Weihnachten im Kloster
Blick auf das Karmelkloster in Köln
Zu Gast bei den Karmelitinnen sein
Zu Gast bei den Karmelitinnen sein
Die Stille aushalten - auch im Garten des Klosters möglich
Die Stille aushalten - auch im Garten des Klosters möglich
Blick in die Kirche des Klosters
Blick in die Kirche des Klosters

30.07.2018

Urlaub machen im Kloster Ein Urlaubsziel mit viel Stille

Viele können sich einfach keinen Urlaub leisten. Wie kann man sich trotzdem eine Auszeit vom Alltag schaffen? Ein Besuch im Kloster ist nicht nur ein Geheimtipp für Menschen mit wenig Geld. Zu Gast bei den Karmelitinnen in Köln.

DOMRADIO.DE: Sie bieten aus der christlichen Gastfreundschaft heraus, jedem die Möglichkeit bei Ihnen zu Gast zu sein. Was genau erwartet ein Gast bei Ihnen, wenn er ankommt?

Schwester Ancilla (Priorin der Karmelitinnen in Köln): Es erwartet sie ein Raum der Stille hier mitten in Köln. So können sich auch viele Menschen erholen ohne Geld. Wir haben nur ein kleines Gästehaus, aber wir versuchen den Menschen einen Raum zu ermöglichen. Ich glaube, es ist das Mutmachen für die Menschen, die in einer Klosteratmosphäre in sich hineinhören. Viele versuchen das, sie lassen die Stille in sich zu – das merkt man vor allem an den äußeren Aktivitäten, die dann abnehmen.

DOMRADIO.DE: Was passiert, wenn wir der Stille begegnen?

Schwester Ancilla: Es ist erstmal eine Herausforderung, weil es ungewohnt ist. Zunächst kann man damit wenig anfangen, aber ich glaube, die Menschen haben eine Sehnsucht danach. Eine Sehnsucht zu erfahren, was in ihnen selber hineingelegt wurde. Und diese Erfahrung kann man sehr gut im Stillen mit sich selbst machen. Anders gesagt kann man das Persönliche im Stillen vielleicht besser entdecken. Das melden uns die Gäste auch immer wieder zurück.

DOMRADIO.DE: Sie wohnen im Karmel Maria vom Frieden, der Karmelorden ist gemeinhin auch für seine Strenge bekannt. Schweigen ist an der Tagesordnung. Wie ist es bei Ihnen und müssen die Gäste sich an die Tagesstruktur anpassen, oder dürfen Sie frei wählen?

Schwester Ancilla: Nein, die Gäste sind ganz frei, sie brauchen an nichts teilzunehmen. Das Chorgebet ist eine Einladung, dass sie an dem Gebet mit uns Schwestern teilnehmen können. Es geht nicht darum, dass die Gäste alle Angebote wahrnehmen sollen, sondern wirklich aus ihrer Auszeit eine Zeit machen, die sie erfüllt. Das Gebet ist eine Möglichkeit Gott näher zu kommen, aber kein Muss.

DOMRADIO.DE: Muss man sich vorher anmelden, oder darf man einfach kommen? Wie sieht es aus, wenn man nur sehr wenig Geld hat, darf man auch kostenlos oder zu einem ermäßigten Preis bei Ihnen wohnen?

Schwester Ancilla: Es wäre schon gut, wenn man sich vorher anmeldet; so viele Zimmer haben wir nicht. Wir nehmen keine hohen Preise für Übernachtungen, sondern bieten sie auf Spendenbasis an. Wenn Menschen kommen, die gar nichts haben, werden wir sie aber auch nicht abweisen. Wir versuchen alles zu tun für Menschen, die Urlaub ohne Geld machen möchten.

Das Interview führte Tobias Fricke.

(DR)

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