Antisemitismusbeauftragter Klein wehrt sich gegen Schmähpost

Strafanzeige gegen Drohbrief

Felix Klein hat seit 2018 die Aufgabe inne, als Beauftragter der Bundesregierung gegen Antisemitismus vorzugehen. Immer wieder meldete er sich zu Corona-Verschwörungsmythen zu Wort. Jetzt wird ihm gedroht.

Felix Klein / © Werner Schüring (KNA)
Felix Klein / © Werner Schüring ( KNA )

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat nach eigenen Angaben zum ersten Mal ein Hetzschreiben erhalten. Klein bekleidet das Amt seit Mai 2018. Der Brief, der am 30. Juni bei Klein einging, gleicht nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Spiegel" einem Drohbrief, den Unbekannte im Mai der liberalen Synagogengemeinde in Halle an der Saale geschickt hatten. Es handelt sich dabei nicht um die orthodox geführte Gemeinde, auf die im Oktober ein Attentat verübt wurde.

Verbotene Symbole

Oben rechts auf dem im Mai in Halle eingegangenen Schreiben prangt den Angaben zufolge ein Foto Adolf Hitlers, darunter steht "Heil Hitler". Juden würden darin wüst beschimpft, zudem soll sich in dem Umschlag weißes Pulver befunden haben. Die Polizei in Halle nahm dem Bericht zufolge Ermittlungen wegen Volksverhetzung auf, konnte bislang aber keinen Tatverdächtigen identifizieren.

Widerrede zu Verschwörungsmythen

Der an den Antisemitismusbeauftragten adressierte Brief dürfte in direktem Zusammenhang mit Kleins Einsatz gegen Rassismus und Judenfeindlichkeit stehen. "Gerade durch die Herausforderungen der Coronavirus-Pandemie werden viele krude Verschwörungsmythen geschürt, wozu sich Herr Klein auch mehrfach in den Medien geäußert hat", teilt sein Büro mit. Nach einer "sicherheitsrelevanten Beurteilung" des Briefs sei Strafantrag gestellt worden.


Quelle:
KNA