Abtreibung in Argentinien bleibt illegal
Schwangerschaftstest
Matthias Kopp, DBK-Sprecher
Matthias Kopp

27.03.2020

Kirche hält veränderte Schwangerenberatung für vertretbar Onlineberatung statt Präsenzberatung

Die katholische Kirche hat Verständnis für die neuen Regelungen zur Schwangerschaftskonfliktberatung in der Corona-Krise geäußert. Dennoch müssten die hohen Qualitätsstandards für die Beratung weiter eingehalten werden.

Es könne vorübergehend und kurzfristig geboten sein, Beratungsangebote so umzugestalten oder zu erweitern, dass sie, auch wenn eine Präsenzberatung nicht möglich ist, weiterhin in Anspruch genommen werden können, sagte der Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp, am Freitag auf Anfrage.

Hohe Qualitätsstandards weiter einhalten

Zugleich bekräftigte er, dass die hohen Qualitätsstandards für die Beratung nach dem Schwangerschaftskonfliktgesetz weiter eingehalten werden müssten. Die Freigabe der virtuellen oder telefonischen Beratung im Rahmen der Corona-Krise dürfe kein Einfallstor für eine grundsätzliche Absenkung von Standards der Schwangerenberatung werden, so Kopp.

Bundesfrauenministerin Franziska Giffey (SPD) hatte am vergangenen Mittwoch mit den zuständigen Landesministerinnen vereinbart, dass eine Schwangerschaftskonfliktberatung wegen der Corona-Krise derzeit auch online oder per Telefon möglich sein soll. Eine Beratungsbescheinigung zur Wahrung der Frist könne dann per Email oder Post versendet werden, so Giffey. Das persönliche Erscheinen der Schwangeren sei nicht notwendig.

Die Schwangerenberatungsstellen beraten Frauen in Konfliktsituationen und können dabei auch einen sogenannten Beratungsschein ausstellen, der in Deutschland Voraussetzung für eine straffreie Abtreibung ist.

Beratungsstellen der katholischen Kirche stellen den Schein nicht aus.

Ärzte und Verbände wie Pro Familia hatten zum Teil weitergehende Forderungen gestellt. Über eine Videoberatung hinaus plädierten sie etwa dafür, einen medikamentösen Schwangerschaftsabbruch zu Hause mit telemedizinischer Begleitung bis Ende der neunten Woche zuzulassen.

Zudem wollten sie Abtreibung als notwendige medizinische Leistung im Sinne der Pandemiebestimmungen anerkennen lassen.

Donum Vitae begrüßt neue Beratungsmöglichkeiten

Auch der Verein Donum Vitae begrüßte die neuen Beratungsmöglichkeiten. Der Verein habe sich zusammen mit anderen Verbänden für umsichtige und praktikable Lösungen eingesetzt.

Die Beratungsstellen des Vereins tun nach eigenen Angaben bundesweit ihr Möglichstes, um weiterhin mit hoher Qualität und unter Wahrung der Standards zu Verschwiegenheit und Datenschutz für ratsuchende Frauen da zu sein. Zugleich betonte der Verein, weitergehende Regelungen seien nicht notwendig. "Jeder, der nun eine Debatte um den Schwangerschaftsabbruch und um eine Veränderung der bestehenden gesetzlichen Regelungen dazu vom Zaun bricht, gefährdet wissentlich den gesellschaftlichen Konsens, der gerade in der aktuellen Krisensituation dringend gebraucht wird."

Katholische Laien hatten 1999 den Verein Donum Vitae (Geschenk des Lebens) gegründet, im Zuge des Ausstiegs der katholischen Bischöfe aus dem gesetzlichen System der Schwangerschaftskonfliktberatung. Der Verein berät Schwangere in Konfliktsituationen an rund 200 Standorten in Deutschland.

(KNA)

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