"#Himmelsleuchten": Über Gott ins Gespräch kommen
"#Himmelsleuchten": Über Gott ins Gespräch kommen

18.06.2019

Katholische Kirche Düsseldorf startet Aktion "#Himmelsleuchten" Über Gott miteinander ins Gespräch kommen

Mit Menschen ins Gespräch kommen über Gott. Bei Musik oder in Kneipen: Unter dem Titel "#Himmelsleuchten" startet die Katholische Kirche in Düsseldorf an Fronleichnam eine stadtweite, missionarische Kampagne. Warum dieser Name?

DOMRADIO.DE: Was steckt denn hinter dem "#Himmelsleuchten" in Düsseldorf?

Pfarrer Franz Heidkamp (Pfarrer in der Seelsorgeeinheit Düsseldorfer Rheinbogen, kommissarischer Stadtdechant von Düsseldorf und Mitorganisator der Kampagne "#Himmelsleuchten"): Bei einem Himmelsleuchten schaut man ja nach oben und denkt sich, wie viel Interessantes und Schönes es dort gibt. Für uns als Christen ist es genau das. Es gibt viel Interessantes und Schönes nicht nur im Himmel, sondern auch auf Erden. Da haben wir beschlossen, dass wir eine Kampagne daraus machen. Die haben wir "#Himmelsleuchten" genannt. Sie beginnt an Fronleichnam und endet am 2. Februar des nächsten Jahres.

DOMRADIO.DE: Bei Ihnen geht es aber nicht darum, dass man alleine in den Himmel schaut, sondern es geht um das Gemeinsame, oder?

Heidkamp: Sowohl als auch. Wir werden am Benrather Schloss Liegestühle aufstellen, wo man sich reinlegen und die Schöpfung Gottes bewundern kann. Das kann man alleine oder gemeinsam machen.

Aber es gibt genauso auch Gottesdienste, Musikveranstaltungen oder Gespräche in Kneipen. Wir gehen raus auf die Straße hin zu den Menschen und wollen anderen von unserer tollen Botschaft erzählen.

DOMRADIO.DE: Wie muss man sich diese Gespräche in Kneipen vorstellen?

Heidkamp: Andere Diözesen haben es schon vorgemacht. Ich war kürzlich in Wien und habe erlebt, dass dort der Kardinal abends in eine Kneipe geht und zu einem bestimmten Thema einem Vortrag hält oder eine Diskussion führt. Menschen können dorthin kommen, ein Gläschen Bier oder ein Gläschen Wein trinken und miteinander über dieses Thema ins Gespräch kommen. Das finde ich höchst interessant.

DOMRADIO.DE: Die Idee haben Sie sich jetzt von den Wienern abgeguckt. Aber es kommen auch ganz viele Ideen für dieses "#Himmelsleuchten" aus der Gemeinde, oder?

Heidkamp: Das ist das Tolle an der Sache. Wir haben alle Gemeinden und Verbände angesprochen und sie gebeten, sich kreativ Gedanken zu machen und die Menschen in Düsseldorf und darüber hinaus zu inspirieren. Da sind super Ideen zustande gekommen, sodass man wirklich sagen kann, dass sich die gesamte katholische Kirche in der Stadt hin zu den Menschen bewegt.

DOMRADIO.DE: Vor zehn Jahren haben Sie so etwas zum ersten Mal gemacht .Da hieß das Ganze noch "Missionale". Der Name ist jetzt anders, aber das Ziel ist das gleiche geblieben, oder?

Heidkamp: Das Ziel ist das gleiche geblieben. Aber es hat Veränderungen gegeben. Uns haben die Menschen damals gesagt, das habe einen Eventcharakter gehabt, es habe anderthalb Wochen gedauert und dann sei Schluss gewesen. Ihnen fehlte die Nachhaltigkeit. Zudem fand es nur zentral in der Düsseldorfer Innenstadt statt.

Wir gehen jetzt vonseiten der Pfarrgemeinden wirklich in ganz Düsseldorf raus. Das heißt, wir gehen in alle Stadtteile und sind bis Februar auf dem Weg - und hoffentlich auch noch darüber hinaus.

DOMRADIO.DE: Es geht ausdrücklich um Mission. Das ist ein Wort, das nicht unbedingt einen guten Leumund hat. Was finden Sie positiv am Missionieren?

Heidkamp: Der Begriff Mission ist tatsächlich irgendwie negativ geprägt. Man denkt etwa an die Kreuzzüge und die Missionierung mit dem Schwert. Die Grundbotschaft hat uns Jesus eigentlich mitgegeben: "Geht hinaus in alle Welt und verkündet das Evangelium Gottes". Und das ist nichts Negatives, weil ja die Botschaft etwas ganz Tolles und Faszinierendes ist.

Diese Botschaft wollen wir zu den Menschen tragen und mit Menschen ins Gespräch kommen. Die können auch ganz kritische Fragen zu Kirche und Glauben stellen. Das ist auch gut so. Wir wollen einfach von dem, was uns begeistert, erzählen. Und das finde ich nicht negativ.

DOMRADIO.DE: In diesem Jahr haben Sie sich richtig viel vorgenommen. An Fronleichnam beginnt das "#Himmelsleuchten" und dauert bis zum 2. Februar, also Mariä Lichtmess. Warum so lange?

Heidkamp: Weil wir bewusst gesagt haben, es dürfe nicht nur eine Woche dauern und dann sei Schluss. Wir wollen damit vielmehr anregen, dass Menschen über den Glauben nachdenken. Und das endet eigentlich nicht. Deshalb ist auch der 2. Februar nächsten Jahres nur ein Meilenstein. Aber danach kann es weitergehen. Kreative Ideen haben viele Christen.

DOMRADIO.DE: Sie backen in der Theorie da nicht gerade kleine Brötchen, könnte man sagen. In der Praxis backen sie tatsächlich Brötchen, nämlich "wolkige". Was hat es denn damit auf sich?

Heidkamp: Das war eine Idee aus einer Gemeinde, in der Menschen gesagt haben, solche "Wölkchen", solche süßen Anregungen vom Himmel könnten gut zum "#Himmelsleuchten" passen. Wir haben einen Bäcker gefunden, sodass es süßes Gebäck gibt.

Das Interview führte Heike Sicconi.

(DR)

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