich auch schon fast von selbst. Wir gucken immer mal wieder, dass wir zusammenkommen und besprechen, was gut läuft. Auf übergeordneter Ebene mit der Stadt oder auch in der Kirche geben wir dann die Erfahrungen der Ehrenamtlichen weiter.

DOMRADIO.DE: Hat das Erzbistum Köln eine Vorreiterrolle, was die Integrationsbeauftragten angeht?

Battaglia: Das kann man so sagen. Es ist schon toll, was hier alles so gemacht wird. Das bekomme ich selbst als Neu-Kölnerin mit. Die Willkommenskultur ist sehr groß.

DOMRADIO.DE: Warum war es Ihnen ein persönliches Anliegen, Integrationsbeauftragte zu werden?

Battaglia: Ich habe Theologie studiert und während meines Studiums schon vier Jahre in einer Geflüchteten-Unterkunft ehrenamtlich Nachhilfe gegeben, Tanzkurse initiiert und auch mit den Kindern Fußball gespielt. Dabei habe ich gemerkt: Wenn man will, kann man auch verschiedene Projekte ins Rollen bringen. Man braucht aber eben Unterstützung. Hier in Köln habe ich gesehen, dass es die Möglichkeit gibt, diese Unterstützung für Ehrenamtliche zu sein. Ich finde es toll tagtäglich mit so vielen engagierten Menschen zusammenzuarbeiten, das hat man auch nicht in jedem Beruf.

DOMRADIO.DE: Wenn jetzt Menschen Hilfe brauchen oder sich vielleicht selbst engagieren wollen, kann man sich noch melden?

Battaglia: Wenn sich jemand engagieren möchte, dann finden wir eine geeignete Position. Das ist gar kein Problem. Auf unserer Website findet man alle Kontaktmöglichkeiten und weitere Informationen.

Das Interview führte Verena Tröster.

(DR)

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