Michael Kahle
Michael Kahle

01.06.2015

Neuer Leiter für Collegium Albertinum Personalien im Erzbistum Köln

Der Leiter des Bonner Theologenkonvikts Collegium Albertinum, Msgr. Dr. Michael Kahle, ist als Mitarbeiter in die Gottesdienstkongregation nach Rom berufen worden. Ihm folgt der Ordenspriester Pater Romano Christen FSCB nach.

Er war bislang leitender Pfarrer im Seelsorgebereich Kreuz-Köln-Nord. Dr. Peter Rieve, bisher Kaplan an St. Laurentius in Bergisch Gladbach, wird zum Repetent und zum Geistlichen Mentor der an der Universität Bonn studierenden Laientheologen ernannt. Die Veränderungen treten zum 1. August in Kraft. Das Collegium Albertinum ist das Studienhaus für die Priesterkandidaten des Erzbistums Köln, die hier während ihres Theologiestudiums an der Bonner Universität leben.

Kahle, 1973 in Solingen geboren und 2001 in Rom zum Priester geweiht, leitete das Collegium Albertinum seit August 2012. Zuvor war er nach seinem Studium in Bonn, Münster und Rom und Kaplansjahren in Köln ab 2006 Domvikar und Domzeremoniar an der Hohen Domkirche. 2011 wurde er zum Dr. theol. promoviert. Beim Deutschlandbesuch von Papst Benedikt XVI. im September 2011 war Kahle Koordinator für die Papstgottesdienste. Zuletzt hatte als Kölner Priester in Rom der im Oktober 2014 verstorbene Msgr. Dr. Stephan Hünseler für die Gottesdienstkongregation gearbeitet.

Pater Romano Christen FSCB wurde 1960 bei Lugano (Schweiz) geboren und gehört der "Priesterbruderschaft der Missionare des Hl. Karl Borromäus" (FSCB) an. Er studierte Germanistik und Theologie in Freiburg i.Br. und empfing 1992 in Rom die Priesterweihe. Danach wirkte er als Pfarrer in Emmendingen bei Freiburg. Seit 1998 ist er Geistlicher Leiter der Bewegung "Comunione e Liberazione" (CL, "Gemeinschaft und Befreiung") in Deutschland, einer 1954 in Italien entstandenen katholischen Laienbewegung. 2009 kam er ins Erzbistum Köln und ist seitdem Leitender Pfarrer im Seelsorgebereich Kreuz-Köln-Nord, wo er, wie in seinem Orden üblich, in einer kleinen Priestergemeinschaft lebt.

Wechsel auch im Redemptoris Mater-Seminar

Auch im Erzbischöflichen Missionarischen Priesterseminar Redemptoris Mater in Bonn gibt es in Abstimmung mit dem "Neokatechumenalen Weg" personelle Wechsel. Der bisherige Subregens Kaplan Dariusz Szyszka wird neuer Spiritual des Seminars und löst in dieser Funktion P. Pedro Remirez Gaviria SCJ ab. Neuer Subregens wird, unter Beibehaltung seiner bisherigen Aufgaben, Kaplan Andrzej Dominik Kucinski. Die Veränderungen treten Anfang Juli in Kraft. "Redemptoris Mater" ("Mutter des Erlösers") bezeichnet diözesane Priesterseminare weltweit, die getragen sind durch die Erfahrung des Neokatechumenalen Weges, einer geistlichen Gemeinschaft in der katholischen Kirche.

Das Theologenkonvikt Collegium Albertinum bildet die erste Stufe der Priesterausbildung im Erzbistum Köln. Wissenschaftliches Studium, spirituelle und praktische Ausbildung ergänzen sich zur Vorbereitung auf den Dienst in den pastoralen Aufgabenfeldern. Dabei werden im Blick auf die Zukunft der Seelsorge persönliche Reife und Klarheit über die Berufung ebenso gefördert wie Dialog- und Gemeinschaftsfähigkeit, um auf die Aufgaben in der Pastoral im Erzbistum Köln gut vorbereitet zu sein.

Die "Priesterbruderschaft der Missionare des Hl. Karl Borromäus" (FSCB) ist eine Priestergemeinschaft, deren Mitglieder in Kommunitäten von drei oder vier Priestern leben. Die Priesterbruderschaft geht zurück auf eine Gruppe italienischer Priester, die Anfang der 1980er Jahre eine Initiative gründete, um junge Leute auf den Missionarsdienst vorzubereiten. Papst Johannes Paul II. anerkannte die Priesterbruderschaft 1999 als Gesellschaft des Apostolischen Lebens Päpstlichen Rechts.

 

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