Kardinal Woelki stellt weltkirchliches Engagement seines Bistums vor
Kardinal Woelki stellt weltkirchliches Engagement seines Bistums vor

03.05.2017

Kölner Erzbischof Woelki stellt weltkirchliches Engagement des Erzbistums vor "Katholiken sind füreinander da!"

Über 740 Millionen Euro hat das Erzbistum Köln seit 1963 in weltkirchliche Projekte investiert – gefördert werden kirchliche Einrichtungen in aller Welt, Soforthilfen für Flüchtlinge und Schul- und Bildungsangebote für Kinder in Entwicklungsländern.

"Katholisch, das bedeutet allumfassend - und diesem Anspruch wollen wir im Erzbistum Köln gerecht werden." Rainer Maria Kardinal Woelki betont bei der Präsentation der Zahlen, dass es nicht darum geht, zu zeigen, wie großzügig das Erzbistum sei. Die Solidarität mit Bedürftigen und Armen weltweit steht im Vordergrund: "Wir können keine Kirche alleine lassen und sie ihrem Schicksal überlassen. Katholiken sind Teil einer großen Gemeinschaft, in der man füreinander einsteht, in der man füreinander da ist und Freud und Leid miteinander trägt – hier in Köln und in der Weltkirche."

Konkrete Hilfe und langfristige Förderung

Das Erzbistum Köln hilft ganz konkret – unterstützt und fördert die Flüchtlingshilfe z.B. in Jordanien und im Nordirak, finanziert Schul- und Bildungsangebote, hilft beim Aufbau und Erhalt von kirchlicher Infrastruktur in Afrika, Lateinamerika, Asien und Osteuropa. Welche Projekte Geld bekommen, darüber entscheidet im Erzbistum die sogenannte Außerdiözesane Kommission. Die hat an diesem Mittwoch zum 400. Mal getagt. Grund genug für Kardinal Woelki, die vielen Hilfsprojekte näher vorzustellen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Köln unterstützt – jetzt hilft das Erzbistum 

Der Erzbischof weiß: nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg profitierten die Gläubigen im Erzbistum Köln selbst von weltweiten Hilfen aus den Schwesterkirchen. Auch aus dieser Erinnerung heraus begründete Kardinal Frings für das Erzbistum Köln im Jahr 1954 eine erste Partnerschaft mit der Erzdiözese Tokio. Ab 1963 wurden die Hilfsbitten aus der ganzen Welt systematisch in Sitzungen der sogenannten Außerdiözesanen Kom­mission bearbeitet.

Heute finanziert das Erzbistum diese Projekte oft gemeinsam mit den katholischen Hilfswerken wie Adveniat, Misereor oder auch Missio. "Unser Fokus liegt im Aufbau kirchlicher Infrastruktur. Wir unterstützen z.B. den Bau von Kirchen, Kapellen und Bildungshäusern, aber auch die Anschaffung von Fahrzeugen, mit denen Seelsorger in großen Bistümern die Menschen erreichen können", sagt Dr. Rudolf Solzbacher, Leiter der Diözesanstelle Weltkirche/Weltmission. So hat das Erzbistum Köln in den vergangenen 20 Jahren weltweit den Bau oder die Sanierung von über 5.400 Kirchen und Kapellen mitfinanziert. Außerdem wurden über 2.500 Projekte zur Anschaffung von Autos, Lastwagen und Fahrrädern finanziert.

Flüchtlingskrise betrifft auch das weltkirchliche Engagement

"Solidarität mit den Menschen in den Diözesen weltweit entspricht dem Auftrag Christi und gehört darum zu unseren Kernaufgaben", betont Kardinal Woelki bei der Vorstellung in den Räumen der Diözesanstelle Weltkirche im Kölner Generalvikariat. Aber es geht nicht nur um den Aufbau von Pfarrzentren oder der Linderung von akuter Not etwa im Nordirak. Bei der aktuellen Flüchtlingskrise in Syrien und Irak will der Kölner Erzbischof den betroffenen Kindern eine Chance auf eine Zukunft geben und fördert im Libanon eine Schule. Den dort lebenden syrischen Kindern soll so durch Bildung eine Perspektive für die Zeit nach dem Bürgerkrieg gegeben werden. Über die Fortschritte informierte sich der Kölner Erzbischof vor wenigen Wochen durch eine Reise in die Region.

Auch wenn vor allem Katholiken im Fokus der Hilfe stehen – am Beispiel der Schule im Libanon wird deutlich, auch Andersgläubigen steht die Hilfe des Erzbistums offen. Rund 48 000 Projekte hat das Erzbistum seit 1963 gefördert. Jedes Jahr werden so 3,5 Prozent der Kirchensteuer für diese weltweite Hilfe ausgegeben, erklärt Kardinal Rainer Maria Woelki. Der Erzbischof will in diesem Engagement für Katholiken weltweit auch in Zukunft nicht nachlassen, denn für ihn ist klar: "Wir sind verbunden in dem einen Glauben an Jesus Christus!"

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