Israelische Frau mit Mundschutz
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Die Klagemauer in Jerusalem
Die Klagemauer in Jerusalem

29.07.2020

Israel meldet neuen Corona-Höchststand Rekordwert vor dem Trauertag

Am Mittwoch betrauern jüdische Gläubige auf der ganzen Welt die Zerstörung des ersten und zweiten Tempels. In Jerusalem wird der Zugang zur Klagemauer, dem letzen Überbleibsel des Tempels, streng reglementiert – die Infektionszahlen steigen.

In Israel hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen mit mehr als 2.000 registrierten Fällen am Dienstag einen neuen Höchststand erreicht. Insgesamt hätten sich 66.805 Menschen mit dem Virus infiziert, davon seien 33.377 Fälle aktiv, 315 Patienten befänden sich in ernster Situation und 490 seien gestorben, so das Gesundheitsministerium laut israelischen Medien (Mittwoch).

Die Pandemie erreichte den neuen Rekordwert am Vorabend des jüdischen Trauertags Tisha Be'Aw, an dem die Juden der Zerstörung des ersten und des zweiten Tempels gedenken. Er beginnt am Mittwochabend und ist, neben dem Gedenktag Yom-Kippur, für Juden der einzige 24-stündige Fasttag.

Streng reglementierter Trauertag

Tisha Be'Aw, der 9. Tag im jüdischen Monat Aw, gilt als der Tag, an dem der Erste Tempel im Jahr 587 vor Christus durch die Babylonier zerstört wurde, und ebenfalls der Zweite Tempel, der von König Herodes errichtet wurde. Das zentrale jüdische Heiligtum war im Jahr 70 durch den römischen Feldherrn und späteren Kaiser Titus bei der Zerstörung Jerusalems dem Erdboden gleichgemacht worden.

Erhalten geblieben ist nur die westliche Umfassungs- und Stützmauer, die "Klagemauer" oder "Western Wall". Auf dem nach dem Sechstage-Krieg 1967 neugeschaffenen riesigen Vorplatz versammeln sich Juden zum Gebet, ganz besonders zum Sabbat und an Feiertagen.

Wegen der Pandemie ist der Zugang auch an diesem Tag streng reglementiert. Ebenso begrenzt ist die Zahl der Juden, die an diesem Tag auf die Tempelplattform hinaufsteigen, auf dem die Al-Aksa-Moschee und der Felsendom stehen, und die von der islamischen Wakf-Behörde verwaltet wird.

Mit der Zerstörung Jerusalems und des Tempels beendete Titus den vierjährigen Jüdischen Krieg. Bei seiner Rückkehr aus dem Orient nach Rom führte er in einem Triumphzug in seiner Kriegsbeute auch sakrale Gegenstände aus dem Tempel mit, etwa den siebenarmigen Leuchter und die Schaubrottische.

Die Szene ist in einem Relief im römischen Titus-Bogen dargestellt, der zu Ehren des siegreichen Feldherrn und Kaisers in unmittelbarer Nähe des Kolosseums errichtet wurde. Durch die Geschichte hindurch bis heute haben Juden Scheu, durch diesen Steinbogen zu gehen.

(KNA)

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