Arbeitslosigkeit
Arbeitslosigkeit

19.08.2015

Caritas will Qualifizierungsbetriebe für Langzeitarbeitslose Fit machen für den Arbeitsmarkt

Zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit fordert der Caritasverband Köln eigene "Qualifizierungs- und Beschäftigungsbetriebe". Diese sollten sich mit Hilfe unbefristeter Lohnkostenzuschüsse und Steuervergünstigungen zu "innovativen Sozialunternehmen" entwickeln können.

In einer am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme des Kölner Caritasverbandes an den Düsseldorfer Landtag, heißt es, viele Angebote für Langzeitarbeitslose krankten derzeit an einer zu kurzen zeitlichen Befristung, einem hohen bürokratischen Aufwand und "zum Teil katastrophaler finanzieller Unterfinanzierung". Mit der Schaffung eines "sozialen Arbeitsmarktes" soll nach den Vorstellungen des Caritasverbandes kein zweiter oder dritter Arbeitsmarkt neben dem ersten entstehen. Soziale Arbeitsmarktpolitik müsse vielmehr inklusiv organisiert werden. Benachteiligte Menschen müssten auch am konventionellen Arbeitsmarkt dauerhaft an regulärer und sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung teilhaben können.

Bisherige Förderprogramme nur mit kurzer Laufzeit

Die bisherigen Förderprogramme für Langzeitarbeitslose hätten eine zu kurze Laufzeit. Zudem genehmigten die Jobcenter zumeist nur Maßnahmen für eine Dauer von sechs bis zwölf Monaten, obwohl oftmals eine zweijährige Dauer rechtlich möglich sei. Die Caritas im Erzbistum Köln hält ein eigenes Instrument im Sozialgesetzbuch zur "dauerhaften Arbeitsmarktteilhabe" auch für Menschen für geboten, die weder behindert noch arbeitsunfähig seien. Konkret schlägt der katholische Verband vor, bestehende Integrationsbetriebe für behinderte Menschen teilweise auch für Langzeitarbeitslose zu öffnen.

Einfache Arbeiten kaum noch sozialversicherungspflichtig

Nach wie vor gebe es in Deutschland genügend "Einfacharbeiten", die von Menschen ohne besondere formale Qualifikationen ausgeübt werden könnten. Allerdings würden solche Arbeit heute kaum noch im Rahmen sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse angeboten. Nach Einschätzung der Caritas rentiert sich die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit für den Staat. Derzeit entstünden in Deutschland pro Jahr 56 Milliarden Euro gesamtfiskalische Kosten durch Arbeitslosigkeit: 55 Prozent davon für Arbeitslosengelder, 45 Prozent durch entgangene Sozialbeträge und Steuern.

 

(KNA)

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