Das Friedenslicht
Das Friedenslicht erreicht den Kölner Dom.
Anne Segbers
Anne Segbers

17.12.2017

Friedenslicht von Bethlehem "Es ist nicht alles gut"

Von Bethlehem aus geht das Friedenslicht auf seine Reise durch die Welt – als Symbol für den Frieden im öffentlichen und privaten Raum. Im Kölner Dom wird es ins ganze Erzbistum ausgesendet.

DOMRADIO.DE: Was ist das für ein Gefühl, in der Kirchenbank zu sitzen und auf das Friedenslicht zu warten?

Anne Segbers (Ehrenamtlerin Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg): Es ist ein tolles Gefühl, dass der Dom komplett voll ist mit Kindern und Jugendlichen, das ist eine ganz tolle, aufgeregte Atmosphäre. Für die Kinder ist das natürlich was ganz Besonderes, im Kölner Dom zu sein und auf das Friedenslicht zu warten, das ja schon ein paar Tage unterwegs ist.

DOMRADIO.DE: Wie genau kommt denn das Licht aus Bethlehem nach Köln?

Segbers: Das wird in einem feuerfesten Container von Bethlehem mit dem Flugzeug nach Wien transportiert. Aus den Bistümern fahren Delegationen mit dem Zug nach Wien und holen das Licht da ab – auch Pfadfinder aus Köln sind dabei.

DOMRADIO.DE: Bei dem Licht muss man ja vorsichtig sein, gibt es da ein Back-Up?

Segbers: Wir versuchen immer, nicht nur mit einer einzigen Laterne hierher zu kommen, sondern mit mehreren. In der Bahn darf man eigentlich pro Waggon nur ein Licht haben, das ist mit offenem Feuer im Zug eh kritisch. Wenn der Schaffner vorbeikommt und sagt: "Auspusten", dann muss man noch ein Back-Up-Licht haben. Es ist uns aber zum Glück noch nie passiert, dass das Licht ausgegangen ist.

DOMRADIO.DE: Was tun Sie, wenn das Licht dann in der Gemeinde angekommen ist?

Segbers: Viele Pfadfinder bringen das Licht an Orte, wo Frieden besonders notwendig ist: In Polizei- und Feuerwehrstationen, in Flüchtlingsunterkünfte, Altenheime, aber auch als Freundschaftszeichen in Synagogen und Moscheen.

DOMRADIO.DE: Kann das Licht etwas bewirken?

Segbers: Ich finde am Friedenslicht besonders die zweigeteilte Bedeutung attraktiv: Dass es auf der einen Seite ein großes Symbol ist, das ja auch in Landes- und Bundesministerien gebracht wird und was von uns als Erinnerung an Politikerinnen und Politiker verwendet wird; dass nicht alles gut ist, dass Frieden nicht überall besteht und dass man da was machen muss.

Auf der anderen Seite ist es das Symbol für unsere Kinder und Jugendlichen, auch mal in ihrer Welt zu schauen: Wo herrscht da Unfriede, wo kann ich was machen, wo kann ich verzeihen, wo kann ich mich bei jemandem melden oder entschuldigen.

Das Interview führte Carsten Döpp.
(DR)

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