Symbolbild Sonntagsruhe
Symbolbild Sonntagsruhe

08.04.2020

Katholischer Verband sorgt sich um Sonntagsschutz Ist Shoppen "eine Freizeitaktivität"?

Soll die Corona-Krise ausgenutzt werden? Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands hat deshalb einen Vorstoß des Einzelhandelsverbands HDE zu einer Änderung bei den Ladenöffnungszeiten zurückgewiesen.

Der HDE nutze die Corona-Krise als Plattform "für einen weiteren Generalangriff auf den Sonntag und damit auf unsere Verfassung und unsere Kultur", erklärte KAB-Bundespräses Stefan Eirich in Köln.

Zuvor hatte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth eine Möglichkeit der Sonntagsöffnung für Läden und Geschäfte gefordert, um massenhaft Insolvenzen nach der Corona-Krise abzuwenden.

Einkäufe nachholen

Genth sagte am Freitag dem Portal t-online.de: "Nach der Krise sollten alle Geschäfte auch sonntags öffnen dürfen. Die Menschen bekämen so mehr Zeit, um ihre Einkäufe nachzuholen. Eine solche Regelung sollte zumindest für die erste Zeit nach Ende der Beschränkungen gelten."

Shoppen sei "auch eine Freizeitaktivität" argumentierte der HDE-Hauptgeschäftsführer. "Nach Wochen in Selbstisolation werden die Menschen wieder hinaus wollen, um einzukaufen. Hier darf es keine Denkverbote geben."

Widerspruch zu Discountern und Lebensmittelkonzernen

Genths Vorstoß stehe in direktem Widerspruch zur Mitteilung der großen Discounter und Lebensmittelkonzerne, die noch vor wenigen Tagen zusätzlichen Ladenöffnungen an Sonntagen eine klare Absage erteilt hätten, so die KAB.

Der katholische Verband wies darauf hin, dass die Angestellten im Einzelhandel die Hauptbetroffenen sein würden. "Also genau ein Gutteil jener Beschäftigten, die während der laufenden Krise in den sogenannten systemrelevanten Branchen massiven Mehrbelastungen und gesundheitlichen Gefährdungen ausgesetzt sind."

Die richtige Antwort auf deren "bewundernswerte Leistung" könne nur eine dauerhaft faire Bezahlung, "in keinem Fall aber der Wegfall des einzigen Erholungstages sein".

Kopfschütteln über Baden-Württemberg und Bayern

Unverständnis äußerte Eirich auch über die Landesregierungen von Baden-Württemberg und Bayern, die Öffnungen von sogenannten lebensnotwendigen Läden an Sonntagen und gar an den höchsten christlichen und jüdischen Feiertagen erwägen.

"Es gibt keine Krise bei der Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln. Mit einer weiteren Lockerung der Ladenöffnungszeiten belastet die Politik einmal mehr die Beschäftigten anstatt ihnen den grundgesetzlichen Schutz der Arbeitsruhe zu garantieren."

(KNA)

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