Caritas weist Vorwürfe zurück
Caritas-Mitarbeiterin
Caritas international hilft vor Ort
Caritas international hilft vor Ort
Brunnenbau-Projekt von Caritas international in Afghanistan
Brunnenbau-Projekt von Caritas international in Afghanistan

12.01.2019

Caritas international: Nothilfe soll nachhaltig sein Bedarf an humanitärer Hilfe auf Höchststand

An Katastrophen und Notlagen wird es auch in diesem Jahr nicht mangeln. Schwieriger ist es für Caritas international, neue Herausforderungen vorauszusehen. So bezieht sich die Jahresvorschau eher auf laufende Maßnahmen.

Noch nie waren so viele Menschen zum Überleben auf humanitäre Hilfe angewiesen wie zur Jahreswende. Rund 136 Millionen Betroffene waren es Ende 2018 in 33 Ländern. Viele dieser Menschen sind auf der Flucht: 68,5 Millionen Menschen haben ihre Heimat aus Angst vor Kriegen, Konflikten oder Verfolgung verlassen. Besonders dramatisch ist die Lage in der Zentralafrikanischen Republik, in Syrien, in Afghanistan sowie in Kolumbien und Venezuela. Dort werden deshalb Schwerpunkte der Hilfe von Caritas international in den kommenden Monaten liegen. 

Die Zentralafrikanische Republik ist das ärmste Land der Welt. Die Hälfte der 4,7 Millionen Einwohner braucht humanitäre Hilfe, jeder Fünfte ist auf der Flucht. Der Bürgerkrieg lässt das Leben der Menschen zum täglichen Überlebenskampf werden. Trotz schwierigster Rahmenbedingungen ist Caritas international dank ihrer lokalen Partner und Kirchenstrukturen bereits jetzt in der Lage, für 35.000 Menschen Hilfe zum Überleben zu leisten. Da das Gesundheitssystem zusammengebrochen ist, springt die Caritas unter anderem mit mobilen Kliniken ein, um eine lebensnotwendige medizinische Versorgung sicherzustellen. Diese Arbeit soll jetzt ausgeweitet werden. 

Gravierende Hungerperiode in Afghanistan 

Die Menschen im zentralen Hochland von Afghanistan leiden unter einer gravierenden Hungerperiode. Gründe dafür sind der langanhaltende Krieg sowie aktuell Wasserknappheit und Dürren. Während der normalerweise regenreichen Monate fiel zuletzt 70 Prozent weniger Niederschlag. In der Provinz Ghor leidet bereits jeder zweite Bewohner unter akuter Mangelversorgung.

In der Provinz Baghdis haben 200.000 Menschen aufgrund der Dürre ihre Heimat verlassen, um anderswo ein Auskommen zu finden. Die Prognosen gehen davon aus,dass insgesamt in Afghanistan 2019 so viele Menschen auf Hilfe angewiesen sein werden wie seit 2011 nicht mehr. Nothilfe wird vor allem in den Wintermonaten notwendig sein. Caritas international ist in 51 Gemeinden aktiv und bereitet weitere Einsätze vor.

Ungewisse Zukunft in Syrien 

Im Bürgerkriegsland Syrien ist der Hilfebedarf so groß, dass längst nicht mehr alle der geschätzt 13,5 Millionen Bedürftigen versorgt werden können. Besonders gravierend ist die Situation für Menschen mit Behinderungen. Bislang wurden 1,9 Millionen Menschen im Krieg verwundet. Ein Drittel von ihnen wird dauerhaft mit einer Behinderung leben müssen.

Völlig offen ist, in welche Richtung sich das Land politisch-wirtschaftlich entwickeln wird. Zwar schweigen nach dem militärischen Sieg der Regierung in Damaskus die Waffen in den meisten Landesteilen. Doch aus eigener Kraft werden Syrien und seine Menschen auf lange Zeit nicht lebensfähig sein. Caritas setzt die Hilfe im Land selber wie auch in den Nachbarstaaten fort. 

Größte Fluchtbewegung der Moderne in Lateinamerika

Lateinamerika erlebt derzeit eine der größten Fluchtbewegungen der modernen Geschichte. Allein aus Venezuela sind 3 Millionen Menschen aufgrund der schlechten Versorgungslage geflüchtet. Es wird erwartet, dass der Exodus anhält. Mehr als eine Million Menschen haben sich in Kolumbien niedergelassen, wodurch die Sozialsysteme des noch immer vom Bürgerkrieg gezeichneten Landes stark belastet werden. Zumal Kolumbien selber 7 Millionen im Land vertriebene Staatsbürger zu versorgen hat.

Um soziale Spannungen zu vermeiden, ist gezieltes Gegensteuern unerlässlich. Caritas international unterstützt Hilfesuchende sowohl in Venezuela als auch in Kolumbien. Caritas Venezuela gehört zu den wenigen Organisationen, die im Land noch Hilfe leisten können.

(KNA)

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