Frauen mit Mundschutz auf dem Petersplatz
Frauen mit Mundschutz auf dem Petersplatz
Apotheke im Vatikan
Apotheke im Vatikan
Postamt im Vatikan
Postamt im Vatikan
Schweizergardist im bunten Blumenmeer
Schweizergardist im bunten Blumenmeer

13.03.2020

Wie der Vatikan mit Corona-Auswirkungen umgeht Nun sind die Schutzmasken ausverkauft

Die Corona-Krise hat auch den Vatikan fest im Griff. Während die Vatikanbehörden weiterhin arbeiten, sind inzwischen die Schutzmasken im Kirchenstaat ausverkauft. Päpstliche Segensurkunden gibt es auch nur noch auf dem Postweg.

Im Vatikan sind Schutzmasken gegen das Coronavirus ausverkauft. Die Apotheke des Kleinstaats teilte am Donnerstag durch Aushänge am Anna-Tor mit, die Vorräte seien erschöpft. Angaben zu den verkauften Mengen waren auf telefonische Anfrage zunächst nicht zu erhalten. Man hoffe auf Nachlieferung in zwei Wochen, hieß es. Der Vatikanstaat selbst zählt nur wenige Hundert Bewohner.

Ab Ende Januar hatte der Vatikan insgesamt mehr als 600.000 Schutzmasken nach China geschickt, um die dortigen Behörden im Kampf gegen das Coronavirus zu unterstützen. Laut der chinesischen Zeitung "Global Times" wurden die Einzellieferungen durch die vatikanische Apotheke koordiniert. Ein Pressefoto zeigte FFP2-Feinstaubmasken eines italienischen Herstellers bei Mailand mit dem päpstlichen Wappen auf der Verpackung. Dem Bericht zufolge handelte es sich um eine Spende des Heiligens Stuhls und chinesischer Christen in Italien.

Vatikanbehörden arbeiten trotz Corona-Krise weiter

Die vatikanischen Behörden arbeiten unterdessen trotz der in Italien anhaltenden Corona-Krise weiter. Dies sei am Donnerstag bei einer außerordentlichen Sitzung aller Dikasterienleiter beschlossen worden, hieß es in einer Mitteilung.

Unter der Leitung von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin wurden demnach Vorkehrungen getroffen, um eine Ausbreitung des Virus in den einzelnen Vatikanabteilungen zu verhindern.

Ziel sei es, die wesentlichen Dienste im Interesse der Weltkirche aufrechtzuerhalten. Zu den ergriffenen Maßnahmen zählen unter anderem eine flexiblere Arbeitszeitgestaltung mit Möglichkeiten der Heimarbeit für die vatikanischen Bediensteten.

Papstsegen wegen Corona nur noch per DHL

Wegen der Corona-Krise schließt der Vatikan dagegen vorübergehend seine Ausgabestelle für päpstliche Segensurkunden. Von Samstag an können die Pergamente mit Segenswünschen des Papstes zu privaten Feieranlässen nicht mehr persönlich abgeholt werden. Die Urkunden würden ausschließlich über DHL Express an die Empfänger versandt, teilte das zuständige Apostolische Almosenamt (Donnerstag) mit.

Für bestimmte Anlässe wie Taufen, Hochzeit, Priesterweihe oder Jubiläen gewährt der Vatikan auf Antrag einen Apostolischen Segen.

Entsprechende Urkunden werden vom Almosenamt ausgegeben und kosten je nach Ausführung 18 bis 24 Euro. Antragsteller aus Italien konnten die Dokumente bislang auch persönlich abholen. Der weltweite Versand erfolgt durch den Logistikdienstleister DHL gegen Gebühr. Die Erträge für die Segen nach Abzug der Kosten für Ausstellung und Versand kommen nach Vatikanangaben karitativen Zwecken zugute.

Blumenschmuck für Papstmesse zu Ostern wegen Corona abgesagt

Der traditionelle niederländische Blumenschmuck zu Ostern auf dem Petersplatz fällt wegen der Corona-Krise aus. Nach Beratungen mit allen Beteiligten habe man sich zur Absage entschlossen, teilte die niederländische Botschafterin beim Heiligen Stuhl, Caroline Weijers, am Donnerstag auf Twitter mit. Sie hoffe auf eine "wunderschöne Blumendekoration im nächsten Jahr", so Weijers.

Die prachtvollen Arrangements holländischer Blumenzüchter bilden seit 1986 regelmäßig den Rahmen für die Ostermesse des Papstes und den Segen "Urbi et orbi", der jährlich von Fernsehanstalten in aller Welt übertragen wird. Es ist das erste Mal seit 35 Jahren, dass die Feierlichkeiten ohne das Blütendekor aus den Niederlanden stattfindet.

Chefarrangeur Paul Deckers sagte dem niederländischen Sender NOS Radio 1 (Mittwoch), die Pläne für den Blumenschmuck seien fertig.

Angesichts der Entwicklungen in Italien gelte es aber, ein Gesundheitsrisiko für die Mitarbeiter zu vermeiden. Außerdem könne man es "in niederländischen Holzpantinen spüren", dass die päpstliche Zeremonie auch ausfallen könne, so Deckers.

Italiens Kirche startet Webportal zu Corona-Krise

Um Ideen für eine bessere Seelsorge während der Corona-Krise auszutauschen, hat die katholische Kirche in Italien unterdessen eine eigene Website eingerichtet. Unter dem Titel "Chi ci separera?" (Wer kann uns trennen?) sind seit Donnerstag diverse Texte und Hilfsmittel zu finden, wie Gemeinden und Bistümer Gebete, Feiern in kleinem Rahmen, aber auch soziale Dienste aufrecht erhalten können.

Betrieben wird das Portal vom Sekretariat der Italienischen Bischofskonferenz.

In einem Editorial erläutert die Bischofskonferenz noch einmal ihre Position zum landesweiten Verbot öffentlicher Gottesdienstfeiern. Die Entscheidung, "die bei "Pfarrern, Priestern, Religionsgemeinschaften und dem gesamten Volk Gottes Bedauern und Orientierungslosigkeit hervorruft, ist wegen des Schutzes der öffentlichen Gesundheit akzeptiert worden". Die Tatsache, dass die Bischöfe beim Verbot von Gottesdiensten eingelenkt haben, wird in Italien durchaus kritisch diskutiert.

Neben Statements diverser Bischöfe des Landes finden sich unter dem Menüpunkt "Hilfsmittel" Anregungen für das Gebet als Einzelner oder in der Familie. Zudem gibt es Links auf Caritas-Seiten in Italien.

(KNA)

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