Kinder im Unterricht
Kinder in einer Schule in Höxter

18.06.2019

Schulministerin Gebauer: Qualität und nicht Quote NRW reduziert Schulen mit Inklusionsklassen

Die NRW-Landesregierung regelt das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung neu. Künftig soll der Inklusionsunterricht an "Schulen des Gemeinsamen Lernens" gebündelt werden.

Nicht einmal jede zweite weiterführende Schule in Nordrhein-Westfalen wird künftig behinderte und nicht behinderte Schüler gemeinsam unterrichten. An landesweit 775 Schulen der Sekundarstufe I soll ab kommendem Schuljahr nach erstmals festgelegten Qualitätsstandards Inklusionsunterricht erteilt werden.

Das teilte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Dienstag dem Landtag mit. Derzeit gibt es landesweit 1.858 Haupt-, Real-, Gemeinschafts-, Sekundar-, Gesamtschulen und Gymnasien. Zudem führen 172 weiterführende Schulen die "Einzelintegration" von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf durch.

Schulen des Gemeinsamen Lernens

Bei der Inklusionspolitik der schwarz-gelben Landesregierung stehe "Qualität und nicht Quote im Vordergrund", sagte Gebauer Journalisten. Die Inklusion werde "vom Kind her gedacht". Durch das neue Konzept sei sichergestellt, dass Eltern für ihre behinderten Kinder "ein gut erreichbares Angebot" von Inklusions- und Förderschulen vorfänden.

Die Inklusion solle ab dem Schuljahr 2019/2020 an "Schulen des Gemeinsamen Lernens" gebündelt werden. Deren Eingangsklassen besuchten in der Regel drei Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Ziel sei eine Qualitätssteigerung der inklusiven Schulbildung.

Sonderpädagogen und qualifizierte Zusatzlehrer

Bis zum Jahr 2024 werde die Landesregierung für die Inklusionsschulen landesweit weitere 6.000 Sonderpädagogen und qualifizierte Zusatzlehrer zur Verfügung stellen, kündigte Gebauer an. Bisher arbeiten 5.000 Sonderpädagogen an Regelschulen und 6.000 an Förderschulen.

Zum kommenden Schuljahr soll an 775 weiterführenden Schulen gemeinsames Lernen in den Eingangsklassen der Jahrgangsstufe 5 für insgesamt 6.756 gehandicapte Schüler angeboten werden. Damit liegt deren rechnerischer Klassendurchschnitt bei 2,4 und somit noch 0,6 unter dem Standardwert von jeweils drei Schülern mit Förderbedarf.

Qualität durch verbindliche Standards

Während die meisten Gesamt- und Sekundarschulen ab dem kommenden Schuljahr gemeinsames Lernen für behinderte Schüler anbieten, wird es dagegen an den Gymnasien kaum inklusiven Unterricht geben. Nur 35 der landesweit 511 Gymnasien werden nach der Neuausrichtung der Inklusion als Schulen des gemeinsamen Lernens zugelassen.

Über die 114 höheren Schulen in privater Trägerschaft liegen der Landesregierung derzeit keine Angaben vor. Von den 243 Hauptschulen bieten 139 Schulen einen gemeinsamen Regelunterricht für behinderte und nichtbehinderte Schüler an. Bei den Realschulen sind es 214 von 429, bei den Gesamtschulen 286 von 340 und bei den Sekundarschulen 96 von 114. Zur Qualitätssicherung der schulischen Inklusion hat die Landesregierung erstmals verbindliche Standards gesetzt.

Unterricht für mehr gehandicapte Schüler

Weiterführende Schulen können nur dann gemeinsames Lernen anbieten, wenn sie über ein Konzept zur inklusiven Bildung verfügen. Zudem müssen an einer Inklusions-Schule zwingend Sonderpädagogen unterrichten. Das Lehrerkollegium muss eine kontinuierliche Fortbildung nachweisen. Zudem müssen beim Schulgebäude die räumlichen und barrierefreien Voraussetzungen erfüllt sein.

Gemeinsames Lernen wird laut Gebauer an einer Schule dauerhaft eingerichtet, um pädagogische und organisatorische Kontinuität zu erzielen. In NRW werden derzeit 43,1 Prozent der gehandicapten Schüler an Regelschulen unterrichtet. Damit ist die Inklusionsquote gegenüber dem Vorjahr um weitere 0,9 Prozent angestiegen. Die Ministerin betonte, dass die Landesregierung bei der Inklusion im Gegensatz zur rot-grünen Vorgängerregierung keine Zielquote anstrebe.

Johannes Nitschmann
(KNA)

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