21.09.2015

Hilfswerk Open Doors zur weltweiten Christenverfolgung "Anzahl ist so groß wie nie"

Die Zahl der in aller Welt verfolgten Christen ist nach Angaben des Hilfswerks Open Doors so hoch wie nie zuvor in der Geschichte. Insgesamt würden heute laut Schätzungen mehr als 100 Millionen Christen weltweit verfolgt.

Das sagte der Open-Doors-Direktor für die Schweiz und Österreich, Eric Lecomte, am Wochenende am Rande einer Tagung zum 60-jährigen Bestehen seiner Organisation in Wien.

Christen weltweit am meisten verfolgte Religionsgruppe

Christen seien weltweit die am meisten verfolgte Religionsgruppe, so Lecomte. Er gehe auch nicht davon aus, dass sich dies in naher Zukunft ändern werde. Angesichts der Krisen im Nahen Osten müsse man sich etwa ernsthaft die Frage stellen, ob Christen in der Region überhaupt eine Überlebenschance haben. "Die Christen in Syrien wollen in ihrer Heimat bleiben", so der Open-Doors-Vertreter. Sie bräuchten dafür geistliche, aber auch humanitäre Unterstützung.

Open Doors wurde 1955 von dem Niederländer Anne van der Bijl gegründet. Heute ist das überkonfessionelle Hilfswerk nach eigenen Angaben in mehr als 50 Ländern weltweit mit Projekten aktiv. Dazu gehörten die Verbreitung von Bibeln, Schulungen kirchlicher Mitarbeiter und Laien, Hilfe zur Selbsthilfe für die Gründung von Kleinunternehmen und Sozialwerken, Hilfen für Gemeinden, Neuchristen, Gefangene und ihre Angehörige sowie Familien ermordeter Christen.

Open Doors mit jährlichem "Weltverfolgungsindex"

Bekannt ist die Organisation auch für die Herausgabe eines jährlichen "Weltverfolgungsindex", der seit 1993 jene 50 Länder auflistet, in denen Christen am meisten verfolgt werden. An der Spitze des Index steht Nordkorea. Nach Open-Doors-Angaben leben in dem Land bis zu 300.000 Christen, wobei bis zu 70.000 in Straflagern interniert sind. Christen haben demnach in Nordkorea keinerlei Glaubensfreiheit in den Bereichen Privatleben, Familie, Gesellschaft und Staat.

Open Doors schätzt die Zahl der Christen, die weltweit aufgrund ihres Glaubens verfolgt werden, auf mehr als rund 100 Millionen. Nach Nordkorea finden sich in der Liste der zehn am stärksten betroffenen Länder Somalia, Irak, Syrien, Afghanistan, Sudan, Iran, Pakistan, Eritrea und Nigeria.

Die Rangliste von "Open Doors" ist nicht unumstritten: Menschenrechtsexperten kritisieren unter anderem, dass Christen pauschal die Opfer- und vor allem Muslimen die Täterrolle zugeschrieben werde. Zudem würden sehr unterschiedliche Tatbestände wie rechtliche Diskriminierung, Benachteiligung im Alltag oder terroristische Gewalt pauschal unter dem Begriff Verfolgung zusammengefasst.

 

(KNA)

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