Hungerkrise in Südsudan
Hungerkrise in Südsudan

08.06.2017

Hilfsorganisationen fordern früheres Eingreifen bei humanitären Krisen Chronische Hungersnot?

Caritas international und die Diakonie Katastrophenhilfe warnen davor, zu spät auf humanitäre Krisen wie Hungersnot zu reagieren. Außerdem forden sie finanzielle Rücklagen zur Verbesserung solcher Krisen.

"Ohne katastrophale Bilder fehlt offenbar der Wille der humanitären Geber, frühzeitig auf Krisen zu reagieren, die sich schon lange angekündigt haben", kritisieren die beiden kirchlichen Hilfsorganisationen Caritas und Diakonie in einem gemeinsamen Statement am Donnerstag. Sie forderten die Einrichtung von wirksamen globalen Krisenrücklagen für Präventionsmaßnahmen.

Die gegenwärtige Hungerkrise in Ostafrika offenbare in dramatischer Weise das Versagen der internationalen Gemeinschaft, Warnzeichen für humanitäre Krisen wahrzunehmen und rechtzeitig Präventionsmaßnahmen einzuleiten, heißt es weiter. Bereits im vergangenen Jahr hätten Caritas und Diakonie vor einer humanitären Katastrophe in den Ländern Somalia, Südsudan, Äthiopien und Kenia gewarnt und zum Handeln aufgefordert.

Finanzielle Rücklagen für Krisen

"Die Menschen in Ostafrika wurden viel zu lange vergessen", so die Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe, Cornelia Füllkrug-Weitzel. Wenn sich eine humanitäre Krise anbahne, müsse diese sofort auf die politische Tagesordnung. "Krisen wie diese dürfen nicht erst in den Blick genommen werden, wenn die Menschen schon akut unter Hunger leiden."

Auch Caritas-Präsident Peter Neher forderte finanzielle Rücklagen für solche Krisen. Von mehr als 3,8 Milliarden Euro, die für die akute Hungerkrise in den vier Ländern in Ostafrika nach UN-Angaben gebraucht werden, seien aus der internationalen Staatengemeinschaft bislang nur ein Drittel eingegangen. Neher sieht hier die Politik in der Verantwortung. "Die Gewaltkonflikte in Somalia und im Südsudan, die die Notsituation noch verschärfen, sind menschengemacht."

Staatengemeinschaft in der Verantwortung

Caritas und Diakonie erwarten ein entschiedeneres diplomatisches Einwirken der Staatengemeinschaft auf die Konfliktparteien im Südsudan und Somalia, damit die Kampfhandlungen mindestens zu humanitären Zwecken ausgesetzt werden. Die Menschen müssten Zugang zu Hilfen gegen den Hungertod haben und ihre Felder wieder bestellen können, damit die Hungerkrise nicht chronisch werde.

(KNA)

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