28.03.2013

Amnesty prangert Verfolgung von koptischen Christen in Ägypten an Die Behörden schauen weg

Gewalt und Diskriminierung - die Situation der koptischen Christen in Ägypten hat sich seit dem Sturz von Husni Mubarak scheinbar nicht verbessert. Die Behörden müssen dringend handeln, fordert Amnesty International.

Amnesty International kritisiert einen unzureichenden Schutz von Christen in Ägypten durch Polizei und Justiz. Angehörige der koptischen Minderheit seien landesweit einer Diskriminierung in Gesetz und Praxis ausgesetzt und würden regelmäßig Opfer religiös motivierter Angriffe, erklärte die Menschenrechtsorganisation in London.

"Es ist höchste Zeit für die Behörden, religiöse Gewalt und Drohungen ernst zu nehmen", sagte Hassiba Hadj Sahraoui, stellvertretende Nahost- und Nordafrika-Leiterin bei Amnesty. Mit ihrer Nichtverfolgung gebe die Regierung ein Signal, dass koptische Christen ungestraft angegriffen werden dürften.

Gerüchte von Zwangskonversion

Die Organisation verwies unter anderem auf anhaltende Spannungen zwischen Muslimen und Christen in der Stadt Wasta rund 100 Kilometer südlich von Kairo. Dort kam es nach Gerüchten über eine Zwangskonversion einer jungen Muslimin zu Ausschreitungen gegen die koptische Gemeinde.

Nach Angaben örtlicher Christen hätten Sicherheitskräfte nicht eingegriffen oder eine Anzeigeaufnahme verweigert. Auch nach Angriffen mit Steinen und Brandsätzen auf die Mar-Girgis-Kirche und das Auto des örtlichen Priesters am Montag seien weder Festnahmen noch Ermittlungen erfolgt. „Die Behörden schauen bewusst weg“, meint Hassiba Hadj Sahraoui.

Vor wenigen Tagen hätten sich dann koptische Christen und Muslime zu einem "Versöhnungstreffen" zusammengefunden. Trotzdem seien die Kopten in Wasta gewarnt worden, dass sie mit schweren Konsequenzen zu rechnen hätten, sollte die "zwangskonvertierte" und seitdem verschwundene Muslimin nicht bis zum 24. April wieder aufgetaucht sein.

Situation für koptische Christen hat sich seit Mubarak-Sturz nicht verbessert

Amnesty wirft der ägyptischen Regierung "Versagen" beim Schutz der christlichen Minderheit vor. Unter dem früheren Staatspräsidenten Hosni Mubarak seien 15 größere Angriffe auf koptische Kirchen verzeichnet worden; die Situation habe sich seit Mubaraks Sturz nicht verbessert. Kirchen würden geschlossen oder zerstört, weil sie angeblich nicht die nötigen Baugenehmigungen besäßen. Ein Dekret, das eine Erlaubnis der Lokalregierung für Bau- und Reparaturmaßnahmen an Kirchen verlange, werde zur Schikane benutzt.

Präsident Mohammed Mursi habe wiederholt betont, Präsident aller Ägypter sein zu wollen, so Hassiba Hadj Sahraoui. Er müsse nun handeln, um religiöse Gewalt zu verhindern, Übergriffe zu verfolgen und die Verantwortlichen vor Gericht zu bringen.

(KNA, DR)

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