Christen in Pakistan bei einem Protestmarsch
Christen in Pakistan bei einem Protestmarsch

28.11.2018

Laut Kirche 187 Christen in Pakistan in Haft Ehepaar Bibi im Todestrakt

In Pakistan befinden sich laut kirchlichen Angaben zahlreiche Christen wegen Blasphemie-Vorwürfen in Haft. Das geht aus dem neuen Bericht zur Religionsfreiheit von "Kirche in Not" Deutschland hervor. Darunter auch ein Ehepaar namens Bibi.

"Es gibt 187 Christen, die im Gefängnis sitzen, weil sie der Gotteslästerung beschuldigt werden", sagte der Leiter des Friedenszentrums in Lahore, Pater James Channan, am Mittwoch in Frankfurt. Darunter sei ein katholisches Ehepaar, dem - wie zuvor der pakistanischen Christin Asia Bibi - die Todesstrafe drohe.

Ehepaar Bibi im Todestrakt

Es handele sich um Safqat und Shagufta Bibi, die mit Asia Bibi nicht verwandt seien. Die Eheleute befänden sich "in zwei unterschiedlichen Gefängnissen im Todestrakt", sagte Channan. Sie würden beschuldigt, blasphemische SMS-Kurznachrichten gesendet beziehungsweise weitergeleitet zu haben. Das Ehepaar weise die Anschuldigung als falsch zurück.

"Sie brauchen Hilfe, um aus dem Gefängnis entlassen zu werden", so Channan. Er äußerte sich anlässlich der Präsentation des 14. Berichts zur Religionsfreiheit, den die Hilfsorganisation "Kirche in Not" Deutschland in Frankfurt vorstellte.

Laut dem Bericht leben 61 Prozent aller Menschen in Ländern, die Religionsfreiheit nicht respektieren. Dies betreffe nicht nur Christen. "Wo Christen unterdrückt und verfolgt werden, werden fast immer auch andere Religionsgemeinschaften unterdrückt und verfolgt", sagte Berthold Pelster, Menschenrechtsexperte von "Kirche in Not" Deutschland. Dies gelte etwa für China, Indien und Pakistan, wo "unter dem Missbrauch der Blasphemie-Gesetze nicht nur Christen, sondern auch Muslime leiden".

Religionsfreiheit in Pakistan eigentlich garantiert

In Pakistan seien 96 Prozent der Bevölkerung Muslime und 1,8 Prozent Christen, hieß es. Obwohl Pakistan ein islamischer Staat sei, garantiere die Verfassung die Religionsfreiheit, betonte Channan.

Trotz der Minderheitensituation hätten Christen auch Rechte. Sie könnten Bibeln oder den Katechismus veröffentlichen, Kirchen bauen und private Fernsehsender betreiben. Es gebe seit 50 Jahren verschiedene Dialog-Intiativen zwischen Christen und Muslimen, um dem islamistischen Extremismus entgegenzuwirken. Ein Beispiel sei das 2010 gegründete Friedenszentrum in Lahore.

(KNA)

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