Kinderhospiz Balthasar in Olpe
Kinderhospiz Balthasar in Olpe

11.02.2017

Appelle zur Hospizarbeit Kinderhospizpreis ehrt 12-Jährigen

Zum Abschluss des bundesweiten Kinderhospiztags ist der 12-jährige Colin Rimbach am Freitagabend mit dem Deutschen Kinderhospizpreis für außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet worden.

Geehrt wurde er für seinen Einfallsreichtum und seine Aktionen, mit denen er auf die Kinderhospizarbeit aufmerksam mache, teilte der Deutsche Kinderhospizverein (DKHV) mit.

Der Preis wurde bei der zentralen Veranstaltung zum Kinderhospiztag im Kasseler Kulturbahnhof verliehen. Unter der Schirmherrschaft des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier entzündeten die rund 600 Gäste eine Kerze für die bereits verstorbenen Kinder und Jugendlichen. Außerdem setzten sie mit einer Schweigeminute ein Zeichen der Verbundenheit mit den betroffenen Familien.

Kinderhospizarbeit unterstützt Familien

Unter den Gästen waren auch zahlreiche Prominente wie Comedian Paul Panzer, Ex-Fußballnationalspieler Jens Nowotny und die Schauspieler Martin Brambach und Oliver Stokowski, die sich ebenfalls ehrenamtlich für die Kinder- und Jugendhospizarbeit engagieren.

Am Kinderhospiztag hatten sich zuvor Politiker und Hilfswerke für eine Enttabuisierung des Themas Sterbebegleitung von Kindern ausgesprochen. "Wir möchten an diesem Tag ein Zeichen der Verbundenheit mit den betroffenen Familien setzen und mit Aktionen noch mehr Menschen auf die Kinderhospizarbeit in Deutschland aufmerksam machen", sagte der Geschäftsführer des Deutschen Kinderhospizvereins, Martin Gierse, in Olpe. Kinderhospizarbeit sei ein wichtiges Versprechen an die betroffenen Familien.

Tod und Trauer gehören dazu

Die Kinderkommission im Bundestag dankte den haupt- und ehrenamtlichen Kräften in der Kinderhospizarbeit. Familien mit unheilbar schwer erkrankten Kindern und Jugendlichen stünden vor extremen emotionalen und auch organisatorischen Problemen, die kaum zu bewältigen seien. Die Kinderhospize hätten es sich zur Aufgabe gemacht, für die Begleitung der gesamten Familie bis zum Tod des erkrankten Kindes zu sorgen.

Der Malteser Hilfsdienst wies auf den Mangel an Plätzen und Sterbebegleitern in der Hospizarbeit hin. Die Generaloberin der Malteser, Daisy Gräfin von Bernstorff, forderte mehr gesellschaftliche Unterstützung der Hospizarbeit. "Die jährlich 800.000 Sterbenden in Deutschland sind schlecht versorgt." Die Hospizarbeit könne gesellschaftlich etwas verändern, da Tod und Trauer wieder als etwas Normales in Familien zurückgebracht würden.

Tag der Kinderhospizarbeit

Mit dem bundesweiten Tag der Kinderhospizarbeit wird seit 2006 jährlich auf die Situation von Kindern und Jugendlichen mit lebensverkürzender Erkrankung und deren Familien aufmerksam gemacht.

Initiator ist der Deutsche Kinderhospizverein mit Sitz in Olpe.

(KNA)

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