Frau mit Kind in einer Kirche
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09.05.2021

Bischöfe fordern zum Muttertag Respekt und Förderung für Frauen "Mütter brauchen nicht nur unseren Dank"

Zum Muttertag haben katholische Bischöfe Förderung und Respekt für Frauen gefordert. Der Berliner Erzbischof Heiner Koch kritisierte am Samstag im rbb-Hörfunk, dass die Corona-Pandemie in der Rollenverteilung "zu Rückschritten geführt" habe.

"Es sind wieder hauptsächlich die Frauen, die den Spagat zwischen Homeschooling, Kinderbetreuung und ihrem Beruf meistern müssen", betonte Koch.

"Mütter brauchen deshalb nicht nur einmal im Jahr unseren Dank, sondern die dauerhafte Unterstützung durch die Männer." Das beginne mit der gemeinsamen Übernahme von Aufgaben bei der Erziehung und im Haushalt. "Es setzt sich fort bei der Gestaltung von Rahmenbedingungen für echte Chancengleichheit in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft", so Koch. Er leitet auch die Kommission für Ehe und Familie der Deutschen Bischofskonferenz.

Kardinal Woelki zollt Müttern Respekt

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki zollte Eltern in der Corona-Krise Respekt. Seit Monaten arbeiteten Mütter und Väter im Homeoffice und kümmerten sich gleichzeitig um die Kinder zuhause, wobei sie auch plötzlich Lehrkräfte seien, sagte Woelki im Wort des Bischofs auf DOMRADIO.DE. "Mütter und Väter leisten wirklich Großartiges." Noch belastender sei die Situation für Alleinerziehende. "Wie die das machen, bewundere ich sowieso."

Unter dieser großen Belastung sei es gut, sich bewusst zu werden, wie wertvoll eine Mutter sei und ihr zu danken, so Woelki. "Den Vätern auch - aber die haben dafür ja noch mal einen eigenen Tag."

Käßmann betont Leistungen von Mütttern in der Pandemie

Die evangelische Theologin Margot Käßmann verwies in ihrer Kolumne in der "Bild am Sonntag" auf die Leistungen von Müttern in der Corona-Pandemie. "Nach all den harten Monaten brauchen Mütter keine Muttertagsfloskeln, sondern Respekt." Insgesamt müssten sich Eltern auf Betreuungs- und Bildungsangebote verlassen können.

Diese müssten zudem besser werden und genug Erzieher und Ganztagsangebote sowie moderne Klassenzimmer haben und bei der Digitalisierung vorankommen. Zudem machten flexible Arbeitszeiten Job und Familienleben leichter. Väter müssten darüber hinaus stärker bei Hausarbeit und Kinderbetreuung in die Pflicht genommen werden.

(KNA)

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