21.02.2011

Das Erzbistum Köln beurlaubt Priester wegen sexuellen Missbrauchs "Er hat den Strafbefehl akzeptiert"

Das Erzbistum Köln hat einen 64 Jahre alten Priester mit sofortiger Wirkung aller Ämter enthoben, weil er wegen Missbrauchs eines Kindes zu einer Bewährungsstrafe verurteilt wurde. Die Gemeinde in Morsbach wurde am Wochenende über diesen Schritt informiert. Das Bistum hat den Vatikan unterrichtet, dort wird nun über weitere Schritte entschieden.

Im Seelsorgebereich Morsbach/ Friesenhagen/ Wildbergerhütte wurde in den Gottesdiensten am Wochenende folgende Mitteilung verlesen:
"Pfarrer Msgr. Rainer Gille ist am 17. Februar 2011 mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben als Pfarrer und Vorsitzender des Katholischen Kirchengemeindeverbandes Morsbach/Friesenhagen/Wildbergerhütte entpflichtet und beurlaubt worden. Ihm ist die Ausübung seines priesterlichen Dienstes außerhalb des privaten Rahmens bis auf Weiteres untersagt.

Erzbischof Joachim Kardinal Meisner sah sich zu diesem Schritt veranlasst, nachdem er Kenntnis von einem Strafbefehl gegen Pfarrer Gille erhalten hat. Demnach wird Pfarrer Gille sexueller Missbrauch an einem Kind zur Last gelegt. Er hat den Strafbefehl akzeptiert, das Erzbistum davon aber pflichtwidrig nicht in Kenntnis gesetzt. Obwohl die Entscheidung bereits im vergangenen Jahr ausgesprochen wurde, ist diese entgegen der sonst üblichen behördlichen Verfahrensweisen erst jetzt dem Erzbistum Köln bekannt geworden.

Das Erzbistum meldet den Sachverhalt gemäß Kirchenrecht nach Rom, wo über weitere disziplinarische Maßnahmen gegen den Priester entschieden wird. Das Erzbistum steht auch in Kontakt mit der Anwältin des Opfers.

Im Erzbistum Köln gilt der Grundsatz, dass sexueller Missbrauch von der Kirche unter keinen Umständen geduldet wird. Sexueller Missbrauch, die damit verbundenen seelischen Verletzungen und der tief greifende Vertrauensverlust treffen besonders die Opfer und ihre Familien, aber auch uns alle als Kirche. Jede einzelne Tat ist eine zu viel. Deshalb gehen wir jedem Hinweis mit aller Konsequenz nach. Wir weisen deshalb an dieser Stelle noch einmal auf die drei Kontaktpersonen unseres Erzbistums hin, die für alle Hinweise zu sexuellem Missbrauch ansprechbar sind. Wir bieten allen Opfern fachliche Hilfen an. Alle weiteren Informationen und die Kontaktdaten unserer Ansprechpartner finden Sie unter anderem auf der Internetseite des Erzbistums Köln.

Wir wissen, dass auch unser redlichstes Bemühen begrenzt bleibt und angewiesen ist auf Gottes Hilfe. Wir wollen deshalb beten für die Opfer von Missbrauch und Gewalt, dass sie Wege der Heilung finden. Beten wir auch für die Täter, dass sie ihrer Schuld nicht ausweichen und sich zu ihrer Tat bekennen. Lasst uns schließlich beten für uns alle, dass wir aufmerksam, umsichtig und klug alles tun, dass solches Leid vermieden werden kann.

Prälat Dr. Stefan Heße, Leiter der Hauptabteilung Seelsorge-Personal im ErzbischöflichenGeneralvikariat."

Ebenfalls verlesen wurde folgende Erklärung von Pfarrer Rainer Gille:
"Ich bin mit sofortiger Wirkung von meinen Aufgaben im Seelsorgebereich Morsbach/Friesenhagen/Wildbergerhütte entpflichtet und von meinem priesterlichen Dienst beurlaubt. Der Grund ist meine rechtskräftige Verurteilung im vergangenen Jahr wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes. Das war ein schweres Vergehen, das ich sehr bereue. Darüber hinaus war es eine schwere Pflichtverletzung, dass ich das Erzbistum Köln nicht über diesen Strafbefehl informiert habe. Ich weiß, dass ich mich meiner Verantwortung stellen muss, und bekenne mit großer Scham meine Tat. Ich bitte Sie alle um Ihr Gebet für den Menschen, dem ich durch mein unrechtes Tun schwer geschadet habe. Ich bitte Gott und Sie alle, die ich durch mein Verhalten enttäuscht habe, um Vergebung. Pfarrer Rainer Gille"

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