Klarissenkloster in Köln
Klarissenkloster in Köln

17.11.2015

Integrative Wohnanlage des Erzbistums Köln im Dezember fertig Flüchtlinge und Kölner miteinander

Das integrative Wohnprojekt des Erzbistums Köln soll im Dezember bezugsfertig sein. Im ehemaligen Klarissenkloster und in Neubauten auf dem Klostergelände in Köln-Kalk entsteht eine Wohnanlage für Flüchtlinge und Kölner.

Das teilte das Erzbistum am Dienstag in der Domstadt mit. Im denkmalgeschützten Pfortengebäude werde schon gebaut. Dort wird es für rund 1,6 Millionen Euro einen Bereich für 20 Flüchtlinge in elf Wohnräumen geben. Aufgrund von Lieferschwierigkeiten bei den Brandschutztüren habe sich der Einzugstermin in den Dezember verschoben.

31 neue Wohnungen geplant

Auch das "Quadrum", das frühere Schwesternwohnhaus, wird laut Erzbistum zu Wohnzwecken umgebaut. Dort werden nach derzeitiger Planung unbegleitete minderjährige Flüchtlinge wohnen. Insgesamt entstehen im Altbau und im Neubau 31 Wohnungen unterschiedlichster Größe und Zuschnitts mit über 2.500 Quadratmetern Wohnfläche.

Am Samstag um 15.00 Uhr werden bei einer Führung die Beiträge zum architektonischen Qualifizierungsverfahren für das Klarissenkloster in Köln-Kalk vorgestellt. Dabei erläutern Erzdiözesanbaumeister Martin Struck und Projektleiter Martin Günnewig die eingereichten Pläne und führen durch das im Umbau befindliche Pfortengebäude, wie es hieß. Die Leiterin des Geschäftsfelds Migration und Integration beim Kölner Caritasverband, Monika Kuntze, stellt das Integrationsprojekt vor.

Offene Wohnanlage

Für die weiteren Gebäude und den Garten hatten vier Planungsbüros in einem Qualifizierungsverfahren Vorschläge für die Umsetzung einer integrativen Wohnanlage gemacht. Der Siegerentwurf der Architekten Regina Leipertz und Martin Kostulski (LK Architekten) sehe eine offene Wohnanlage für Flüchtlinge und Kölner mit Wegen und Zugängen vor. Leitidee sei es, einen zweiten Wohnhof zu bauen, dessen eine Seite das Quadrum bildet. Realisiert werden soll das Projekt mit der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft, dem Caritasverband für die Stadt Köln und der Stadt Köln.

Die Stadt Köln hatte Ende 2014 Pläne des Erzbistums für den Bau des integrativen Wohnprojekts im früheren Klarissenkloster mit Hinweis auf den Denkmalschutz abgelehnt. Nachdem das Erzbistum neue Entwürfe vorgelegt hatte, kam es im Juli zu einer Einigung mit der Denkmalschutzbehörde.

(KNA)

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