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13.07.2015

Caritas-Studie: Besonders viele Schulabbrecher im Ruhrgebiet Frühe Hilfe gegen Arbeitslosigkeit

Die Zahl der Schulabbrecher ist laut einer Caritas-Studie in einigen Städten des Ruhrgebiets besonders hoch. Die Caritas fordert mehr Sozialarbeit, um die Abbrecherquote zu verringern und Berufsperspektiven zu geben.

Während die bundesweite Quote von Jugendlichen ohne Hauptschulabschluss 2013 im Vergleich zum Vorjahr mit 5,6 Prozent unverändert blieb, stiegen die Zahlen in Gelsenkirchen von 10,8 auf 11,2 Prozent und in Essen von 6 auf 7,2 Prozent. Das ist das Ergebnis einer am Montag vorgestellten bundesweiten Studie der Caritas.

Ebenfalls gestiegen ist die Zahl der Schulabbrecher in Oberhausen und Mülheim um jeweils 0,1 Prozent, wie es hieß. Duisburg verzeichnet den niedrigsten Stand seit 2009, liegt aber mit 6,6 Prozent immer noch über dem Bundesschnitt. Nur in Bottrop sank die Zahl von 7,2 auf 5,3 Prozent.

Die Studie sieht mit Blick auf das Ruhrgebiet einen Zusammenhang zwischen Arbeitslosen- und Schulabbrecherquote. Deswegen seien Konzepte für mehr Beschäftigung und Arbeitsmarktprogramme nötig, so die Caritas. "Der Kern aber ist: Dort wo Schulsozialarbeit, frühe Hilfen, Berufsberatung und Elternarbeit gut zusammenarbeiten, gibt es weniger Abbrecher", sagte der  Direktor des Caritasverbandes im Bistum Essen, Andreas Meiwes. Die örtliche Zusammenarbeit von Politik, Schule, Arbeitsamt und Wirtschaft sei entscheidend.

"Jeder junge Mensch ohne Schulabschluss ist einer zu viel", so Meiwes. Wer die Schule ohne Abschluss verlasse, habe deutlich weniger Chancen auf einen Ausbildungsplatz und somit fast zwangsläufig eine schlechte Berufsperspektive.

(KNA)

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