Kardinal Woelki besucht Jüdische Gemeinde Kölns
Kardinal Woelki besucht Jüdische Gemeinde Kölns

21.05.2015

Kardinal Woelki entsetzt über rassistische Entwicklungen "Dem Antisemitismus die Rote Karte zeigen"

Rainer Maria Kardinal Woelki hat dazu aufgerufen, jeder Form von Rassismus und Antisemitismus die Rote Karte zu zeigen. Er bekundete am Mittwochabend Entsetzen darüber, dass Juden in Europa und Deutschland zum Ziel tätlicher Angriffe würden.

"Mich entsetzen die Anschläge auf Gebetsstätten, Gotteshäuser und Grabstätten in unserem Land, seien sie jüdisch, christlich oder muslimisch", sagte er bei der Eröffnung der "Woche der Brüderlichkeit 2015" der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit.

Besonderes Verhältnis zwischen Juden und Christen

Der Erzbischof unterstrich das besondere Verhältnis der Christen zum Judentum. Die Kirche könne sich selbst nicht verstehen, ohne sich ihren jüdischen Wurzeln zuzuwenden. Die Hinwendung zum Judentum könne und dürfe sich aber nicht nur auf das historische Judentum beschränken, sondern müsse dem lebendigen Judentum heute gelten.

Nach dem Krieg hat sich die Kirche mit ihrer Mitschuld konfrontiert

Nach dem Krieg und dem Holocaust habe die katholische Kirche mit dem vor 50 Jahren beschlossenen Dokument "Nostra aetate" des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962 bis 1965) ihre Haltung zum Judentum grundlegend geändert, sagte Woelki. Das Abfassen der Erklärung habe für die Kirche eine schmerzhafte Auseinandersetzung bedeutet und sie mit ihrer Mitschuld und ihrem eigenen Versagen konfrontiert.

"Keine Zukunft ohne Erinnerung"

Auschwitz sei im Konzil präsent gewesen, so Woelki. "Es gibt keine Zukunft ohne Erinnerung", sagte der Kardinal. Die unmittelbar nach 1945 erfolgten Aufrufe "Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus, nie wieder Verfolgung, nie wieder Vernichtung" bedeuteten heute, sich jeder Form von Kriegstreiberei, von altem und neuem Faschismus und Rechtspopulismus sowie Antisemitismus und der Diskriminierung von Menschen zu widersetzen. Für jeden Christen müsse das "eine Selbstverpflichtung sein".

 

(KNA)

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