Erdrutsch nach Regenfällen in Indien
Erdrutsch nach Regenfällen in Indien

25.06.2013

Flutkatastrophe in Indien fordert immer mehr Opfer Lage spitzt sich zu

Caritas International berichtet von dramatischen Auswirkungen der Flutkatastrophe in Indien mit über 10.000 Todesopfern. Die anhaltenden Regenfälle machen eine Rettungsaktion für die Katastrophenhelfer fast unmöglich.

domradio.de:  Gibt es Berichte Ihrer Hilfsgruppen, wie es zurzeit in den Überschwemmungsgebieten aussieht?

Seidel: Die Berichte sind dramatisch und je näher man an die die Katastrophe herankommt, umso höher werden die Zahlen der Opfer. Die offiziellen Zahlen der lokalen Regierung liegen noch bei 160 Toten. Die Verantwortlichen für die Rettung seitens des Militärs und der involvierten Katastrophenhelfer gehen mittlerweile von Zahlen aus, die über 10.000 Todesopfern liegen.

domradio.de: Der Monsun kommt ja eigentlich jedes Jahr zu dieser Zeit. Wodurch ist es diesmal zu dieser Katastrophe gekommen, die so viele Menschenleben gefordert hat?

Seidel: Die Regenfälle waren dieses Jahr zu Beginn mit zum Teil 34 Litern pro Quadratmeter sehr heftig. Der Monsun kam zudem früher als erwartet. In dieser Region fließt der Regen besonders schnell ab, der dann in großen Wellen in die Täler schwappt. Deswegen spricht man hier auch von einem Tsunami, der Hotels mitreißt und ganze Dörfer verschüttet. Das ganze Ausmaß ist bisher noch nicht bekannt. Die Meldungen liegen bisher nur aus den Städten und Touristenzentren vor. Was in den kleinen Dörfern oben in den Bergen passiert ist, lässt sich nur vermuten.

domradio.de:  Wie können Sie jetzt mit der Caritas vor Ort helfen?

Seidel: Die Caritas versucht über ihre lokalen kirchlichen Strukturen, Schulen und Krankenhäuser in der Region aktiv zu werden. Die Idee ist, die großangelegten Hilfsaktionen zu erweitern und auch in Gegenden vorzudringen, in denen andere Organisationen noch nicht tätig sind.

domradio.de:  Wo stoßen Ihre Hilfsgruppen auf Schwierigkeiten?

Seidel: Überhaupt in die Region vorzudringen, ist schon ein riesiges Problem. Die ganze Infrastruktur ist schwer beschädigt, die Straßen sind durch Erdrutsche zerstört, das Kommunikationssystem funktioniert nicht, und die Stromversorgung ist zusammengebrochen. Durch die anhaltenden Regenfälle ist erst gestern die Hauptzufahrtsstraße durch einen Erdrutsch schwer beschädigt worden und nicht mehr befahrbar. Die Situation wird immer schlimmer. Auch die Rettung per Hubschrauber funktioniert nur bei stabilen Wetterverhältnissen. Gestern hat es jedoch den ganzen Tag geregnet. So können auch die Evakuierungsmaßnahmen im Moment nicht organisiert werden.

Das Gespräch führte Tobias Fricke.

(dr)

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